Online Golf Wetten Schweiz 2026: Warum das Teilnehmerfeld die Quote drückt
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In der Schweiz dürfen Sportwetten auf Golf nur von zwei Veranstaltern angeboten werden, und wer über Golf wetten will, zahlt diesen Preis doppelt: einmal in der Marge, die in jeder Quote steckt, und einmal in einer Auswahl, die nicht ihm gehört, sondern einer behördlichen Liste.
Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen wurden gegen die Veröffentlichungen der interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa und die Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter geprüft.
Wann gespielt wird: der Spielplan, der über die Wetten entscheidet
Golf ist kein Spielbetrieb, der an jedem Wochenende liefert. Ein Turnier läuft vier Runden, es kann sich über zwei Wochenenden hinziehen, und die Zahl der Ereignisse, die eine Wette wert sind, ist über ein Jahr hinweg überschaubar. Wer sein Wettbudget über zwölf Monate plant, tut gut daran, das zuerst zu verstehen: Es gibt wenige Spitzenereignisse und viele Wochen, in denen nichts Läuft, was dem Spieler eine Quote schuldet.

Der Fixpunkt sind die vier Herren-Majors. Das US Masters findet in Augusta, Georgia, seit 1934 statt und wird im April ausgetragen. Die PGA Championship läuft seit 1916 und liegt im Mai. Die U.S. Open gibt es seit 1895, sie steht im Juni. Den Abschluss bildet The Open Championship im Vereinigten Königreich, die seit 1860 ausgetragen wird und im Juli stattfindet. Vier Wochen im Jahr also, in denen das Feld, die Quoten und das Interesse gross sind.
Daneben steht der Ryder Cup, ein Teamwettbewerb zwischen den USA und Europa, der alle zwei Jahre mit je zwölf Spielern im Lochspiel ausgetragen wird. Für Wetter ist er ein anderes Produkt als ein Zählspielturnier. Beim Lochspiel gewinnt, wer mehr Löcher als der Gegner für sich entscheidet; beim Zählspiel werden die Schläge insgesamt gegen das gesamte Feld gezählt. Daraus folgen zwei verschiedene Märkte mit zwei verschiedenen Logiken, und wer den Unterschied nicht kennt, wettet auf ein Format, das er nicht gelesen hat.
Ein Teil des Rahmens, der über die Spieldauer hinausgeht: Golf war seit den Sommerspielen 2016 nach 112 Jahren wieder olympisch. Die Regeln werden gemeinsam vom R&A und der United States Golf Association (USGA) herausgegeben. Eine übliche Runde umfasst 9 oder 18 Spielbahnen, bei 18 Bahnen ergibt sich meist ein Par von 72 für die gesamte Runde. Birdie heisst ein Schlag unter Par, Eagle zwei Schläge unter Par, Bogey ein Schlag über Par. Bis zu 14 Schläger dürfen pro Runde mitgeführt werden.
Warum das für die Wette zählt, hat einen nüchternen Grund. Ein Major-Feld umfasst weit mehr Spieler als die vier oder fünf, über die eine Quote geredet wird. Je grösser das Feld, desto mehr Namen, desto enger liegen die Quoten an der Spitze zusammen — und desto schlechter ist die Quote für jeden einzelnen Namen, den die Buchmacher-Auslage als Favoriten verkauft.
Ein Cut trennt die erste Hälfte des Turniers von der zweiten. Er bezeichnet die Platzierung, die ein Spieler nach den ersten beiden Runden erreichen muss, um an den Finalrunden teilzunehmen; bei den meisten Turnieren mit Cut erhalten nur Spieler, die ihn schaffen, Preisgeld. Für eine Wette auf den Turniersieger ist der Cut die erste Bewährungsprobe, und für eine Wette auf eine Top-Platzierung die erste von zwei. Wer sich davon überraschen lässt, hat meist vor dem Abschlag gekauft.
Der Vergleich: wie sich die Schweizer Golfwetten einordnen lassen
Die Vergleichsgrundlage ist deshalb eng, weil das Gesetz sie eng hält. In der Schweiz dürfen Lotterien und Sportwetten nur von zwei Veranstaltern durchgeführt werden, und ein Golfturnier ist ein Sportanlass, der über die bewilligte Liste zugänglich wird. Mehr als zwei Bewilligungen gibt es nicht, und die Gespa führt keine Warteliste weiterer Bewilligungsinhaber, sondern eine Sperrliste der ausländischen Domains.
Für die Einordnung zählt deshalb nicht, wer die grösste Werbung schaltet, sondern wer eine Schweizer Bewilligung vorhält, welches Gebiet er bedienen darf und welche Limiten er setzt.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Sportwetten-Bewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Sportwetten-Bewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| WirWetten | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung |
| PowBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung |
| Betwinner | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung |
| Betovo | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung |
| AmunRa | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung |
| Rainbet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung |
Was in dieser Übersicht auffällt, ist weniger die Zahl der Zeilen als ihr Verhältnis. Acht Namen tragen dieselbe Eintragung, und dieselbe Eintragung ist keine Eigenschaft eines Produkts, sondern eine Aussage über den fehlenden Rechtsrahmen. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung kennt die Schweizer Spielsperre nicht, und wer dort streitet, streitet ohne Schweizer Anlaufstelle. Nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes entfaltet eine ausländische Bewilligung für die Schweiz keine Wirkung, gleich aus welchem Land sie stammt. Dass ein solches Angebot einen Schweizer Domainnamen trägt oder mit Schweizer Bildern wirbt, ändert daran nichts; die Gespa kann die Domains auf ihre Sperrliste setzen, und Schweizer Telekom-Anbieter blockieren sie dann über DNS.
Der zweite Blick gehört den Limiten, nicht dem Willkommensgeschenk. Bei Swisslos liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer in einem Sport, den er zweimal im Jahr sieht, mit einer grossen Einzelwette liebäugelt, trifft hier auf eine Wand, die nicht verhandelbar ist.
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Einordnung der Kriterien
Die geschlossene Liste ist der wichtigste Punkt, den ein Vergleich hier nicht umgehen kann. Was in der Schweiz gewettet werden darf, steht nicht im Ermessen der Veranstalterin. Die Gespa führt die Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten in der Fassung vom 10.09.2026. Nach Artikel 25 des Geldspielgesetzes und Artikel 29 der Verordnung sind Qualifikationsrunden nur bewilligt, soweit sie auf der Liste stehen, Frauen-Wettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie gelistet sind, und Ranglisten-Wetten nur dann, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste enthält keine Corner- oder Karten-Märkte und keinen Esport-Abschnitt.
Für die Golfwette heisst das: Das Angebot ist um Turniersieger, Platzierung und direkte Duelle gebaut, nicht um Randmärkte. Wer bei einem Schweizer Angebot nach einer exotischen Wette sucht, findet sie dort nicht, weil sie nicht bewilligt ist. Die Zahl der Wettmöglichkeiten ist damit kein Qualitätsurteil über den Veranstalter, sondern eine Vorgabe, an die er gebunden ist.
Der Durchschnitt über mehrere Märkte ist dabei nicht der Massstab. Jede einzelne Quote trägt die Marge ihres eigenen Marktes, und ein Turniersiegermarkt mit einem Feld von dreistelligen Namen ist kein Zwei-Weg-Markt.
Quotenbeispiel und was es über die Marge verrät
Die schlichteste Frage, die sich beim Golfwetten stellt, ist die nach dem Geld, das zwischen Einsatz und Rückzahlung verschwindet. Um sie sichtbar zu machen, hilft ein Beispiel, das keinen Anspruch auf eine echte Quote erhebt: ein Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 auf beiden Seiten. Rechnet man den Anteil aus, den dieser Markt insgesamt zurückzahlt, so ergibt sich der Kehrwert der Summe der Kehrwerte der beiden Quoten — aus 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) folgt eine Auszahlungsquote von etwa 95,2 %. Die Marge, also 100 % minus dieser Auszahlungsquote, liegt damit bei rund 4,8 %.
Ein Golf-Turniersiegermarkt ist kein Zwei-Weg-Markt, sondern ein Markt mit Dutzenden von Ausgängen, und über diesen vielen Ausgängen ist die Marge eine andere. Wer ein Feld mit vielen Spielern bewertet, verteilt die Auszahlungsquote auf eine grosse Zahl von Positionen, und der Anteil, den die Veranstalterin dabei für sich behält, liegt über der schmalen Zwei-Weg-Zahl. Ein sicherer Wert ist das aber nicht: Sobald sich das Feld lichtet und die Zahl der Ausgänge schrumpft, nähert sich die Marge der eines Kopf-an-Kopf-Marktes an. Die ehrliche Aussage lautet also: Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit 1.90/1.90 bleiben rund 4,8 % hängen, bei einem Major-Siegermarkt ist es spürbar mehr, und die exakte Zahl hängt davon ab, wie viele Namen die Auslage anbietet. Das ist der Preis, der vor dem Einsatz bezahlt wird, unabhängig vom Ergebnis.
Er lässt sich in Franken ausdrücken. Wer über ein Turnierwochenende CHF 100 in Einzelwetten auf Golfturniere umsetzt, gibt bei einer Marge von 4,8 % im Durchschnitt etwa CHF 4,80 an die Buchmacher-Auslage ab. Wer ein ganzes Jahr Golf wettet, findet diesen Betrag im Kleingedruckten seiner Statistik wieder, und er ist die einzige Zahl, die sich mit Sicherheit vorhersagen lässt.
Grundlagen: eine Runde, ein Par und ein Feld, das die Quote drückt
Wer sich an einem Samstagabend zum ersten Mal an eine Golfwette setzt, stösst auf ein Problem, das er aus der Fussballwette nicht kennt. Der Gegner ist nicht benannt. Beim Golf tritt ein Spieler gegen ein Feld an, und beim Zählspiel entscheidet die Summe der Schläge über den Gesamtsieg. Das Ergebnis einer 18-Loch-Runde mit einem üblichen Par von 72 und der Cut nach zwei Runden sind die Grössen, an denen sich eine Wette dann orientieren muss.

Die schlankste Wette ist die auf den Turniersieger. Sie verlangt keine Prognose über einen Zwischenstand und keine über die zweite Runde; sie verlangt nur, dass der Name am Sonntag ganz oben steht. Das ist auch ihr Nachteil: Bei einem Major mit einem Feld von über 100 Spielern trifft der Veranstalter seine Einschätzung über jeden Namen und liefert dann eine Palette, in der die Favoriten bei kurzen Quoten stehen und der lange Schwanz bei langen. Auf den ersten Blick sieht eine Quote von 4.00 für einen Top-Ten-Spieler grosszügig aus. Sie ist es nicht, sobald man die Marge dieses Marktes dagegenhält.
Die Wette auf eine Top-Platzierung ist die zweite Variante und die in vielen Fällen freundlichere. Sie verlangt keine Spitze, nur eine Zielzone, und sie zahlt trotzdem zu einer Quote. Ein Duell zwischen zwei Spielern bringt das Feld wieder auf zwei Namen herunter und ist damit für den Leser der einfachste Vergleich — zwei Zahlen nebeneinander, sonst nichts.
Der Fairway ist lang, der Weg zum Sieg länger. Zwischen Abschlag und Auszahlung liegen vier Runden, ein Cut nach zwei, und — bei etlichen Turnieren — ein Wetter, das überraschend früher umschlägt als jeder Formtief eines Favoriten. Golf ist ein Sport, in dem eine gute Runde am Donnerstag durch einen Winddreher am Freitag wertlos werden kann, und keine Quotenstellung der Welt kann das abfangen.
Für eine Online-Wette hat das eine praktische Folge: Zwischen den Runden liegt Zeit, und die Zwischenstände verändern Quoten. Eine Wette, die vor dem ersten Abschlag gesetzt wird, hat eine andere Zahl als eine, die nach der zweiten Runde gesetzt wird. Beides bleibt am Ende eine Einschätzung eines Ereignisses, dessen Ausgang niemand kennt.
Rechtlich: wer das Turnier bewerben darf und wer nicht
In der Schweiz galt noch bis 2019 ein anderes Regime, und der heutige Zustand ist schnell beschrieben. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, gestützt auf Artikel 3 Buchstaben c und e; die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, und das Geldspielkonkordat gilt seit dem 1.1.2021. Die eidgenössische Spielbankenkommission, die Kantone sonst als Aufsichtsbehörde kennen, ist hier nicht zuständig: Sie beaufsichtigt die Casinos und nicht die Sportwetten.
Eine Bewilligung braucht in der Schweiz zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Artikel 21 bis 25 des Geldspielgesetzes), und sie gilt nur in der Schweiz (Artikel 4). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Nennenswert ist daran weniger die Begrenzung als das, was sie nach sich zieht: Ein Online-Konto braucht Wohnsitz in der Schweiz, und in der Praxis in der Region der jeweiligen Veranstalterin.
Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in Zürich wohnt und auf eine Westschweizer Quote spekuliert, kommt dort nicht durch; die Kontogrenze verläuft mitten durchs Land. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Der Nettoertrag der Swisslos-Veranstaltung verteilt sich nach Artikel 125 des Geldspielgesetzes auf gemeinnützige Zwecke in den Kantonen; die Details zur Verteilung finden sich im Abschnitt über Swisslos Sporttip.
Die Gespa führt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Sie führt die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter über DNS blockieren (Artikel 86 bis 93 des Geldspielgesetzes); die erste Liste datiert auf den 3. September 2019, und Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt, was die Gespa in diesem Zusammenhang als Domain-Hopping bezeichnet.
Was darf überhaupt gewettet werden. Die bewilligte Angebotspalette ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 10.09.2026. Sportwetten nur auf Sportereignisse — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind nach Artikel 25 Absatz 2 des Geldspielgesetzes gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Ereignis und live, soweit die Veranstalterin über eine entsprechende Entscheidung verfügt; das Geldspielgesetz kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.
Beim Cash-Out ist die Rechtslage anders, als viele vermuten: Er ist nicht reguliert, und man kann ihn nur so beschreiben, wie die jeweilige Veranstalterin ihn ausgestaltet. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der angebotene Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer also vorhat, in einem langen Golf-Turnier zwischendurch auszusteigen, sollte das nicht als Anspruch verstehen, sondern als Kulanz mit Bedingungen.
Bei den Werbevorschriften ist der entscheidende Satz eine Verpflichtung und keine Empfehlung. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Artikel 74 des Geldspielgesetzes). Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Artikel 74 Absatz 3) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Artikel 131 des Geldspielgesetzes). Die Kantone haben Loterie Romande im Jahr 2025 24 und Swisslos 8 Freigaben gegeben, wenn es um Gratisspiele oder Gratisguthaben ging (Artikel 75 Absatz 2 des Geldspielgesetzes). Ein Verbot von Werbung zu bestimmten Tageszeiten besteht in der Schweiz nicht.
Verantwortung: die Limiten, die vor dem ersten Einsatz stehen
Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Wer diese Zahlen liest und denkt, die Grenze sei weit weg, hat recht — bis zu dem Tag, an dem sie es nicht mehr ist. Der eigentliche Mechanismus liegt nicht in der Höhe des Maximums, sondern in der Asymmetrie: Nach unten geht es sofort, nach oben erst nach drei Tagen. Wer sich in einer unruhigen Phase eine tiefe Limite setzt, kann sich nicht am selben Abend davon befreien. Genau das ist der Zweck, und es ist der einzige Teil des Schweizer Modells, der einen Spieler in dem Moment bremst, in dem er sich selbst nicht bremsen will.
Das Gesetz setzt die Limiten nicht selbst. Die Veranstalterin muss einen oder mehrere Höchstwerte für den täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust verlangen (Artikel 87 der Verordnung zum Geldspielgesetz); eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden, wobei Swisslos und Loterie Romande in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden anwenden. Eine staatlich festgelegte Einzahlungslimite gibt es in der Schweiz nicht. Die Limiten sind also immer Veranstalterbedingungen — belegt in deren eigenen Regeln — und wer sie in einem Vergleich liest, liest ein Versprechen mit Widerrufsvorbehalt.
Die Spielsperre ist der zweite Mechanismus und der härtere. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der praktischste Teil des ganzen Systems: Die Sperre wirkt nicht nur dort, wo sie ausgesprochen wurde. Ein Spieler, der über Swisslos gesperrt ist, kann nicht am nächsten Tag ins Online-Casino einer anderen Anbieterin wechseln und dort weitermachen. Nach Artikel 84 der Verordnung zum Geldspielgesetz kann eine freiwillige Sperre erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, und eine Fachstelle ist daran beteiligt (Artikel 81 des Geldspielgesetzes). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Artikel 89 der Verordnung).
Was das für einen Spieler auf ein mehrtägiges Golfturnier bedeutet, ist konkret: Die Sperre kommt bei einem Major zwischen Donnerstag und Sonntag zum falschen Zeitpunkt, und sie ist trotzdem die richtige Entscheidung, wenn der Einsatz nicht mehr in den Rahmen passt. Wer sich unsicher ist, findet bei der Gespa sowie bei den Veranstaltern selbst die Anlaufstellen; die Limiten und das Sperrregister sind die zwei Werkzeuge, die einem Spieler gehören und nicht dem Anbieter.
Bei den Zugangsdaten ist eine Regel nüchtern und hart. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Für die Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Jede Wette ist damit an eine geprüfte Identität gebunden, ein zweites Konto gibt es nicht.
Wie gut die Kontrolle ausserhalb der Online-Kanäle funktioniert, ist eine offene Frage mit unangenehmer Antwort. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Verkaufsstelle ist der Teil des Schweizer Modells, an dem die Alterskontrolle am häufigsten durchrutscht. Wer sein Kind am Kiosk sieht, sollte sich auf diesen Wert nicht verlassen.
Wettarten und Quoten: was Einsatz und Quote aus einem Gewinn machen
Beim Golf stehen grob drei Familien zur Auswahl: die Wette auf den Turniersieger, die Wette auf eine Platzierung und die Wette auf ein Duell zwischen zwei Spielern. Die Rechnung ist bei allen dieselbe und in zwei Schritten erledigt. Der Gewinn aus einer Wette ergibt sich aus Einsatz multipliziert mit der Quote, und der Nettogewinn ist der Einsatz multipliziert mit der Quote minus eins. Aus CHF 20 Einsatz bei einer Quote von 4.00 werden also CHF 80 zurückgezahlt, davon CHF 60 Gewinn. Der Rechnungsweg ist so kurz, dass die eigentliche Frage woanders sitzt: in der Zahl zwischen den beiden.
Quotenschlüssel und Marge sind die Namen dieser Differenz. Der Quotenschlüssel — in der Marktsprache auch Auszahlungsquote genannt und kein Begriff aus einem Gesetz — gibt an, welchen Anteil aller Einsätze ein Markt insgesamt zurückzahlt; der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Die Marge ist 100 % minus diesen Anteil. Beim Beispielmarkt mit 1.90/1.90 aus dem Vergleich ergibt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) eine Auszahlungsquote von etwa 95,2 %, die Marge liegt bei rund 4,8 %.
Über mehrere Ausgänge hinweg ist das keine feste Konstante, sondern eine Frage des Feldes. Je mehr Namen ein Siegermarkt umfasst, desto mehr Positionen muss die Auszahlungsquote bedienen, und desto dicker wird der Teil, den der Veranstalter für sich behält. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten bleiben rund 4,8 % hängen; bei einem Major-Siegermarkt mit einem dreistelligen Feld liegt die Marge erkennbar darüber, und die genaue Zahl hängt davon ab, wie viele Namen der Veranstalter überhaupt quotiert. Diese Bandbreite ist der Grund, warum ein Vergleich von Golfquoten zwischen zwei Anbietern mehr über die Auswahl als über die Grosszügigkeit sagt.
Dieselbe Logik entscheidet über die Kombiwette. Kombiniert werden Quoten multipliziert; bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für Golf heisst das: Ein Sieger und eine Platzierung desselben Spielers sind abhängige Ereignisse, und eine Wette darauf ist nicht einfach eine Kombination zweier Märkte.
Der Kombiboost setzt dort an und hat einen Preis, den man erst bei genauerem Hinsehen sieht. Er gilt nur online, im Prematch, live und bei Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Vier Golfwetten mit je mindestens 1.50 zu finden, ist in einem Turnier mit Cut leichter als in einem Duell — und trotzdem verlangt der Boost, dass alle vier treffen.
Auch bei Quotenboosts und Profitboosts ist die Verengung Teil des Produkts. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer eine erhöhte Quote mitnimmt und dann mitten im Turnier aussteigt, verliert die Erhöhung mit dem Ausstieg.
Ein Punkt, der in Golfwetten selten zur Sprache kommt und trotzdem wichtig ist: Livewetten sind an den tatsächlichen Spielverlauf gebunden. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei einem Vier-Runden-Turnier über mehrere Stunden ist die Lücke zwischen «der Ball ist im Loch» und «meine Wette ist erfasst» gross genug, um einen Einsatz unrentabel zu machen, ohne dass etwas schiefgegangen ist.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit dem grössten Vertragsgebiet
Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020), und die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Bewilligungsrechtlich steht dahinter eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (SR 935.51) unter Aufsicht der Gespa.
Das Vertragsgebiet ist der eigentliche Vorteil und die eigentliche Schranke. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Ein Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet zu haben. In der Westschweiz ist das Angebot also nicht zugänglich, und umgekehrt gilt dasselbe für die Loterie Romande.
Die wirtschaftliche Grössenordnung ist dokumentiert. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang aus dem Sportwettenbereich ist der interessanteste Teil dieser Zahl, weil er in ein Jahr fällt, in dem die Sperrliste gewachsen ist.
Die Einsätze sind klar begrenzt. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für einen Golffreund, der zweimal im Jahr auf ein Major setzt, ist das reichlich; für jemanden, der eine Meinung über einen Aussenseiter mit einer vierstelligen Einzelwette untermauern will, ist es ein Nein.
Beim Cash-Out ist Swisslos ehrlich, was die Grenzen angeht: Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten lassen sich auszahlen, vor Spielbeginn und live, nur online und nur vollständig, ohne Teilauszahlung. Der angebotene Betrag liegt unter dem, was die Wette bei regulärem Ausgang eingebracht hätte, hängt vom Stand des Ereignisses ab und kann jederzeit geändert werden. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt und ein Golf-Major über vier Tage begleiten will, hat hier das Fundament: Verlustlimiten vor der ersten Wette, ein Sperrsystem, das über das eigene Angebot hinaus wirkt, und ein Sportwettenangebot, das auf der Gespa-Liste steht. Die Begrenzung auf zwei Veranstalter ist der Preis, und er ist hoch genug, dass man ihn merkt.
Loterie Romande Jouez Sport: das Gegenstück für die Westschweiz
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wie Swisslos verfügt sie über eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (SR 935.51) unter Aufsicht der Gespa. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Die Kantonsliste ist hier keine Nebensache, sondern die Grenze des Produkts. Ein Konto setzt Wohnsitz in einem der sechs Kantone voraus. Für einen Zürcher, der bei einem Freund in Genf zu Besuch ist, ist das keine Option — und für einen Genfer ebenso wenig der Wechsel zur anderen Veranstalterin. Die Zweiteilung ist gesetzlich gewollt und nicht durch eine Registrierung zu umgehen.
Der Blick auf die offerierten Massstäbe fällt knapp aus, weil die Zahlen, die das System erklären, bei der Schwesterveranstaltung dokumentiert sind: Verlustlimiten, Einsatzgrenzen und das schweizweite Sperrregister gelten im Rahmen derselben Aufsicht und desselben Gesetzes, in den je eigenen Bedingungen der Veranstalterin. Wer die konkreten Werte braucht, findet sie in den Teilnahmebedingungen von Jouez Sport selbst.
Für Wetter in der Westschweiz ist damit vor allem eines klar: Der Zugang zu einem Schweizer Sportwettenangebot führt über diese Veranstalterin, und der Weg über eine ausländische Adresse führt aus dem Schutzsystem heraus. Ob die Quoten auf ein Golf-Major dort grosszügiger sind als bei Swisslos, lässt sich nicht pauschal sagen; beide sind an dieselbe bewilligte Palette gebunden, und der Vergleich gehört auf den konkreten Markt und Tag. Was bleibt, ist die Zuständigkeit: ein Konto mit Schweizer Adresse, ein Limitenrahmen vor dem ersten Einsatz, eine Sperre mit Wirkung über das Angebot hinaus.
WirWetten: ohne Schweizer Bewilligung
WirWetten tritt als international ausgerichtetes Wettangebot auf. In der Schweiz verfügt das Angebot über keine Bewilligung, und damit gilt das, was für jedes ausländische Geldspielangebot gilt: Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten. Eine gemeldete ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Artikel 4 des Geldspielgesetzes). Eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister besteht nicht, und wer dort einen Streit führt, hat keine Schweizer Anlaufstelle. Die Domains des Anbieters können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern über DNS blockiert werden.
Was das für einen Golffreund praktisch heisst, hat nichts mit der Qualität der Wettauswahl zu tun, sondern mit dem Rahmen. Wer dort auf ein Major setzt, hat keine Verlustlimiten nach Schweizer Muster vor dem ersten Einsatz, keine Spielsperre mit Wirkung auf andere Schweizer Angebote, und im Streitfall kein Schweizer Forum. Gewinne aus einem solchen Angebot sind ausserdem steuerlich anders zu behandeln als Gewinne bei einer bewilligten Schweizer Veranstaltung; im Kanton Thurgau etwa behandelt die Steuerpraxis Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen.
Wer bewusst ein grosses internationales Wettangebot sucht und den Schutzrahmen nicht braucht, findet dort eine breite Auslage. Wer ein Golf-Major mit einer Limite und einem Sperrsystem begleiten will, sucht es vergeblich.
PowBet: ohne Schweizer Bewilligung
Auch PowBet gehört zu den Angeboten, die in der Schweiz ohne Bewilligung auftreten. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Kraft (Artikel 4 des Geldspielgesetzes). Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Anlaufstelle im Streit, und die Möglichkeit, dass die Domains über die Sperrliste der Gespa für Schweizer Anschlüsse blockiert werden.
Der Punkt, der bei dieser Gruppe von Anbietern am häufigsten untergeht, ist die Steuerfrage. Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer — das klingt zunächst nach einem Vorteil und verschiebt das Problem nur in die Steuererklärung, weil die kantonale Praxis Gewinne aus ausländischen Grossspielen als steuerbares Einkommen behandeln kann. Die Sicherheit, die ein Schweizer Freibetrag gibt, fehlt hier schlicht.
Wer die Auswahl über alles stellt und mit dem fehlenden Schweizer Rahmen leben kann, findet bei PowBet ein internationales Programm. Wer den Schweizer Schutz sucht, wird dort nicht fündig.
Betwinner: ohne Schweizer Bewilligung
Betwinner bietet sein Wettprogramm ohne Schweizer Bewilligung an. Damit gelten dieselben drei Folgen, die für jedes ausländische Angebot gelten: keine Bewilligung nach Schweizer Recht, keine Verbindung zum Sperrregister, keine Schweizer Anlaufstelle. Eine Bewilligung aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung (Artikel 4 des Geldspielgesetzes), und die Gespa kann die Domains auf ihre Sperrliste setzen.
Interessant ist bei dieser Gruppe, wie stark sich die Werbung von der Rechtslage löst. Von «Willkommensbonus» ist die Rede, und ein Blick auf die Mechanik lohnt: Wer einen Bonus freispielen will, muss dafür Umsatz machen, und dieser Umsatz wird zu den Quoten der Buchmacher-Auslage gesetzt — mit der Marge dieses Anbieters in jeder einzelnen Wette. Der Bonus ist damit keine Gabe, sondern ein Auftrag, eine bestimmte Zahl von Wetten zu platzieren, und ob das Ergebnis am Ende besser ist als ohne Bonus, entscheidet sich an der Höhe der Umsatzanforderung.
Wer den schmaleren Schweizer Rahmen nicht braucht und ein internationales Programm mit Bonusmechanik sucht, hat hier ein Angebot. Wer die Schweizer Limiten und das Sperrregister als Teil des Produkts versteht, sucht dort vergeblich.
Betovo: ohne Schweizer Bewilligung
Betovo tritt ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung auf. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten; eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung (Artikel 4 des Geldspielgesetzes). Es besteht keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Anlaufstelle im Konfliktfall, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern über DNS blockiert werden.
Für die Golfwette ist der entscheidende Punkt die Kontoeröffnung. Ein Schweizer Spielerkonto unterliegt in der Schweiz der Prüfung der Identität und der Ein-Konto-Regel; bei einem ausländischen Anbieter läuft die Registrierung nach dessen eigenen Bedingungen ab, und es gibt keine Schweizer Stelle, die prüft, ob das geschieht. Wer eine Spielsperre hinter sich hat, sollte wissen, dass sie hier nicht greift.
Wer ohnehin nur einmal im Jahr auf ein Turnier setzt und den Schweizer Weg als zu eng empfindet, mag sich umsehen. Wer den Schutz sucht, muss ihn dort selbst mitbringen.
Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung
Bahigo tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Es gelten für diesen Anbieter die gleichen Einschränkungen wie für andere ausländische Plattformen: Nur Swisslos und Loterie Romande sind für Sportwetten in der Schweiz zugelassen, und eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung (Artikel 4 des Geldspielgesetzes). Kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Anlaufstelle, und die Möglichkeit einer Sperrliste-Eintragung mit DNS-Blockade.
Der Nachteil dieser Konstruktion liegt nicht in einem schlecht gemachten Produkt, sondern in der Verantwortung, die zum Spieler wandert. Die Verlustlimiten, die bei Swisslos vor dem ersten Einsatz zu setzen sind, gibt es in dieser Form nicht; wer sie braucht, muss sie selbst einhalten. Bei einem Golf-Turnier, das über vier Tage läuft und an dem die Zwischenstände die Quoten bewegen, ist die Versuchung zum Nachlegen grösser als in einem 90-Minuten-Spiel.
Wer genau weiss, was er tut, kann dort ein Programm finden. Die Swisslos-Limiten von CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzelwette haben dort kein Gegenstück.
AmunRa: ohne Schweizer Bewilligung
AmunRa gehört zu den Anbietern, die in der Schweiz ohne Bewilligung auftreten. Damit fehlt die Voraussetzung, unter der Sportwetten in der Schweiz veranstaltet werden dürfen; eine Bewilligung aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung (Artikel 4 des Geldspielgesetzes). Eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, und im Streitfall steht keine Schweizer Anlaufstelle bereit. Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS blockiert werden.
Bei diesen Angeboten ist eine Frage zentral, die mit Golf wenig zu tun hat und trotzdem über das Geld entscheidet: Wie kommt der Gewinn zurück. In der Schweiz dürfen Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto lauten, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet (Artikel 50 Absatz 2 der Verordnung zum Geldspielgesetz); anonyme Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Angebot nicht. Bei einem ausländischen Anbieter richtet sich die Auszahlung nach dessen eigenen Bedingungen, und die Kosten einer Auslandsüberweisung können bei einem kleinen Golfgewinn einen erheblichen Teil davon auffressen.
Wer die Rückzahlung im Blick behält und den Schweizer Zahlungsweg nicht braucht, findet dort ein Angebot. Wer einmal im Jahr CHF 20 auf einen Aussenseiter setzt, sollte vorher wissen, was der Rückweg kostet.
FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung
FortuneJack tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Die Veranstaltung von Sportwetten ist in der Schweiz auf Swisslos und Loterie Romande beschränkt, eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung (Artikel 4 des Geldspielgesetzes), und es besteht kein Anschluss an das Sperrregister. Eine Schweizer Anlaufstelle im Streitfall fehlt; die Domains können über die Sperrliste der Gespa blockiert werden.
Erwähnenswert ist bei dieser Gruppe eine Regel, die in der Schweiz keine Entsprechung hat: Das Schweizer bewilligte Angebot kennt keine Kredite an Spieler (Artikel 75 Absatz 1 des Geldspielgesetzes). Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte sich vergewissern, was dessen Bedingungen zum Spiel auf Kredit oder mit geliehenem Guthaben sagen — bei Auslandsangeboten ist das nicht überall gleich geregelt.
Wer den Schweizer Schutzrahmen nicht sucht und ein internationales Programm bevorzugt, mag dort fündig werden. Das Schweizer Modell findet dort nicht statt.
Rainbet: ohne Schweizer Bewilligung
Rainbet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Damit gilt die Grundregel des Geldspielgesetzes: Sportwetten dürfen in der Schweiz nur von Swisslos und Loterie Romande veranstaltet werden, und eine Bewilligung aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung (Artikel 4). Kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Anlaufstelle im Streit, und die Möglichkeit, dass die Domains über die Sperrliste der Gespa blockiert werden.
Die Blockade hat eine Eigenheit, die man kennen sollte: Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt. In der Schweiz nützt eine DNS-Sperre also wenig gegen einen Anbieter, der eine neue Adresse nachschiebt — sie erschwert den Zugang, sie verhindert ihn nicht. Wer sie als vollständige Schranke versteht, versteht sie falsch.
Wer bei Rainbet ein Golf-Major begleiten will, findet ein internationales Programm ohne die Schweizer Voraussetzungen. Wer Limiten vor der ersten Wette und eine Sperre mit Folgen sucht, wird sie dort nicht finden.
Was ein Golfgewinn in der Schweiz kostet
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommensteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der bundesrechtliche Schwellenwert liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400). Darüber hinaus behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer zurück, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Ein üblicher Wetter gewinnt weit unter dieser Grenze: keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn.
Der kantonale Schwellenwert weicht vom bundesrechtlichen ab; hier gilt «je nach Kanton». Wer über den Wert hinauskommt, sollte eine Steuerberaterin oder das kantonale Steueramt fragen, statt aus einer Tabelle zu lesen. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht — wer mit einer solchen rechnet, rechnet mit etwas, das es nicht gibt. Für Gewinne von ausländischen Anbietern gilt die Verrechnungssteuer nicht, dafür kann die kantonale Praxis sie als steuerbares Einkommen behandeln, im Kanton Thurgau unabhängig von der Höhe.
Häufige Fragen zum Golfwetten in der Schweiz
Dürfen Schweizer Veranstalter überhaupt Wetten auf Golfturniere anbieten, und was hat es mit der Gespa-Liste auf sich?
Ja, aber nur im Rahmen der bewilligten Palette. Die Gespa führt die Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 10.09.2026. Golf steht dort über die bewilligten Wettbewerbe; Qualifikationsrunden und Frauen-Wettbewerbe nur, soweit sie gelistet sind, Ranglisten-Wetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet.
Wie liest man eine Quote auf den Turniersieger bei einem Feld mit über hundert Spielern?
Als Preis für eine von vielen Möglichkeiten. Je mehr Namen quotiert werden, desto mehr Positionen muss der Markt bedienen, und desto mehr Behalt bleibt in der Auszahlungsquote hängen. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit 1.90/1.90 sind es rund 4,8 %; bei einem Major-Siegermarkt liegt der Anteil spürbar höher, abhängig von der Feldgrösse.
Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Rückzahlungsbetrag ist der Einsatz multipliziert mit der Quote, der Nettogewinn der Einsatz multipliziert mit der Quote minus eins. Aus CHF 20 bei Quote 4.00 werden CHF 80 zurückgezahlt, davon CHF 60 Gewinn. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einer gemeinsamen Quote multipliziert.
Was bedeutet die Marge, und warum ist ein Favorit kein sicherer Sieger?
Der Quotenschlüssel gibt an, welchen Anteil aller Einsätze ein Markt zurückzahlt; er ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten. Die Marge ist 100 % minus diesen Anteil. Sie fällt unabhängig vom Ausgang an — ein Favorit ist eine Einschätzung vieler Marktteilnehmer und kein Ergebnis, und kein Vorwissen ändert etwas an einem Ausgang, den noch niemand kennt.
Welche Verlustlimiten sind vor der ersten Wette nötig, und wie beantragt man eine Spielsperre?
Bei Sporttip müssen vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000; Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden. Die Spielsperre läuft bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage ohne vorzeitige Aufhebung; unbefristet eingetragen gilt sie schweizweit auch für Casinos und in Liechtenstein.
Wie werden Gewinne besteuert, und was gilt beim Steuerfreibetrag?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Freibetrag je Einzelgewinn einkommensteuerfrei; der Bundesschwellenwert liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, 2025 bei CHF 1’070’400. Darüber behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer zurück, rückforderbar über die Steuererklärung. Der kantonale Freibetrag weicht ab, deshalb gilt «je nach Kanton».
Sportarten – quotenerklaert
Inhalt erstellt vom Team «quotenerklaert»
