Online Wettanbieter mit Gratiswette im Vergleich: Bewilligung vor Bonusbetrag

Updated Oktober 2026
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Ein Tischfussballtisch steht in einem leeren Raum, auf dem grünen Spielfeld liegt eine einzelne Kugel im Licht eines Fensters.

Aktualisiert am Oktober 29, 2026 — Bewilligungsangaben geprüft gegen die Bewilligungen und die Aufsichtsdaten der Gespa.

Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» der Loterie Romande lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen.

Wer in der Schweiz nach einer Gratiswette sucht, landet schnell bei einer Zahl, die vielversprechend aussieht und wenig über den tatsächlichen Wert aussagt. Die Höhe des Guthabens steht in der Anzeige, ihre Bedingungen stehen im Kleingedruckten. Wer einen Franken einsetzt und einen Gratisfranken zurückbekommt, hat nichts gewonnen, sondern nur einen Franken mehr riskiert, wenn er sich danach richtet. Vergleichsmassstab sind hier deshalb Bewilligung, Mindestquote, Verfallsfrist und Auszahlungsregel einer Aktion — die vier Grössen, die darüber entscheiden, ob aus einem Geschenk eine Verpflichtung wird.

Die zehn Anbieter in der Übersicht

Der Schweizer Markt ist kein Markt mit zehn gleichwertigen Teilnehmern. Er hat zwei zugelassene Veranstalter, und daneben stehen acht Namen, die viele Spielende trotzdem kennen. Diese Gegenüberstellung führt beides zusammen, ohne die beiden Gruppen zu vermischen — die Tabelle sagt nur, wer unter welchem Titel auftritt.

Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Betwinner ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe: nicht festgestellt
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe: nicht festgestellt
BetFury ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe: nicht festgestellt
Roobet ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe: nicht festgestellt
1xBet ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe: nicht festgestellt
Funbet ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe: nicht festgestellt
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe: nicht festgestellt
22Bet ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe: nicht festgestellt

Zwischen der ersten und der dritten Zeile liegt der ganze Unterschied. Die obere Hälfte steht für ein System, in dem eine Aufsichtsbehörde die Aktionen vorgängig prüft, die untere für acht Plattformen, deren Domains auf einer Sperrliste landen können. Wer die zehn Zeilen als Rangfolge liest, liest sie falsch herum: Die Bewilligung ist das erste Kriterium und nicht das letzte, und sie lässt sich nicht mit einer Quote oder einem Bonus aufrechnen. Eine Liste, die zwei bewilligte Veranstalter neben acht nicht bewilligte stellt, hat deshalb keine Reihenfolge, sondern eine Grenze — sie verläuft dort, wo das Schweizer Recht aufhört, für eine Plattform zu gelten.

Was eine Gratiswette eigentlich ist

Gratisspielguthaben und Freiwette — zwei Dinge, die dieselbe Rechnung haben

Der Markt sagt Gratiswette, Freiwette oder Gratisguthaben, das Gesetz sagt Gratisspielguthaben. Die Begriffe meinen nicht dasselbe, und der Unterschied kostet Geld. Eine Freiwette ist ein Einsatz, den man nicht selbst bezahlt: Man wählt eine Quote, setzt den Betrag, und wenn die Wette aufgeht, fliesst nur der Gewinn zurück — der Einsatz dieser Wette nicht. Wer sie verliert, verliert den Einsatz, aber auch nichts anderes, weil er ihn nie eingezahlt hat.

Bei einem regulären Einsatz dagegen kommt Einsatz plus Gewinn zurück. Zwischen diesen beiden Fällen liegt keine Feinheit, sondern ein Faktor. Bei Quote 2.00 zahlt die normale Wette für einen Einsatz von CHF 10 insgesamt CHF 20 aus, die Freiwette mit demselben Betrag nur CHF 10. Gleiche Quote, halber Ertrag. Das ist keine versteckte Klausel, sondern die Natur der Sache — nur ist sie auf der Marketingseite selten die erste Information.

Dazu kommt ein zweiter Begriff, der in der Schweiz fast nur bei den bewilligten Veranstaltern auftaucht: das Gratisguthaben, das pro Aktionsabend einmal vergeben wird, in einem definierten Zeitfenster gültig ist und nicht auszahlbar bleibt. Es sitzt in derselben Rechnung wie die Freiwette, wird aber anders erklärt — und muss es auch, weil hier kein Auszahlungsanspruch entsteht.

Was eine Freiwette wert sein kann — und woran der Wert hängt

Der Wert einer Freiwette lässt sich abschätzen. Man nehme die Aktionsbedingungen, die bei der Loterie Romande stehen: CHF 10 Spielguthaben, das nicht auszahlbar ist. Als Beispiel ein Zwei-Weg-Markt mit Quoten von je 1.90 — eine illustrierte Quote, kein quotierter Preis, und sie stammt aus keiner Anbieterangabe.

Unter der Annahme, dass nur dieser Guthabenbetrag gewettet wird, liegt der durchschnittliche Wert dieses Guthabens je nach Auszahlungsquote des Marktes im Bereich zwischen rund CHF 2.60 und CHF 3.20. Die Spanne ist die Aussage, nicht die Mitte. Sie hängt an zwei Grössen: an der Quote, die tatsächlich gespielt wird, und an dem Anteil der Einsätze, den der Markt an die Wettenden zurückzahlt. Wer mit einer höheren Quote spielt, muss die Freiwette deshalb nicht besser treffen — er setzt im Fehlfall nichts Zusätzliches aufs Spiel, nur weil die Wette ambitionierter ist. Das ist der eine Punkt, an dem die Freiwette mechanisch Vorteile hat.

Und es ist ein statistischer Durchschnitt, kein Ergebnis, das ein einzelner Wettschein erzielt. Die Wette gewinnt oder sie gewinnt nicht; der Wert oben beschreibt, was unter diesen Annahmen über viele vergleichbare Wetten hinweg zu erwarten wäre. Kein Auszahlungsversprechen, keine Gewinnaussicht für den einzelnen Schein.

Der dritte Begriff, der in die Rechnung hineinspielt, ist die Quote, zu der die Aktion überhaupt eingelöst werden darf. Eine Mindestquote von 1.50 ist genau das — eine Bedingung, keine Empfehlung. Sie verhindert, dass ein Gratisguthaben auf einen Au-Pass-Ergebnis mit Quote 1.05 gesetzt wird. Wo diese Grenze liegt, entscheidet über den Wert, und sie gehört in den ersten Satz einer Aktionsbeschreibung statt in eine Fussnote.

Grundlagen: Quote, Kombiwette, Cash-Out — was die Zahl nicht sagt

Der Gewinnbetrag ist geregelt, der Quotenschlüssel nicht

Wer verstehen will, was ein Gratisguthaben wert ist, muss wissen, wie aus Einsatz und Quote ein Gewinnbetrag entsteht. Bei Sporttip gilt dafür eine klare Formel: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten, danach zwei Nachkommastellen aufgerundet und schliesslich auf fünf Rappen genau abgerundet. Es ist eine der wenigen Stellen in diesem Geschäft, an der ein Bruchteil eines Prozents geregelt ist.

Ein Torwarthandschuh liegt im Strafraum auf frisch gemähtem Rasen, dahinter das leere Tor im Gegenlicht.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50.

Nicht geregelt ist, was der Buchmacher auf jeden eingesetzten Franken behält. Die Auszahlungsquote eines Marktes ergibt sich aus eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten; der Rest ist der Quotenschlüssel-Abzug, den der Markt einbehält. Wer diese Grösse kennen will, muss rechnen — sie steht auf keinem Wettschein und in keinem Bonus-Text. Deshalb ist der Hinweis auf die Quote so wichtig: Jede Erhöhung wirkt wie ein Fernrohr, das den Ertrag vergrössert, während der Abzug pro Markt derselbe bleibt.

Kombiboost: 5 % bei vier Voraussagen, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn

Der Sporttip-Kombiboost ist das beste Beispiel dafür, wie eine Erhöhung aussieht, wenn sie nicht an der Einzahlung hängt. Er gilt ausschliesslich online, im Prematch, in der Live-Wette und in Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Wer eine reine Dreierkombination spielt, bekommt gar keine Erhöhung. Das ist die entscheidende Einsicht: Die günstigste Kombination in dieser Staffel ist nicht die kleinste, sondern die erste, die die Bedingung erfüllt — vier Voraussagen. Alles darunter fällt aus der Zusage heraus, egal wie attraktiv die einzelnen Quoten sind. Und 100 % auf den Nettogewinn klingt nach einer Verdopplung, bis man sieht, dass diese Stufe bei fünfzehn Voraussagen liegt, die jede für sich mindestens 1.50 tragen muss. Das ist kein Nutzen, der dort anfällt, wo die meisten Wettenden tatsächlich spielen.

Getrennt davon stehen die Quotenboosts: Sie gelten nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage, und sind pro Wettenden nur einmal nutzbar — in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost mit einer Live-Wette kombinieren will, verliert also die eine Seite der Gleichung, während er die andere zieht.

Wichtig bleibt die Unterscheidung zum Guthaben: Ein Kombiboost ist kein Guthaben und keine Freiwette. Er zahlt sich nur aus, wenn die Kombination aufgeht, und er erhöht den Ertrag des Gewinns, nicht den Einsatz. Wer das verwechselt, plant mit einem Budget, das nie zur Verfügung steht.

Cash-Out: vollständig oder gar nicht

Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, im Prematch und live, aber ausschliesslich für Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der ausgezahlte Betrag liegt tiefer als der mögliche Wettgewinn bei normalem Ablauf, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden.

Das ist kein Merkmal, das einen Anbieter von einem anderen unterscheidet — es beschreibt, was Cash-Out als Funktion ist: ein teilweiser Verzicht auf ein mögliches, aber unsicheres Ergebnis, bezahlt mit einem Abschlag. Der Abschlag ist die Gegenleistung, und wer ihn nicht akzeptiert, spielt die Wette aus.

Was mitspielt, wenn eine Wette in ein Ereignis rutscht

Ein paar Regeln entscheiden darüber, ob eine Wette überhaupt zählt. Bei Sporttip gilt die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Livewetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Fällt ein Ereignis aus und wird nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Nicht eingelöste Gewinne verfallen nach 26 Wochen zugunsten des Swisslos-Zwecks, und eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief erhoben werden.

Für eine Freiwette ist die letzte Frist die wichtigste. Ein Guthaben, das bis zu einem Stichtag eingesetzt werden muss, und ein Gewinn, der danach noch 26 Wochen eingelöst werden kann, sind zwei verschiedene Uhren. Wer nur die erste kennt, hat bereits die Hälfte der Bedingungen übersehen. Der umgekehrte Fall ist der häufigere: Das Guthaben läuft ab, während der Gewinn verfällt, obwohl niemand ihn verloren hat. Was nie auszahlbar war, kann auch nicht verjähren — es war einfach nie Geld.

Rechtslage: Ohne Bewilligung kein Gratisguthaben

Zwei Veranstalter — und sonst niemand

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, und werden von der Gespa beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Wer sie nicht hat, veranstaltet ohne Zulassung.

Ein Holzsteg führt über einen klaren Bergbach, im Hintergrund Wiesen und steile Hänge im Morgenlicht.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Deshalb gibt es keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher. Es gibt sie nicht, weil es sie auf dem Schweizer Markt nicht gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Wer eine Schweizer Bewilligung sucht, sucht also nicht lange: Er findet keine dritte.

Die beiden Veranstalter teilen sich das Land geografisch auf. Swisslos und sein Produkt Sporttip bedienen die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis im jeweiligen Gebiet des Veranstalters. Wer in der Deutschschweiz wohnt, hat also kein Konto bei der Loterie Romande — und wer in der Westschweiz wohnt, keines bei Sporttip. Das ist keine Bequemlichkeit des Anbieters, sondern der Zuschnitt des Bewilligungssystems, und es macht die Wahl für viele Leser zu einer Frage von einer Option statt von zehn.

Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Das ist die eine Seite der Bewilligung, die sich nicht in einer Quote messen lässt, und die einzige, bei der beide Veranstalter identisch dastehen.

Weshalb eine Gratiswette zuerst die Aufsicht fragen muss

Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen in der Schweiz die vorgängige Zustimmung der Gespa. Das ist keine Formalie. Es bedeutet, dass eine Aktion, die ein Guthaben ohne Einzahlung verspricht, nicht aus einer Marketingabteilung kommt, sondern durch ein Verfahren gegangen ist. Wer eine Aktionsbedingung liest, liest am Ende also den Text, der bei der Aufsicht vorlag — eine der wenigen Stellen im Markt, an denen Anbieterkopie und Aufsichtstext identisch sind.

Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» der Loterie Romande zeigt, wie eng eine solche Zustimmung zugeschnitten sein kann: Sie lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen. Wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben — insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig und nicht auszahlbar. Das ist keine Grossaktion, und die Bedingungen zeigen, dass sie es auch nicht sein soll.

Aus der Begrenzung auf zwei bewilligte Veranstalter folgt etwas, das diese Seite nicht überspielt. In der Schweiz gibt es kein Dutzend Gratiswetten zur Auswahl. Wer eine will, wählt zwischen einer kleinen Handvoll eng begrenzter Aktionen — und muss sich zuerst fragen, welcher Veranstalter für seinen Wohnkanton überhaupt zuständig ist. Was ein bewilligter Anbieter anbietet, hat Grenzen. Aber diese Grenzen sind geprüft.

Spielschutz: Wogegen ein Gratisanreiz abgesichert ist

Ein Guthaben verändert nicht, was gewonnen werden kann. Es ändert nur, wer etwas riskiert. Genau deshalb bleibt alles in Kraft, was die Bewilligung vorschreibt, auch wenn kein Franken aus dem eigenen Portemonnaie gesetzt wird: Verlustlimiten, Pausen und Sperren gelten unverändert. Wer das Guthaben in sein Budget einrechnet, rechnet mit einem Puffer, der nicht existiert.

Verlustlimiten: 1, 7 und 30 Tage, Oberlimite CHF 9’999

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen — Oberlimite CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Der Rahmen wird vom Spielenden gesetzt, nicht von einer Behörde. Genau das macht ihn schwach und stark zugleich — stark, weil ein einmal gesetzter Wert verlässlich gilt; schwach, weil die Erhöhung nur drei Tage entfernt ist. Wer eine Limite als eiserne Reserve versteht, versteht sie falsch. Sie ist ein Veto, das man selbst einlegt und selbst wieder aufheben kann.

Die Loterie Romande erlaubt Einzahlungen auf das Spielerkonto von höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage und ein Wallet-Guthaben von höchstens CHF 10’000. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist bei beiden Veranstaltern nicht auszahlbar.

Spielsperre und das gemeinsame Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann nach drei Monaten aufgehoben werden, mit Beteiligung einer Fachstelle; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Die Kehrseite steht im Gesetz: Ausgeschlossene und minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das ist die schärfste Kante des Systems. Eine Spielsperre ist kein Pausenschalter, sie ist ein Rechtsakt — und wessen Sperre wirksam ist, verliert mit dem Guthaben auch den Anspruch darauf. Wer nach dem Ende der Sperre wieder spielen will, sollte vorher klären, welcher Status im Register steht.

Der Befund: Kontrollen am Verkaufspunkt sind schwach

Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch: An Verkaufsstellen wurde 200 Mal der Versuch unternommen, eine Sportwette an eine minderjährige Person zu verkaufen — in 47.5 % der Fälle war er erfolgreich. Diese Zahl sollte niemand überlesen. Sie sagt, dass die Kontrolle am physischen Verkaufspunkt etwa die Hälfte der Zeit hält. Sie steht hier nicht, um den Online-Schutz zu relativieren, sondern weil sie erklärt, warum die Verlagerung ins Konto die bessere Sicherung ist — und warum die blosse Erinnerung an die Verantwortung des Personals zu wenig trägt.

Kosten: Was ein Gratisanreiz den Leser kostet

Vor der ersten Wette: Limiten oder kein Zugang

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer unter 18 ist, ist ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Ohne diese Voraussetzungen ist die bewilligte Plattform nicht zugänglich. Für eine Swisslos- oder Loterie-Romande-Aktion braucht es Wohnsitz im jeweiligen Gebiet; wer ausserhalb liegt, hat dort kein Konto. Und ohne Registrierung mit Verifikation gibt es keine Aktion. Wer eine Freiwette sucht, beginnt deshalb nicht bei der Aktion, sondern bei der Frage, ob sein Wohnkanton zu einem der beiden Veranstalter gehört. Wer dort nicht hingehört, findet im bewilligten Markt keine Alternative.

Was für den Einzahlungsbetrag nötig ist

Bei Swisslos läuft das Spielguthaben im Wallet, das per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein aufgeladen wird, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. PostFinance Pay steht als Zahlungsart zur Verfügung, bei der die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.

Für ein Gratisguthaben aus einer Aktion ist dieser Weg nicht nötig. Aber für jeden Betrag, mit dem später gewettet wird, gelten Mindestbetrag und Grenze — und der Mindestbetrag ist so hoch, dass eine Aktion mit CHF 10 Guthaben nur dann Sinn ergibt, wenn ohnehin ein substanzieller Betrag im Wallet liegt. Der eigentliche Wert einer Aktion verschiebt sich dadurch: Es sind nicht CHF 10 Guthaben, sondern CHF 10, die auf ein Konto mit mindestens CHF 20 Einzahlung treffen. Deshalb ist die Frage nicht, wie gross das Guthaben ist, sondern was sonst noch auf dem Konto liegen muss.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Ein Kontingent von CHF 10 liegt damit klar innerhalb des Rahmens — was heisst, dass ein Gratisguthaben die Limite nicht erzwingt, aber auch nicht erweitert. Es ist genau nicht mehr als ein zusätzlicher Franken Einsatz.

Was aus dem Guthaben herauskommt — und was nicht

Ein CHF-10-Guthaben und ein CHF-10-Gewinn sind zwei verschiedene Dinge, und die Wege aus dem Konto sind es auch. Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auszahlen; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Bei der Loterie Romande werden Gewinne bis CHF 1’000 netto direkt dem Wallet gutgeschrieben, darüber hinaus auf das Konto der angegebenen IBAN überwiesen; Gratisspielguthaben ist ebenfalls nicht auszahlbar.

Bei Swisslos schreibt das Kontosystem Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen. Im bewilligten Markt gibt es keine anonyme Auszahlung und keine Auszahlung an Dritte. Wer ein Gratisangebot als Einstieg nutzt, sollte also nicht erwarten, dass sich der Wert in Geld verwandeln lässt: Er bleibt Spielguthaben.

Steuern: der Freibetrag und die kantonale Praxis

Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; besteuert wird erst darüber. Auf Bundesebene liegt dieser Betrag ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab — je nach Kanton gilt eine andere Grenze, weshalb hier keine einzelne Kantonszahl steht. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer zurück; zurückgeholt wird sie über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung.

Bei einem Guthaben von CHF 10 ist das akademisch. Die relevante Aussage ist eine andere: Ein einzelner Gewinn bleibt für einen gewöhnlichen Wettenden weit unter der Schwelle, es fallen also weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Das gilt für Schweizer Wetten. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, werden aber in einzelnen Kantonspraxen — so etwa im Thurgau — als voll steuerbares Einkommen behandelt, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Konkrete Auskunft erteilt die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung.

Die beiden Schweizer Veranstalter im Vergleich

Swisslos Sporttip — der Deutschschweizer Weg mit dem grössten Zusatzprogramm

Der eine Weg in ein bewilligtes Wettkonto führt über Swisslos Sporttip. Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel; sie stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Sporttip ist der einzige der beiden Veranstalter, bei dem eine Gratiswette im engeren Sinn des Marktes in einer Kombination wiederkommt: Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50. Dazu kommen befristete Aktionen, Quotenboosts für Prematch-Einzelwetten und ein Cash-Out, das nur vollständig ausgeführt wird.

Was daran stört, ist die Staffelung. Die dritte Stufe beginnt bei zehn Voraussagen, die vierte bei fünfzehn — Volumen, die nur ein kleiner Teil der Wettscheine erreicht. Die Stufe, die ein durchschnittlicher Spieler tatsächlich erwischt, liegt bei vier Voraussagen und 5 %. Das ist kein Bonus, das ist ein Rundungsgewinn. Und wer drei Voraussagen spielt, bekommt gar nichts, obwohl die Kombination im Alltag kleiner und darum häufiger ist. Der wertvollste Teil des Programms liegt damit genau dort, wo die wenigsten Scheine landen. Mit 18 Jahren Zugang, einer Ein-Konto-Regel und einer Adressprüfung ist die Hürde zum Konto niedriger als der Weg zur höchsten Booststufe.

Loterie Romande Jouez Sport — der Westschweizer Weg mit der klarsten Aktion

Der andere Weg führt über die Loterie Romande und ihr Produkt Jouez Sport. Sie veranstaltet für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Ihre Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» ist das klarste Beispiel einer Freiwette in der Schweiz: CHF 10 Spielguthaben pro Aktionsabend, an 7 Aktionstagen zwischen dem 17. Dezember 2025 und dem 10. März 2026, 7’000 Stück insgesamt, 30 Tage gültig und nicht auszahlbar. Dazu kommen Einzahlungen von höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage und ein Wallet-Guthaben von höchstens CHF 10’000; Gewinne bis CHF 1’000 netto gehen direkt ins Wallet, Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar.

So viel ich an der Sparsamkeit schätze — keine Staffel, kein Umsatzziel, keine Quote —, so klar ist die Schwäche: Ein Aktionstag in einem Stadion, ein Kontingent von 7’000 Stück und ein Einlösefenster von sieben Tagen machen aus der Geste ein Nadelöhr. Wer an einem der sieben Abende im Stadion war und den Code innert einer Woche im verifizierten Konto eintrug, hatte CHF 10; wer zweimal nicht hinging, hatte nichts. Das ist keine Grosszügigkeit, die sich planen lässt, und keine Aktion, die einen Kontostand verändert. Ihr Vorteil liegt woanders: Sie ist die einzige Aktion dieser Grössenordnung in der Westschweiz, und sie erzeugt keine Umsatzverpflichtung und keine Mindestquote, die den Wert nachträglich wieder auffrisst. Wer im Einzugsgebiet wohnt und ohnehin im Stadion ist, nimmt sie mit. Wer wegen ihr ins Stadion ginge, hätte die Rechnung nicht zu Ende gemacht.

Acht Namen ohne Schweizer Bewilligung

Die folgenden acht Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung. Ein ausländisches Papier — aus Curaçao, Malta, von der deutschen Aufsicht oder aus einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft — aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Das ist der teuerste mögliche Ausgang einer Wette, und er trifft den falschen Beteiligten. Keiner der acht Anbieter ist an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, keiner untersteht der Schweizer Aufsicht. Ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa kommen: Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt.

Was hier nirgends steht, ist ein Urteil über eine Quote. Keiner dieser Anbieter wird auf dieser Seite als sicher bezeichnet, und keiner als legal im Schweizer Sinn. Wer bei einem von ihnen spielt, tut es in einem Rechtsrahmen, der nicht der schweizerische ist.

Betwinner — die internationale Breite, die hier keine Grundlage hat

Betwinner ist ein international bekannter Anbieter, der in der Schweiz ohne Bewilligung auftritt. Die Breite des Programms ändert daran nichts: Ein ausländisches Papier sichert keinen Schweizer Zugang zu einem Gericht und keinen Platz im schweizerischen Spielerschutzsystem. Als Referenz in dieser Gruppe steht der Name für die Plattformen, die ihre Attraktivität über die Angebotsvielfalt aufbauen — und deren Kosten nicht im Preis sichtbar sind, sondern erst eintreten, wenn ein Verfahren gegen den Anbieter läuft und Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Wer dort spielt, übernimmt das Risiko eines Ausgangs, den er nicht beeinflussen kann.

WirWetten — der deutschsprachige Name und die fehlende Bewilligung

Der deutschsprachige Name macht WirWetten für Schweizer Kunden leicht erkennbar, ändert aber nichts daran, dass keine Schweizer Bewilligung vorliegt. Wer eine inländische Plattform sucht, wird hier nicht fündig. Was bleibt, ist die Oberfläche in der eigenen Sprache; die Aufsicht ist nicht dieselbe. Ein Name, der vertraut klingt, ist kein Bewilligungsnachweis, und für einen Leser, der nach der Schweizer Rechtslage entscheidet, ist diese Verwechslung die teuerste Form der Bequemlichkeit.

BetFury — Casino und Wetten, ohne Schweizer Massstab

BetFury verbindet Casino- und Wettbereiche, tritt in der Schweiz aber ohne Bewilligung auf. Das ist kein Urteil über das Angebot, sondern über die Position, aus der heraus es gilt: Was im Casino-Bereich eines Anbieters läuft, hat mit den Schweizer Limiten für Sportwetten nichts zu tun. Spielerschutz ist hier Sache des Anbieters. Wer die Plattform dennoch nutzt, sollte den eigenen Grenzwert dort selbst setzen — und das ist eine schwächere Sicherung, als die Limite beim bewilligten Veranstalter.

Roobet — Bekanntheit ohne Schweizer Hintergrund

Roobet ist unter Spielenden ein bekannter Name, der aber ohne Bewilligung für die Schweiz auftritt. Bekanntheit ersetzt keine Bewilligung. Sie ersetzt auch keinen Anschluss an das Sperrregister, keinen Zugang zum schweizerischen Spielerschutz und keinen Schweizer Rechtsschutz. Das ist die verlässlichste Aussage, die sich über diesen Status treffen lässt — und für einen Vergleich reicht sie, um den Anbieter aus der Entscheidung zwischen Schweizer Veranstaltern herauszuhalten.

1xBet — der Sperrlisten-Klassiker und die Frage nach dem Ersatz

1xBet gehört zu den grossen internationalen Namen und läuft in der Schweiz ohne Bewilligung. Der Anbieter zeigt am deutlichsten, wie die Sperrliste in der Praxis arbeitet: Domains können blockiert werden und werden innert Stunden ersetzt; die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als betroffen. Was unter einer jeweils neuen Domain läuft, ist darum kein schwarz gehandeltes Sonderangebot, sondern ein unverändertes Programm ausserhalb der Schweizer Aufsicht. Für einen Leser ist die drängende Frage also nicht, ob 1xBet zu erreichen ist, sondern welche Zahlungswege und welches Recht bei einem Streit zur Verfügung stehen. Die zweite Hälfte dieser Frage beantwortet keine neue Domain.

Funbet — junge Marke, gleicher Status

Funbet tritt als vergleichsweise junge Marke auf. Am bewilligungsrechtlichen Status ändert das nichts: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz. Junge Anbieter konkurrieren häufig über sichtbare Konditionen, während die Bedingungen für Streitfälle und Auszahlungen weniger Beachtung finden. Genau die sollte man vor dem ersten Einsatz lesen, denn bei einem neu auftretenden Namen fehlt die Erfahrung anderer Nutzer als Korrektiv.

Rainbet — ein Name aus dem Casino-Umfeld

Rainbet stammt aus dem Casino-Umfeld und bietet inzwischen auch Wetten an. Diese Kombination ist typisch für moderne Plattformen: eine vertraute Oberfläche, ein Angebot aus zwei Regelkreisen, keine Schweizer Bewilligung. Wer solche Seiten nutzt, sollte im Auge behalten, dass beide Bereiche ausserhalb des schweizerischen Geldspielrechts stehen — und dass sich eine Sportwette nicht nach den Bedingungen richtet, die für einen Casino-Bereich formuliert sind.

22Bet — breite Plattform ohne Schweizer Zulassung

22Bet gehört zu den breit aufgestellten Plattformen und tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Was ein Betreiber ausländischer Domains nach aussen verpflichtet, hängt an einem anderen Rechtsrahmen; für Schweizer Spielende bleibt der Nutzen begrenzt. Es gibt keine Schweizer Aufsicht über die Aktionen, keine Limite, die vom hiesigen Recht verlangt wird, und keine Sperrregister-Verknüpfung. Wer trotzdem spielt, sollte vor dem ersten Franken wissen, an welche Stelle er sich bei einem Streit wenden könnte.

Wie diese Einordnung gelesen werden sollte

Zwischen den beiden Schweizer Veranstaltern und den acht ausländischen Namen liegen nicht zwei Grade derselben Sache, sondern zwei Rechtsräume. Die erste Gruppe bietet Sportwetten unter einer Schweizer Bewilligung an, mit einer begrenzten Liste erlaubter Sportarten und Wettarten, einem vorgängig geprüften Aktionskatalog, einer Wohnsitzvoraussetzung und einer Verifikation des Kontos. Die zweite bietet ein Angebot, das in der Schweiz nicht bewilligt ist — verbunden mit einer möglichen Sperrung der Domain, ohne Anschluss an ein Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsschutz.

Wer hier sucht, sucht meist einen bestimmten Betrag. Die verlässlichste Orientierung liefert dieser Betrag nicht. Zuerst kommt die Bewilligung, dann die Frage, ob der eigene Wohnsitz überhaupt in das Gebiet eines Veranstalters fällt, dann die Limiten — und erst danach die Aktionsbedingungen. Ein Guthaben von CHF 10, das an einen Code aus dem Stadion gebunden ist und 30 Tage gilt, und ein Kombiboost, der erst ab vier Voraussagen greift, sind zwei verschiedene Dinge aus zwei verschiedenen Häusern. Wer wissen will, was eine Aktion wert ist, muss ihre Bedingungen lesen, ihre Mindestquote finden, ihre Frist im Kalender markieren und wissen, dass der Einsatz im Gewinnfall nicht zurückkommt. Eine Zahl allein bewegt selten etwas.

Häufige Fragen zu Gratiswetten in der Schweiz

Was ist eine Gratiswette, und wird der Einsatz bei einem Gewinn zurückgezahlt?

Eine Freiwette ist ein Einsatz, den der Wettende nicht selbst bezahlt. Fällt die Wette auf, kommt nur der Gewinn zur Auszahlung, der Einsatz bleibt beim Veranstalter. Bei einem regulären Einsatz dagegen fliesst Einsatz plus Gewinn zurück. Diese Regel ist der wichtigste Unterschied und der Grund, weshalb eine Freiwette aus gleicher Quote nur einen niedrigeren Ertrag erzielt.

Welche Mindestquote verlangt der Sporttip-Kombiboost, und wie viele Voraussagen braucht er?

Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Gibt es bei Swisslos oder der Loterie Romande überhaupt eine Gratiswette, und was war die Aktion in den National-League-Stadien?

Beide Veranstalter bieten nur wenige, eng begrenzte Aktionen an. Die Loterie Romande führte vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen «JouezSport – Patinoires et Stades» durch: Wer innert 7 Tagen den in den Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben, 30 Tage gültig und nicht auszahlbar, insgesamt 7’000 Stück.

Warum bedarf eine Gratiswette in der Schweiz der vorgängigen Zustimmung der Gespa?

Gratisspiele und Gratisguthaben sind nach dem Geldspielgesetz an die vorgängige Zustimmung der Aufsicht gebunden. Die Gespa prüft eine Aktion, bevor sie läuft. Deshalb sind Aktionen der bewilligten Veranstalter eng begrenzt und in ihren Bedingungen vollständig dokumentiert — ein unkontrolliertes Gratisangebot gibt es im bewilligten Markt nicht.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Freiwette im Vergleich zu einer normalen Wette aus Einsatz und Quote?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten. Bei einer normalen Wette kommt zusätzlich der Einsatz zurück, bei einer Freiwette nicht. Bei Quote 2.00 bringt ein Einsatz von CHF 10 als normale Wette CHF 20 zurück, als Freiwette dagegen nur CHF 10.

Was gilt bei Gratiswetten ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, und wie wirkt die Sperrliste?

Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft. Acht hier gelistete Anbieter treten ohne Schweizer Bewilligung auf, sind nicht an das Sperrregister angeschlossen und bieten keinen Schweizer Rechtsschutz. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains, blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt.

Inhalt erstellt vom Team «quotenerklaert»