Cricket wetten in der Schweiz: zwei Veranstalter, eine geschlossene Sportartenliste und eine Marge, die niemand anzeigt
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026 · Bewilligungsangaben geprüft gegen die Veranstalterbewilligungen und die Sportartenliste der Gespa sowie die Teilnahmebedingungen von Swisslos und der Loterie Romande.
Cricket ist eine gute Schule für jeden, der Wetten ernst nimmt. Ein Test-Match läuft fünf Tage, drei Sessions pro Tag, dazwischen Regen, Tee und Neuberechnungen. Ein Spiel kann nach 100 gefallenen Wickets unentschieden stehen und trotzdem keinen Sieger haben. Und mitten in dieser Tür steht in der Schweiz ein Zaun, den viele erst bemerken, wenn sie ihn berühren: Sportwetten dürfen hier nur zwei Veranstalter anbieten, beide gehören den Kantonen, und ob Cricket in ihrem Wettprogramm auftaucht, entscheidet nicht der Veranstalter allein.
Wer heute bei einem Suchtreffer landet und ein Cricket-Welcome-Paket sieht, sieht in aller Regel kein Schweizer Angebot. Das ist keine Petitesse. Es entscheidet, ob es einen Ausschlussregister-Eintrag gibt, der für einen selbst gilt, ob Gewinne in die Steuererklärung gehören und an wen man sich wendet, wenn eine Auszahlung nicht kommt. In diesem Text geht es deshalb nicht um die Frage, ob Cricket spannend ist. Es geht darum, was ein Cricket-Wettschein hier kostet — an Einsatz, an Stillstand und an Chancen, die ein Buchmacher einbehält, ohne sie je anzuschreiben.
Eine Zahl vorab, weil sie den ganzen Text trägt. Nehmen wir einen Markt mit zwei Ausgängen, beide zu Quote 1.90 — eine Rechnung, kein Angebot. Der Quotenschlüssel liegt dann bei ungefähr 52,6 %, die Marge also bei etwa 5,4 %. Von jedem Franken, der auf diesen Markt fliesst, bleiben rund 5,4 Rappen beim Buchmacher, bevor ein einziger Ball geworfen wurde. Bei einem 50-Over-Spiel mit rund 300 Bällen passiert das nicht einmal, sondern einige hundert Mal.
Wie Cricket im Schweizer Markt eingeordnet wird
Gesucht wird nach cricket wettquoten, nach Bonus und vor allem nach Live-Wetten. Die Reihenfolge dieser Wünsche sagt schon, wie die Erwartung aussieht: Man will mitspielen, während das Spiel läuft, und man will einen Bonus, der den Einstieg verbilligt. Beides stösst in der Schweiz auf denselben Zaun.

Cricket selbst besteht aus zwei Mannschaften mit je 11 Spielern, einem Spiel mit zwei oder vier Innings und einem Over aus sechs regulären Bällen. Mehr braucht man für die erste Stunde nicht. Wer diese drei Grössen verwechselt, verwechselt später auch Märkte: Ein Over-Wetten-Markt läuft eine halbe Stunde, ein Innings-Markt eine Sitzung, ein Siegwetten-Markt fünf Tage, und ein Live-Wettschein auf das eine kann verfallen, während das andere noch offen ist.
Die Grundbegriffe, die man für Quoten wirklich braucht, sind aber andere als die für das Spiel. Zwei Mannschaften, zwei Innings oder vier — und eine Quote, die an jedem Punkt dieser Zeit anders aussieht.
Was ein Wettschein am Ende zurückzahlt
Die Rechnung, die man auf einem Cricket-Wettschein tatsächlich wiederfindet, ist unspektakulär. Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn ist Einsatz mal Quote minus eins. Bei einem Einsatz von CHF 20 und Quote 2.10 kommen also CHF 42 zurück, davon CHF 22 als Gewinn. Der Leser, der das einmal selbst gerechnet hat, hört auf, die Prozentzahlen in der Werbung zu glauben.

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Teile zu einem Preis. Zwei Cricket-Märkte zu 1.90 und 1.90 ergeben 3.61. Der Gewinn ist grösser als bei einer Einzelwette, und die Zahl der Möglichkeiten, an denen die Wette scheitern kann, wächst im gleichen Mass. Das ist keine Warnung, sondern Arithmetik: Man multipliziert nicht nur die Quoten, sondern auch die Bedingungen.
Limiten, die vor der ersten Wette stehen
Bei Sporttip beginnt der Mindesteinsatz bei CHF 1. Der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Wer die Formate kennt, erkennt sofort, worauf diese Staffelung hinausläuft. Ein 50-Over-Spiel produziert mehr einzelne Ereignisse als jedes Fussballspiel, also passen mehr Märkte in einen kleinen Einsatz. Der Deckel von CHF 1’000 pro Wette bedeutet für einen gut betuchten Cricket-Fan mit einer starken Überzeugung: Selbst mit fünf Kombinationen auf fünf Märkte desselben Tages kommt er nicht über ein paar tausend Franken Position hinaus, und ein Systemwettschein ist das einzige Instrument, das die Grenze wirklich nach oben verschiebt.
¹ Das ist der Punkt, an dem die Cricket-Leidenschaft auf die Schweizer Realität trifft.
Sporttip und Jouez Sport im Vergleich mit zehn Anbietern
Zehn Namen stehen hier, und zwei davon dürfen das, was alle zehn zu tun scheinen. Das ist die ganze Struktur des Vergleichs. Der Rest ist in der Schweiz ein Angebot ohne Bewilligung, und das ist keine Formalie, sondern wirkt sich auf drei Dinge aus, die einen Betroffenen im Streitfall wirklich treffen: kein Eintrag im Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht und keine Schweizer Gewinnbesteuerung.
Woher die Bewilligung kommt — und wer keine hat
Der ehrliche Ort dieser Antwort in der Schweiz ist ein Register und keine Rangliste. Dieses Register enthält zwei Namen.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel im Swisslos-Vertragsgebiet | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel in der Westschweiz | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz bekannte Bewilligung, ohne Wirkung in der Schweiz |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz bekannte Bewilligung, ohne Wirkung in der Schweiz |
| bet-at-home | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz bekannte Bewilligung, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz bekannte Bewilligung, ohne Wirkung in der Schweiz |
| ZotaBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz bekannte Bewilligung, ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz bekannte Bewilligung, ohne Wirkung in der Schweiz |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz bekannte Bewilligung, ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz bekannte Bewilligung, ohne Wirkung in der Schweiz |
Zwei Zellen, acht gleiche. Eine Spalte, die achtmal dasselbe sagt, ist trotzdem nützlich, wenn der gleiche Wert die eigentliche Aussage ist. Hier ist er es: Es gibt in der Schweiz keinen dritten Sportwetten-Veranstalter, den man in eine Rangliste aufnehmen könnte, und keine Aufsichtsbehörde, die einen zweiten prüft. Wer eine Tabelle mit zwölf bewilligten Schweizer Marken findet, hat eine Tabelle mit ausländischen Marken gefunden und eine Überschrift dazu.
Ein Vergleich über diese Grenze hinweg bleibt trotzdem sinnvoll, weil Schweizer Spielende den ausländischen Marken begegnen — über Werbung, über Sponsoring, über Suchtreffer. Man sollte nur wissen, auf welcher Seite welcher Wettschein liegt.
Cricket live wetten: was die Bewilligung dazu sagt
Live-Wetten sind in der Schweiz erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, wo der Veranstalter eine Entscheidung hat, die es ihm gestattet. Das Gesetz über Geldspiele enthält keine Vorschrift, die Live-Wetten auf bestimmte Märkte einschränkt. Wer nach einer Liste verbotener Live-Märkte sucht, sucht etwas, das es nicht gibt.
Was es gibt, ist eine geschlossene Liste des Erlaubten — eine Sportartenliste der Gespa, die Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten festhält, in der Fassung vom 10.09.2026. Auf dieser Liste steht Cricket nur dann, wenn es auf ihr steht, und die Liste führt auch keine Eckball- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie genannt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie genannt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet — und Wetten auf Trainingsläufe nie.
Für den Cricket-Freund ist das die entscheidende Zeile des ganzen Textes. Es genügt nicht, dass ein Schweizer Veranstalter Cricket anbieten dürfte. Er darf es nur in dem Umfang, in dem die Liste Cricket mitführt, und welche Wettarten dort stehen, kann man nur in der Liste selbst nachsehen. Wer sich für einen Markt auf die Zahl der gefallenen Wickets oder auf einen einzelnen Over interessiert, sollte das vorher tun und nicht nachher.
Der andere Teil des Zauns: Ein Online-Konto bei Swisslos gibt es nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, also in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Und dort stehen sich die zwei Schweizer Möglichkeiten in einer Weise gegenüber, die kein Ranking abbilden kann: Es gibt keine Sporttip-Wette aus Genf und keine Jouez-Sport-Wette aus Zürich.
Was ein Vergleich nicht kann
Der ehrliche Vergleich endet dort, wo das eigene Konto beginnt. Er kann zwei Registrierwege nebeneinanderlegen, er kann Limiten und Auszahlungswege gegenüberstellen, aber er kann nicht die eine Marke küren, die für alle passt — die Produkte sind kantonal zugeschnitten und nicht global vergleichbar.
Der Hinweis, den man vor allem aus dieser Übersicht mitnehmen sollte: Ein Ranking unter Schweizer Marken und ein Ranking unter ausländischen Marken messen nicht dasselbe. Bei den zwei Schweizer Veranstaltern vergleicht man, was die Bewilligung erlaubt. Bei den übrigen vergleicht man, was ein Anbieter über sich selbst schreibt — und ob dieser Anbieter in der Schweiz überhaupt tätig sein darf, ist eine andere Frage.
Der Rechtsrahmen: was in der Schweiz tatsächlich erlaubt ist
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, unter dem Geldspielkonkordat in Kraft seit dem 1.1.2021. Die ESBK ist nicht die zuständige Behörde. Sie beaufsichtigt Casinos.
Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt — Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains. Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.
Der Blick auf die Zahlen macht deutlich, wie gross der Unterschied zwischen dem öffentlich-rechtlichen und dem privaten Modell hier ist. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, darunter Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.
Ob man das gut findet, ist eine Geschmacksfrage. Man kann den Sporttip-Anteil als Beitrag zum Sport lesen oder als schleichende Rückgangslinie, die zeigt, wohin die Spielenden abwandern.
Was gewettet werden darf
Wetten sind nur auf Sportereignisse möglich. Auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen lässt sich nicht wetten. Erlaubt ist eine geschlossene Liste: die Sportartenliste der Gespa mit Sportarten, Wettkämpfen und Wettarten, Fassung vom 10.09.2026 — Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, nie Wetten auf Trainingsläufe; Eckball- und Kartenmärkte sowie eine Esport-Sektion fehlen auf der Liste. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.
Das ist die eine Regel, die alle Cricket-Fragen des Lesers beantwortet, ohne dass man Cricket im Einzelnen kennt. Ob eine Indian Premier League, ob ein Test-Match, ob eine nationale Twenty20-Liga im Programm der zwei Veranstalter steht, ergibt sich aus der Liste und nicht aus der Popularität des Turniers.
Kein Schweizer Schutz ohne Schweizer Sitz
Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nach Auskunft des Bundesamts für Justiz nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fairplay-Kontrolle.
Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — Domain-Hopping. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste.
Was daraus für einen Betroffenen folgt, ist genau eine Zeile: Ein Wettschein auf einer gesperrten Domain lässt sich auf dem betroffenen Gerät nicht mehr öffnen, ohne dass sich am Guthaben auf dem Spielerkonto irgendetwas geändert hätte.
Was Werbung darf und was nicht
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Deshalb beschreibt dieser Text die ausländischen Marken und bewirbt sie nicht.
Für Gratisspielguthaben und Gratiswetten braucht es die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Beträge und Bedingungen eines Bonus stehen nur in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters, und eine zeitliche Werbebeschränkung nach Tageszeit gibt es in der Schweiz nicht.
Was Limiten und Pausen einem selbst nützen
Bei Swisslos muss vor der ersten Teilnahme jede Person Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Diese 72 Stunden sind die wichtigste Ziffer dieses Abschnitts. Nicht die 9’999, die kaum jemand erreicht, sondern die Wartezeit auf die eigene Rücknahme. Eine Verlustlimite, die man in derselben Minute wieder anheben kann, ist eine Dekoration. Eine, die drei Tage standhält, ist eine Bremse — und drei Tage sind bei einem Spiel, das bis zu fünf Tage dauert, ungefähr die halbe Partie. Wer sein Cricket-Wochenende danach ausrichtet, merkt den Unterschied.
Die Limiten kommen vom Spielenden, nicht vom Staat. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Von Gesetzes wegen wirkt eine Senkung sofort und eine Erhöhung nach 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Einen gesetzlich festgeschriebenen Einzahlungsdeckel gibt es in der Schweiz nicht. Wer aus dem Ausland eine Zahl wie «CHF 1’000 pro Monat gesetzlich» mitbringt, hat sie woanders gelesen.
Die Spielsperre
Die Spielsperre ist das schärfere Instrument. Erfasst werden überschuldete oder suchtgefährdete Personen sowie die Selbstsperre, und sie steht in einem gemeinsamen Register gesperrter Personen. Eine Selbstsperre lässt sich nach drei Monaten wieder aufheben, unter Beteiligung einer Fachstelle. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Hier ist die Detailtiefe kein Selbstzweck. Ein Cricket-Programm, das über Tage und Nächte läuft, ist genau die Form von Ereignis, bei der man sich selbst unwillkürlich ein «nur noch dieses Innings» anbietet. Die Sperre ist der einzige Mechanismus auf dieser Seite, der diese Verhandlung beendet, statt sie zu begleiten. Wer eine Wette platziert, während er sich gerade gesperrt hat, hat nach dem Gesetz keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn. Ob man das als hart empfindet, ändert nichts daran, dass es die Regel ist.
Wo man in der Schweiz Hilfe bekommt
Beratung und Notfallarbeit liegen bei den kantonalen Suchtberatungsstellen und ihren Präventionsfachstellen. Der Bund führt mit der Seite des Programms Spielsucht eine eigene Anlaufstelle für Spielende und Angehörige, und das Gespa-Register ist nicht der einzige Weg, sich selbst aus einem Konto auszuschliessen.
Ein Punkt gehört an diese Stelle deutlich gesagt. Die Gespa hat 2025 bei Testkäufen geprüft, ob an Verkaufsstellen Sportwetten an Minderjährige verkauft werden. In 200 Fällen wurde an einer Verkaufsstelle in 47,5 % der Fälle an eine minderjährige Person verkauft. 47,5 % ist keine Randnotiz, das ist fast jeder zweite Versuch. Der Online-Zugang ist strenger kontrolliert: Bei der Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer sich also auf «die Schweiz kontrolliert das streng» verlässt, verlässt sich auf die Online-Registrierung und nicht auf den Kiosk an der Ecke.
Spielplan und Spielformate
Der Cricket-Kalender ist nicht ein Kalender, sondern drei. Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Ein One-Day International umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings. Ein Twenty20 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten je Innings. Wer Cricket nur über T20 kennt, kennt die Hälfte des Angebots nicht.
Für den Wettenden ist die Frage nicht, welches Format schöner ist. Die Frage ist, wie lange sein Geld gebunden ist. Ein Test-Match erzeugt durstige Märkte, weil fünf Tage lang jeden Tag Linien und Zwischenstände entstehen. Es erzeugt auch das grösste Risiko, dass ein NICHT zu Ende gespieltes Spiel mehr tut als nur ein Innings zu kosten. Fünf Tage sind eine ganze Woche, in der die Positionierung hält.
Ein Tie endet, wenn alle Innings beendet sind und der Punktestand gleich ist — ein sehr seltener Ausgang. Als Draw gilt in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Die beiden Wörter sehen sich auf einem Wettschein ähnlich genug, um einen Anfänger zu täuschen. Der Tie hat einen Ausgang, der Draw keinen, und welche Seite der Grenze für die eigene Wette gilt, steht in den Wettregeln und nicht im Ergebnisbericht. Wer zum ersten Mal auf ein Test-Match wettet, ist klug beraten, vor dem Platzieren die genaue Definition der Ausgänge für dieses Turnier nachzusehen. Die Cricket-Begriffe des Veranstalters sind da, um gelesen zu werden.
Warum ein Cricket-Ergebnis auf dem Wettschein nachträglich zu einem anderen wird
Regen ist im Cricket kein Schönheitsfehler, sondern ein Bestandteil der Regeln. Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf — sonst wird das Spiel als «No Result» gewertet. Die Ausnahme: Ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher.
Diese Regel hat eine Vorgeschichte. Die Methode wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council offiziell übernommen; seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den Namen Duckworth-Lewis-Stern.
Für den Wettschein heisst das: Der Markt entscheidet sich nicht nur über die Leistung, sondern über einen Zielwert, der aus einem Algorithmus stammt, den der Zuschauer nicht nachrechnen kann. Man sieht ein 50-Over-Spiel, sieht eine Unterbrechung und sieht 20 Minuten später ein neues Ziel, das nichts mit dem zu tun hat, was man beim Platzieren der Wette begründet hat. Im Twenty20 liegt die Schwelle bei fünf Overs, was wenig genug ist, dass das Spiel oft entweder abgebrochen oder zu einem Kurzformat reduziert weitergeführt wird. Die Begründung des Einsatzes wird dabei zu einem Detail, das nach dem Spiel niemand mehr liest.
Die Turniere, die wirklich angeboten werden
Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt, seit 1987, davor mit 60. Die erste Austragung war 1975 in England, Rekordsieger ist Australien mit 6 Titeln. Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.
Das Finale 2019 in England zeigt, wie fein die Grenze zwischen den Ausgängen sein kann: Nach 50 Overs stand es 241:241, im Super Over 15:15 — England gewann anhand der Zahl der Boundaries. Ein Wettschein auf Sieg England war an diesem Abend nur nach einem zweiten Entscheidungskriterium korrekt, und man sollte annehmen, dass viele Wettscheine auf dem falschen Ausgang standen, ohne dass die Spielenden je verstanden, woran es lag. Wer weiss, dass es ein solches Kriterium gibt, liest die Regeln eines Turniers anders.
Die Indian Premier League steht als Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern. Diese Ligen sind für den Schweizer Markt ein wichtiger Teil des Programms, weil Twenty20-Spiele in rund drei Stunden entschieden sind und damit in ein Live-Wettfenster passen, das nach Mitternacht nicht abbricht. Wer sein Wettverhalten kennt, weiss, ob das ein Vorzug ist.
Regenwetten und die Abstimmung mit dem eigenen Allergrössten
Ob ein Schweizer Veranstalter ein Regenwetten-Angebot führt, steht in seinem eigenen Wettprogramm. Das ist keine Ausrede, sondern der einzige belastbare Ort: Die Sportartenliste der Gespa gibt die erlaubten Wettarten vor, und die Liste kennt keine gesonderte Kategorie für Wetterwetten.
Bleibt die praktische Reihenfolge, wenn man ein Test-Match live verfolgen will. Am Anfang steht die Frage, ob der Veranstalter das Turnier überhaupt in seiner Liste und in seinem Live-Programm führt, und das lässt sich nur im Wettprogramm prüfen. Als Nächstes entscheidet man, ob man vor dem Spiel platziert oder live einsteigt — Live-Wetten sind erlaubt, wo der Veranstalter die Entscheidung dafür hat und wo das Spiel in der Sportartenliste steht. Während des Spiels passiert dann das, was seit dem 01.01.2025 gesetzlich so geregelt ist: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Ein Live-Publikum mit Handy ist in diesen Situationen oft schneller als die Abwicklung.
Bei Swisslos gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Dazu kommt die schlichte Preislogik: Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos Cash-Out nicht für alle Wetten. Ein Werkzeug also, das bei mehrtägigen Spielen wie Rettung aussieht und wie ein Abschlag wirkt. Beides ist wahr, je nachdem, ob man den Cash-Out-Betrag als Befreiung aus einer Wette oder als Kauf eines Sorgenfreiheits-für-den-Buchmacher-Preises liest.
Wie sich Cricket-Märkte abgrenzen lassen, wenn man die Sportartenliste liest
Online cricket wetten — achtung: der eingangs genannte Zaun. Wer vom Schweizer Markt spricht, spricht von zwei Veranstaltern, und Cricket ist eines von vielen Sportarten auf der Liste, nicht der Kern. Wer von einem «besten Anbieter für Cricket» spricht, spricht von einer Bewertung und nicht von einer Bewilligung.
Das ist insofern politisch, als die Popularität eines Sports und die Zulässigkeit seiner Märkte in diesem Modell kein Verhältnis haben. Ein Cricket-Turnier, das weltweit Milliarden Zuschauer hat, kann auf der Liste kürzer stehen als ein regionaler Fussballwettbewerb. Die Begründung dafür steht im Gesetz: Qualifikationsrunden nur, wenn aufgeführt, Frauenwettkämpfe nur, wenn aufgeführt. Die Liste folgt einem Kriterium, und der Wettende muss es lesen.
Die geprüfte Rechnung
Diese drei Namen haben nichts gemeinsam. Ein Schweizer Veranstalter mit Bussen, ein zweiter mit Bussen, und acht Marken, deren Bewilligung in der Schweiz keine Wirkung hat. Warum sie trotzdem in eine Reihenfolge gehören, ist einfach: Wer online nach Cricket-Wetten sucht, findet die acht leichter als die zwei.
1. Swisslos Sporttip — die Marke für den grössten Wohnbereich
Swisslos ist eine interkantonale Landeslotterie-Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Sportwetten-Produkt heisst Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS (SR 935.51), unter Aufsicht der Gespa.
Der Verträgungsraum umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Es ist praktisch die Deutschschweiz plus zwei Anhängsel, und das ist das grösste Plus dieses Angebots gegenüber dem zweiten Schweizer Veranstalter: Der Online-Zugang hängt am Wohnsitz, und hier wohnt die Mehrheit der Bevölkerung.
Der Einstieg ist niedrigschwellig: CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Als Sporttip-Wette ist ausserdem die reguläre Spielzeit definiert als die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Cricket ist das der Hinweis darauf, dass jede Sportart ihre eigene Zeiteinheit braucht: Was die reguläre Dauer eines Test-Matchs ist, muss man sich nicht selbst ausdenken.
Cash-Out gibt es als Online-Funktion für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live — vollständig, nicht teilweise, nicht rückgängig zu machen, nicht für jeden Markt garantiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Der Zusatz zur Bewilligung des Anbieters ist die Bewilligung des Sports. Swisslos verteilte für das Jahr 2025 CHF 562 Mio. Reingewinn, davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, und CHF 109 Mio. stammten aus dem Sportwetten-Angebot, nach CHF 122 Mio. im Jahr zuvor.
Das ist der Vergleich, den dieses Angebot für sich entscheiden muss: Es ist die Marke mit dem grössten erreichbaren Publikum, der kleinsten Einstiegsschwelle und einem Sportwetten-Programm, das über eine geschlossene Liste deutlich eingegrenzt ist. Ob Cricket dort im Wettprogramm steht, entscheidet sich nicht nach der Bekanntheit des Turniers, sondern nach der Sportartenliste. Wer Stabilität sucht und nicht Maximierung, findet hier beides.
2. Loterie Romande Jouez Sport — die Marke mit der anderen Landkarte
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung entspricht der von Swisslos: eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS (SR 935.51), unter Aufsicht der Gespa.
Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Gebiet dieser sechs Kantone möglich. Neben den 2’350 Verkaufsstellen ist das die zweite Besonderheit dieses Angebots: Die Produkte sind auf eine Landeshälfte zugeschnitten, und wer in Zürich lebt, sieht dieses Angebot nie.
Ein Bündel Zahlen pro Kopf sagt über die Westschweiz mehr als ein Slogan über die ganze Schweiz. Bei 221 Mitarbeitenden auf 2’350 Verkaufsstellen ist der Betrieb dicht an der Verkaufsstelle gebaut, und das erklärt, warum hier die Spielerschutz-Diskussion anders läuft als online. Wer sein Cricket lieber am Schalter stempelt als abends am Bildschirm, ist mit diesem Zugang vorhanden vertraut.
Beim Schutz gelten dieselben kantonal-gesetzlichen Vorgaben wie bei Swisslos und zusätzlich die angesprochene Härte: Von Gesetzes wegen wirkt eine Senkung der Limiten sofort und eine Erhöhung erst nach 24 Stunden, in den eigenen Bedingungen werden von beiden Veranstaltern 72 Stunden angesetzt. Bei der Aufsicht ist es dieselbe; die Unterschiede liegen in der Landkarte.
In der Sache ist die Loterie Romande die interessantere Antwort auf die Frage, was «Schweizer Wettangebot» überhaupt bedeutet: Es gibt dort, wo man wohnt, ein Produkt und woanders ein anderes. Wer für Wettzwecke umzieht, hat das Spiel nicht verstanden; wer dort wohnt, wo sein Zugang ist, hat genau einen.
3. Betscore — ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Betscore erscheint in diesem Vergleich ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine Bewilligung von Betscore ist nicht bekannt; eine solche hätte in der Schweiz nach Art. 4 BGS ohnehin keine Wirkung. Das heisst konkret: keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Und wenn dieses Angebot auf eine Schweizer Domain zugeschnitten wird, kann diese Domain auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.
Was das für den Cricket-Spieler heisst, lässt sich in einem Satz sagen: Er kann dort mehr Cricket-Märkte finden als bei einem Schweizer Veranstalter — und er kann sie, wenn die Domain einmal gesperrt ist, in der Schweiz nicht mehr öffnen. Zwei Dinge sind also wahr: Es gibt dort wahrscheinlich das breitere Sortiment, und es gibt keinen Anspruch, es auf Schweizer Art durchzusetzen.
Wer hier wählt, sollte die Billigung nicht in die Beschreibung hineinlesen. Der Cricket-Markt eines Anbieters ohne Bewilligung ist kein Rechtsmarkt.
4. 22Bet — ein Konto ohne Schweizer Anbindung
22Bet steht in derselben Gruppe. Es ist kein Schweizer Angebot, verfügt über keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung und ist weder an das Sperrregister angebunden noch besteht ein Schweizer Rechtsweg. Die Website kann jederzeit von der Gespa blockiert werden.
Der Name ist in Europa bekannt, und das ist vielleicht das ganze Argument, das für ihn spricht. Bekanntheit ist keine Bewilligung. Wer dort ein Konto führt, führt ein Konto, auf das der Schweizer Ausschluss nicht anwendbar ist.
Ein Nachsatz: Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten, ist strafbar — für den Veranstalter, nicht für den Spielenden. Ausgezahlt wird trotzdem nicht auf Schweizer Art. Wer auf ein Problem stösst, ist im Wesentlichen auf die Kulanz eines Unternehmens angewiesen, das in der Schweiz nicht ansässig ist.
5. bet-at-home — eine Marke, die in der Schweiz auf der Sperrliste steht
Auch bet-at-home führt der Vergleich ohne Schweizer Bewilligung, ohne bekannte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz, ohne Anbindung an das Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsweg. Die Gespa nennt das Angebot im Zusammenhang mit Domain-Hopping — gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — und führt es auf der Liste der blockierten ausländischen Domains.
Das ist der Fall, der am besten zeigt, was die Sperrliste bedeutet. Sie stoppt eine Adresse, nicht ein Geschäft. Wer über einen zweiten Namen neu erreichbar ist, kann im Schweizer Markt weiter präsent sein und bleibt trotzdem ohne Bewilligung. Für den Spielenden heisst das: Er trifft das Angebot weiterhin an, nur unter wechselnden Adressen.
Eine Marke, die in der Schweiz ein Hausverbot hat und trotzdem weiter um Schweizer Kunden wirbt, sagt damit etwas über ihr Geschäftsmodell. Wer das für ein Zeichen von Unabhängigkeit hält, sollte den Absatz zu den Steuern lesen.
6. Betify — ohne Bewilligung und ohne Schweizer Anbindung
Betify operiert ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Das Angebot ist hierzulande nicht lizenziert, bietet keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister und ermöglicht keinen Rechtsweg nach Schweizer Massstäben; eine Sperrung der Domain durch die Gespa ist möglich.
Ein Neuling wird schneller von einer Werbeanzeige erreicht als ein etablierter Name mit zufriedenen Kunden, und das ist der Nachteil, den man in einem Vergleich nicht wegbekommt. Wer eine Marke nicht kennt, kommt aus ihrer Unbekanntheit nicht auf ihre Seriosität. Wer sie kennt, kommt aus dem Bekanntheitsgrad nicht auf eine Bewilligung.
7. ZotaBet — ohne Bewilligung, wie der Rest der Gruppe
ZotaBet erscheint ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Da keine behördliche Zulassung für den Schweizer Markt vorliegt, bestehen hier weder eine Anbindung an das Sperrregister noch Schweizer Rechtsmittel; die Gespa kann die Domain jederzeit auf die Sperrliste setzen.
Ein Casino-lastiges Haus ist kein Wettschein für Cricket. Wer von einer Marke kommt, in der Spielautomaten stark dominieren, weiss am Anfang nicht, wie dort ein Over-Wetten-Markt aussieht. Das ist keine Warnung, sondern eine Erwartungshaltung an die eigene Zeit.
8. BetAlright — ohne Bewilligung
BetAlright führt der Vergleich ohne Schweizer Bewilligung, ohne bekannte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz, ohne Anbindung an das Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsweg, mit möglicher Aufnahme auf die Gespa-Sperrliste.
Kein Eintrag im Sperrregister bedeutet für einen entschlossenen Spieler nichts. Für einen Spieler, der sich bei Sporttip für sechs Monate ausgeschlossen hat und dann bei einer ausländischen Marke weiterspielt, bedeutet es, dass die eigene Entscheidung nicht mehr greift. Das ist die einzige Folge der Bewilligung, die man als Spielender nicht ersetzen kann.
9. N1 Bet — ohne Bewilligung
N1 Bet bietet sein Spiel ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung an. Auch hier fehlt jede behördliche Ankerung: kein Bezug zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg und das Risiko, dass die Domain via DNS durch die Gespa gesperrt wird.
Ein Anbieter ohne Bewilligung kostet hier nichts Eintrittsgeld — das Konto ist schnell eröffnet. Die Rechnung kommt in der Praxis: Die Auszahlung eines Gewinns, der aus mehreren Cricket-Märkten zusammengesetzt ist, lässt sich nicht bei einer Schweizer Stelle einfordern. Wer über einen grösseren Gewinn nachdenkt, sollte diesen Satz zweimal lesen.
10. BetFury — ohne Bewilligung
BetFury schliesst den Vergleich ab, ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Da eine rechtliche Basis in der Schweiz fehlt, gibt es weder eine Verbindung zum Sperrregister noch einen Schweizer Rechtsweg; eine Sperrung durch die Gespa ist jederzeit möglich.
Das ist der zehnte Name mit demselben Vermerk und der beste Beweis dafür, dass eine Rangliste hier eine andere Funktion hat als sonst. Sie ordnet nicht die Qualität, sondern die Auffindbarkeit. Wer Cricket sucht, findet neunzehn Angebote — und nur bei zwei davon prüft die Gespa, ob das zugesagte Angebot auch gehalten wird.
Was Cricket-Wetten am Ende kosten: die Marge
Das ist der Abschnitt, den man im Laden nirgends findet. Angenommen, ein Markt mit zwei Ausgängen führt beide Seiten zu Quote 1.90. Egal welches Ergebnis kommt, der Buchmacher zahlt CHF 1.90 für jeden eingesetzten Franken zurück. Mit CHF 1 auf beide Seiten sind CHF 2 gesetzt und im Gewinnfall kommen CHF 1.90 zurück — ein halber Franken ist also schon verplant, wenn die Glocken noch schweigen.
Für cricket wettquoten heisst das Folgendes. Rechnet man über alle Ausgänge des Marktes, 1 geteilt durch 1.90 plus 1 geteilt durch 1.90, erhält man den Quotenschlüssel von rund 52,6 %. Die Marge ist 100 % minus diesem Wert, also rund 5,4 %. Das ist ein Bereich, keine Einzelzahl — bei zwei gleichwertigen Seiten mit Quoten um 1.90 ergibt sich eine Marge von ungefähr 5 bis 6 %. Je weiter die beiden Quoten auseinandergehen, desto mehr nimmt sich der Veranstalter. Nur weil das Rechenbeispiel symmetrisch gebaut ist, ist das Ergebnis noch kein Beweis für einen symmetrischen Markt.
Der typische Anfänger sieht nicht diesen Wert, sondern die Quote 1.90 und denkt an zwei Franken für einen. Der Buchmacher bietet deshalb so gern Quoten in der Form «1.90/1.90» an: Sie sehen aus wie ein fairer Münzwurf mit einem kleinen Taschengeld obendrauf und sind in Wahrheit eine Gebühr von mehr als fünf Prozent auf jeden Franken. Bei einem Test-Match über fünf Tage mit Dutzenden von Live-Möglichkeiten addiert sich diese Gebühr, und die künstliche Symmetrie der Anzeige lässt sie unsichtbar bleiben.
Marge bei einer Kombiwette
Eine Kombination zweier Märkte zu je 1.90 ergibt eine Quote von 3.61. Die Gewinnchance sinkt jedoch nicht auf ein Viertel — die Marge wird zweimal berechnet, und die inneren Wahrscheinlichkeiten multiplizieren sich. Das ist der Preis der grösseren Ausschüttung.
Wer Quoten vergleicht, sollte also nicht die Höchstquote suchen, sondern zuerst eine Quote und dann die zweite in einem zweiten Markt desselben Anbieters, um die Marge zu prüfen. Wer zwei Anbieter vergleicht, kann das tun — bei den Schweizer Veranstaltern sagt die Sportartenliste, welche Märkte überhaupt in Frage kommen; bei den ausländischen sagt es das Sportprogramm. Gemessen an den zwei Schweizer Veranstaltern ist Swisslos der einzige, für den diese Rechnung in diesem Text belegt ist. Für die acht übrigen fehlen die Quoten, und die Namen sind deshalb kein Vergleich der Preise, sondern eine Liste der Zugänge.
Dasselbe gilt für den Bonus. Ein Bonus senkt den Preis eines Wettscheins nicht. Er verschiebt ihn. Bei Swisslos brauchen Gratisspielguthaben und Gratiswetten die vorgängige Zustimmung der Gespa — 2025 gab es 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Und was ein Gratisguthaben wert ist, hängt an der Bedingung, unter der es ausgezahlt wird. Sporttip beschreibt die Bedingungen in den eigenen Teilnahmebedingungen und nicht auf einem Werbebanner.
Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz
Kann man in der Schweiz bei Sporttip oder Jouez Sport auf Cricket wetten?
Nur, wenn Cricket auf der Sportartenliste der Gespa steht — in der Fassung vom 10.09.2026. Diese Liste hält Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten fest; wer Cricket dort findet, kann es bei einem der beiden Veranstalter spielen, sonst nicht. Das eigene Wettprogramm zeigt, was gerade angeboten wird.
Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und Twenty20 für die Auswahl einer Wette?
Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit drei Sessions von rund zwei Stunden täglich. Ein ODI umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein T20 deren 20 mit höchstens 75 Minuten je Innings. Die Wahl des Formats entscheidet also, wie lange ein Einsatz gebunden ist und wie oft man ihn am Bildschirm verfolgen kann.
Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regen auf eine Wette aus?
Sie berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu, wenn das Wetter ein Limited-Overs-Spiel unterbricht. Ein 50-Over-Spiel braucht mindestens 20 Overs je Team, ein T20 mindestens fünf — sonst gilt es als «No Result». Das Ziel kann sich also nachträglich ändern, ohne dass ein Ball gespielt wurde.
Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket-Wetten aus Einsatz und Quote?
Der Rückzahlungsbetrag ist der Einsatz mal der Quote, der Nettogewinn der Einsatz mal der Quote minus eins. Bei CHF 20 zu 2.10 kommen CHF 42 zurück, davon CHF 22 als Gewinn. Bei einer Kombination multiplizieren sich die Quoten der Teile zu einem Preis, und mit ihnen die Bedingungen.
Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?
Man addiert für alle Ausgänge eines Marktes eins geteilt durch die Quote und erhält den Quotenschlüssel — bei zwei Seiten zu 1.90 rund 52,6 %. Die Marge ist 100 % minus diesem Wert, hier also ungefähr 5,4 %. Das ist eine Bandbreite mit Bedingung: Bei ausgewogenen Quoten um 1.90 liegt sie bei etwa fünf bis sechs Prozent.
Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundessatz liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale Schwellenwert weicht je nach Kanton ab. Darüber hinaus behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, können aber nach kantonaler Praxis — etwa im Kanton Thurgau — als Einkommen voll steuerpflichtig sein. Verbindlich ist die kantonale Steuerverwaltung.
Was fehlt einem ausländischen Wettangebot in der Schweiz?
Die Schweizer Bewilligung, die Gespa-Aufsicht, die Anbindung an das Sperrregister und der Schweizer Rechtsweg. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden. Wer ein Problem mit einer Auszahlung hat, kann es keiner Schweizer Stelle vorlegen.
Sportarten – quotenerklaert
Inhalt erstellt vom Team «quotenerklaert»
