Trixie bei Schweizer Sportwetten: Drei Tipps, vier Wetten und die Rechnung, die viele übersehen

Updated Oktober 2026
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Drei Bleistifte liegen parallel nebeneinander auf einem aufgeschlagenen leeren Notizblock auf einem Holztisch.

Stand: Oktober 29, 2026. Geprüft gegen die Bewilligungs- und Sperrlisten der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) sowie gegen die Spielregeln von Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport.

Die Trixie besteht aus drei Tipps: Gespielt werden die drei Zweier-Kombinationen und zusätzlich die Dreier-Kombination, insgesamt also 4 Wetten.

Eine Trixie besteht aus drei Voraussagen, die als drei Zweier-Kombinationen und eine Dreier-Kombination gespielt werden – vier Wetten also, und wer CHF 5 pro Teilwette einstellt, hat CHF 20 im Spiel und nicht CHF 5. Das ist die ganze Idee, und zugleich der Punkt, an dem die meisten Wettenden erstmals stutzen: Die Trixie verdoppelt nichts und verdreifacht nichts, sie multipliziert den Einsatz mit der Zahl der Linien. In der Schweiz kommt eine zweite Eigenheit dazu, die es so in kaum einem anderen Markt gibt. Sportwetten dürfen hier nur zwei Veranstalter durchführen – Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport –, und ob eine Systemwette in deren Programm steht, entscheidet nicht das Wunschdenken des Wettenden, sondern der bewilligte Rahmen. Wer eine Trixie plant, plant deshalb immer auch gegen eine Einsatzgrenze, ein Wohnsitzkriterium und einen Spielerschutz, der ihn vor sich selbst schützen soll. Die folgenden Abschnitte gehen dieser Kostenfrage nach: was vier Linien pro Line ausgeben, was ein Patent mit sieben Linien zusätzlich verlangt, welche Limiten das Vorhaben deckeln und welcher Anbieter für welche Art von Wetter überhaupt zur Verfügung steht.

Welche Sportwetten in der Schweiz eine Trixie anbieten – und welche nicht

Der Ausgangspunkt jeder Systemwette in der Schweiz ist eine Zahl, die wenig mit Quoten zu tun hat: zwei. Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Das sind die beiden Veranstalter, und mehr gibt es nicht. Wer auf einer Vergleichsseite zehn Namen mit einer «Schweizer Bewilligung» liest, liest etwas, das es nicht gibt.

Ein Eishockeypuck und ein Schläger liegen auf einer glänzenden Eisfläche, im Hintergrund verschwimmen leere Banden.
Das Patent besteht ebenfalls aus drei Tipps, umfasst aber drei Zweier-Kombinationen, eine Dreier-Kombination und drei Einzelwetten, insgesamt also 7 Wetten.
Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht ausgewiesen
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht ausgewiesen
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht ausgewiesen
22Bet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht ausgewiesen
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht ausgewiesen
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht ausgewiesen
20Bet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht ausgewiesen
Betify ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht ausgewiesen

Die Spalte mit dem Bewilligungsstatus ist die einzige, die auf dieser Seite durchgehend gefüllt ist, und sie ist zugleich die einzige, die eine Entscheidung erzwingt. Bei den acht ausländischen Marken steht in der dritten Spalte nichts Belastbares, weil sie keine Schweizer Bewilligung haben und eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Das ist kein Datenloch, das ist der Befund.

Sporttip: das Systemwetten-Programm mit der höchsten Obergrenze

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Diese Staffelung ist der interessanteste Satz im ganzen Regelwerk, wenn man unterwegs eine Trixie spielt: Der Veranstalter deckelt die einfache Wette zehnmal tiefer als das System. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen – die Grenze ist also nicht verhandelbar, sie ist eine Absage.

Hinzu kommt ein Detail, das Systemwetten-Fans regelmässig übersehen: Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Eine Trixie hat drei Voraussagen und erreicht diese Schwelle nie. Der Bonus auf den Nettogewinn – 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, bei limitiertem Einsatz und limitierter Gewinnerhöhung – ist für die klassische Dreier-Systemwette schlicht nicht vorgesehen. Wer mit einer Trixie auf einen Boost spekuliert, spekuliert auf eine Bedingung, die seine Wettform nicht erfüllt.

Ein weiteres Kostenmoment steckt im Auszahlungsmechanismus. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei vier getrennt abgerechneten Linien passiert diese Abrundung viermal. Vier Mal ein paar Rappen sind kein Drama, aber es sind vier Mal ein paar Rappen, und sie fallen immer zuungunsten des Wettenden.

Fazit zu Sporttip: Für eine Trixie mit einem höheren Gesamteinsatz ist Sporttip die einzige Adresse im Land, die überhaupt eine Systemwetten-Obergrenze von CHF 10’000 führt – und wer im Vertragsgebiet wohnt, hat damit den einzigen legalen Weg zu einer grosszügig bemessenen Dreier-Systemwette. Die vier Linien rechnen sich hier nicht über Boni, sondern über die Möglichkeit, Einsatzhöhe und Marktbreite selbst zu bestimmen.

Jouez Sport: niedrige Einsätze, klare Deckel

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Diese Zahlen lesen sich auf den ersten Blick wie eine Bremse, und sie sind eine: Wer eine Trixie mit CHF 100 pro Linie spielen will, stösst bei CHF 500 Gesamteinsatz pro Multiple an eine Decke, die er mit vier Linien zu je CHF 125 erreicht. Darüber hinaus bleibt nur, den Schein zu teilen – was bei einem Multiple über CHF 7’500 ohnehin nicht mehr geht.

Der Mindesteinsatz von CHF 2 pro Multiple ist dagegen eine Einladung an kleine Budgets. Vier Linien zu CHF 2 ergeben CHF 8 Gesamteinsatz, und das ist ein Betrag, bei dem eine Systemwette nicht mehr als vierfacher Ernst daherkommt, sondern als überschaubares Experiment. Begrenzt wird auch der Ertrag: Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Fazit zu Jouez Sport: Der französischsprachige Veranstalter ist die Adresse für kleine, kontrollierte Systeme – die CHF 2 pro Multiple machen eine Trixie zu einem Viertel des Einsatzes, den ein Schweizer Durchschnittsschein kostet, und die Deckel auf Einzelwette und Schein verhindern, dass ein Kontrollverlust in einem einzigen Klick gross wird.

Was die ausländischen Marken für eine Trixie bedeuten

Ein ausländischer Anbieter darf in der Schweiz keine Sportwetten veranstalten. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land hat hier keine Wirkung, und wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Die Spielenden werden nicht bestraft. Ihre Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Spielerschutz noch Fair-Play-Kontrolle.

Für die Trixie heisst das konkret: Ob ein ausländischer Anbieter Systemwetten mit drei Auswahlen führt, ist seine eigene Sache und für Schweizer Wettende ohne Schutzfunktion. Es gibt keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg – und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Telecom-Anbieter per DNS-Sperre umsetzen. Geblockte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Ein Anbieter, der heute erreichbar ist, muss es morgen nicht mehr sein.

Wie eine Trixie aufgebaut ist und was vier Linien aus einem Einsatz machen

Die Trixie zählt zu den Full-Cover-Wetten, bei denen alle möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen gespielt werden; die Trixie hat drei Auswahlen. Aus drei Tipps lassen sich genau drei Zweier-Kombinationen bilden – A mit B, A mit C, B mit C – und eine Dreier-Kombination aus allen drei. Das macht vier Wetten. Keine Einzelwette. Wer eine Einzelwette spielt und eine Dreier-Kombination, spielt etwas anderes.

Die Abgrenzung nach unten ist so wichtig wie die nach oben. Die Einzelwette steht für sich, die Kombiwette bündelt mehrere Voraussagen in einer einzigen Wette, bei der eine falsche Voraussage alles kostet. Die Systemwette verteilt dieselben Voraussagen auf mehrere Wetten, sodass ein Fehler nicht die ganze Rechnung vernichtet. Die Trixie ist der kleinste sinnvolle Fall dieser Idee: drei Voraussagen, vier Wetten, und der Trost beginnt, sobald zwei Tipps stimmen.

Der Einsatz multipliziert sich mit der Zahl der Linien. Bei CHF 1 pro Linie sind CHF 4 im Spiel, bei CHF 5 pro Linie CHF 20, bei CHF 20 pro Linie CHF 80. Die Versuchung, eine Systemwette zu spielen, um «mehr abzuräumen», kollidiert mit einer Arithmetik, die keine Ausnahme kennt: Jede zusätzliche Linie ist eine zusätzliche Wette mit zusätzlichem Einsatz, und keine davon ist günstiger als die andere.

Drei Tipps, vier Wetten: die Zerlegung im Detail

Aus den drei Tipps A, B und C entstehen vier Wetten: A×B, A×C, B×C und A×B×C. Die Zweier-Kombinationen haben jeweils ein kleineres Quotenprodukt, die Dreier-Kombination das grösste – und sie ist die einzige Linie, die alle drei Voraussagen richtig braucht.

Genau hier liegt das Missverständnis, das die Trixie so attraktiv aussehen lässt. Wer drei Tipps für gut hält, kann sich einreden, dass «fast immer» zwei davon stimmen und die Zweier-Kombinationen das Geld zurückholen. Das ist Denken in Wahrscheinlichkeiten, die niemand kontrolliert. Die Trixie verändert nicht die Trefferwahrscheinlichkeit einer Voraussage, sie verändert nur, wie viele Wetten daraus gebildet werden.

Patent: drei Tipps, sieben Wetten, siebenfacher Einsatz

Der Patent besteht ebenfalls aus drei Tipps, umfasst aber drei Zweier-Kombinationen, eine Dreier-Kombination und drei Einzelwetten, insgesamt also sieben Wetten. Gegenüber der Trixie kommen genau drei Linien hinzu: die drei Einzelwetten. Der Mindesteinsatz verdoppelt sich damit gegenüber der Trixie fast – bei CHF 2 pro Linie sind es CHF 8 für eine Trixie und CHF 14 für einen Patent.

Was die drei zusätzlichen Einzelwetten leisten, ist eine andere Frage. Sie bringen jeden Tipp einzeln zur Auszahlung, sodass eine einzige richtige Voraussage schon Geld zurückgibt. Aber drei von sieben Linien hängen an je einer einzigen Voraussage, und Einzelwetten haben die tiefsten Quoten des ganzen Pakets. Wer den Einsatz pro Linie konstant hält, kauft sich mit dem Patent vor allem mehr Linien, nicht mehr Ertrag. Wer den Gesamteinsatz konstant hält, muss den Einsatz pro Linie senken und verkleinert damit jeden einzelnen Gewinn.

Die Wahl zwischen beiden ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Rechnung. Bei gleichem Gesamteinsatz hat der Patent kleinere Linien und eine gleichmässigere Auszahlungsverteilung, die Trixie grössere Linien und eine Verteilung, die stärker auf die Zweier-Kombinationen konzentriert ist. Wer drei Voraussagen für tragfähig hält und den grössten Hebel auf die Dreier-Kombination sucht, ist mit der Trixie besser bedient; wer ausdrücklich will, dass ein einzelner Treffer schon etwas zurückbringt, zahlt beim Patent den Preis von drei zusätzlichen Einsätzen. Der Vergleich mit Einzelwetten fällt noch härter aus: Drei Einzelwetten zu je CHF 2 kosten CHF 6, eine Trixie zu CHF 2 pro Linie kostet CHF 8, und die Trixie bringt dafür die Kombinationslinien mit.

Was eine Trixie an einer Beispielrechnung tatsächlich einbringt

Für die Illustration nehmen wir drei Voraussagen zu Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50 und einen Einsatz von CHF 1 pro Linie, also CHF 4 Gesamteinsatz. Die Quoten der Zweier-Kombinationen ergeben sich aus dem Produkt der Einzelquoten: 1.50 × 2.00 = 3.00, 1.50 × 2.50 = 3.75, 2.00 × 2.50 = 5.00. Die Dreier-Kombination ergibt 1.50 × 2.00 × 2.50 = 7.50.

Bei einem Einsatz von CHF 1 pro Linie zahlt jede volle Linie ihren Quotenbetrag zurück: die erste Zweier-Kombination CHF 3.00, die zweite CHF 3.75, die dritte CHF 5.00 und die Dreier-Kombination CHF 7.50. Treffen alle drei Tipps ein, sind das CHF 19.25 Rückzahlung bei CHF 4 Gesamteinsatz, also CHF 15.25 Nettogewinn. Treffen nur zwei Tipps ein, zahlt genau eine Zweier-Kombination aus – je nach Paarung zwischen CHF 3.00 und CHF 5.00, was bei CHF 4 Einsatz zwischen einem Verlust von CHF 1 und einem Gewinn von CHF 1 bedeutet. Geht nur ein Tipp auf, ist die ganze Trixie verloren und die CHF 4 sind weg.

Damit lässt sich der Ertrag als Band ohne die Dreier-Kombination beschreiben: Bei zwei richtigen Voraussagen liegt die Rückzahlung zwischen 75 und 125 Prozent des Gesamteinsatzes, je nachdem, welches Quotenpaar aufgeht. Das ist die Spanne, in der eine Trixie «nichts kaputtmacht» – und sie zeigt auch, dass diese Spanne bei ungünstiger Konstellation nach unten offen ist. Nicht einmal das rettende Szenario ist garantiert kostendeckend.

Wer eine Dreier-Kombination mit krummen Quoten spielt, merkt ausserdem, dass die Auszahlung erst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet wird – die hier genannten Beträge sind gerundete Darstellungen, keine Zusagen. Wer die Gesamtquote selbst ausrechnen will, findet auf jedem Wettschein die Einzelquoten; das Produkt der drei Zahlen ist die Quote der Dreier-Kombination.

Rechtslage: was der bewilligte Rahmen einer Trixie erlaubt und was nicht

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) beaufsichtigt – nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. In der Praxis heisst das: Die Trixie ist keine Frage des Geschmacks oder der Anbieterwahl, sondern eine Frage, ob ein bewilligter Veranstalter diese Wettform in seinem Programm führt.

Ein Volleyballnetz steht an einem Seeufer in der Abenddämmerung, der Sand ist leer und das Wasser glatt.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019.

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, mit der Sportwette unter dem Namen Sporttip. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt – zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus.

Der bewilligte Rahmen endet nicht bei der Frage, wer veranstalten darf. Er umfasst auch, worauf überhaupt gewettet werden darf. Die von der Gespa geführte Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026) ist eine geschlossene Aufzählung: Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, nie Wetten auf Trainingsläufe. Corner- oder Kartenmärkte erscheinen auf der Liste nicht, eine Esport-Sektion ebenso wenig. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Für eine Trixie bedeutet das etwas sehr Konkretes: Die drei Voraussagen müssen sich aus dem bewilligten Angebot speisen. Wer drei Märkte aus dem Kopf wählt und dann feststellt, dass einer davon nicht auf der Liste steht, hat seine Systemwette falsch geplant. Die Liste ist die Grundlage, das Wettprogramm des Veranstalters die konkrete Auswahl – und beide sind enger als das, was internationale Buchmacherseiten anbieten.

Zwei weitere Regeln betreffen Aufbau und Lebensdauer der Wette. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt der Veranstalter irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Und wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betreffende Voraussage Quote 1.00. Für eine Trixie ist der zweite Fall der schmerzhafte – eine abgesagte Begegnung verwandelt eine Zweier- und die Dreier-Kombination in Linien, die kaum noch etwas wert sind.

Auch die Wertung der Spielzeit gehört hierher, weil sie Systemwetten hart treffen kann: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer, etwa 90 Minuten im Fussball, plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Eine Linie mit Quote 1.00 in einer Dreier-Kombination drückt die Gesamtquote auf das Niveau der verbleibenden Tipps.

Spielerschutz: warum vier Linien ein Budget sprengen, bevor die Quoten es tun

Eine Trixie ist psychologisch tückischer als eine Einzelwette, und der Grund ist struktureller Natur. Vier Wetten entstehen aus einem einzigen Entscheidungsakt. Der Wettende erlebt das als eine Wette und gibt in Wahrheit das Vier- oder Siebenfache dessen aus, was eine Einzelwette gekostet hätte. Deshalb gehören selbst gesetzte Verlustlimiten und ein fester Wetteinsatz zu jeder Systemwette, nicht als Appendix, sondern als Voraussetzung.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und einer Grenze von CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Der Gesetzgeber verlangt, dass der Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangt; die Senkung wirkt sofort, die Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden – Swisslos und Loterie Romande handhaben in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden. Diese 72 Stunden sind der wichtigste Schutzmechanismus für Systemwetten. Wer im Frust über drei verlorene Linien die Limite anheben will, muss drei Tage warten, und in drei Tagen sieht die Sache meist anders aus.

Eine Limite, die auf eine Einzelwette zugeschnitten ist, messe man niemals an einer Trixie. Wer CHF 20 pro Wette spielt und nun vier Linien zu CHF 20 spielt, hat sein Muster nicht gesteigert, sondern sein Muster um den Faktor vier erweitert. Wer umgekehrt die Limite auf das System anwendet, statt sie auf die Linie anzuwenden, hat eine Kontrolle eingebaut, die zur Wettenstruktur passt.

Sperren, Register und die Frage, wohin der Schutz reicht

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Wer ausgeschlossen oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze und Gewinne.

Die Reichweite dieses Registers ist der Punkt, an dem sich die zwei Anbietergruppen dieser Seite endgültig trennen. Bei Swisslos und der Loterie Romande greift die Sperre im ganzen Land und darüber hinaus. Ausländische Anbieter sind an das Schweizer Sperrregister nicht angebunden. Wer dort spielt, findet in keiner Schweizer Stelle einen Eintrag, der ihn schützt.

Das gilt auch für die Alterskontrolle. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, unter 18-Jährige sind ausgeschlossen; jede Person darf sich nur einmal registrieren, die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch: An Verkaufsstellen wurde in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz an Verkaufsschaltern für lückenlos hält, irrt sich.

Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das ist für die Trixie kein Nebensatz, sondern ein Ausschlusskriterium für ganze Sportarten, wenn man selbst aktiv ist.

Geld, Wege und die Grenzen des Kontos

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto ausgezahlt, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht, und Kredite an Spielende sind verboten. Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart nennt Swisslos PostFinance Pay, bei dem die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.

Auszahlungen sind bei Swisslos innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto möglich; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Drei Prozent sind bei kleinen Beträgen irrelevant und bei grossen nicht: Wer seinen Trixie-Gewinn in vier Teilbeträgen abhebt, zahlt beim dritten und vierten Mal. In der Regel empfiehlt es sich, die Linien einer Trixie auf dem Konto zusammenzuführen und in einer Auszahlung zu realisieren. Die Limiten des Spielerkontos sind auch die Limiten des Systems, denn jede Linie belastet dasselbe Guthaben.

Wo die Quoten herkommen und welche Rolle die Marge spielt

Die Quote ist ein Preis, und in jedem Preis steckt eine Marge. Für den Schweizer Markt gibt es dafür einen eigenen Begriff: Quotenschlüssel oder Auszahlungsquote. Sie bezeichnet den Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt, berechnet als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten aller Ausgänge; die Marge ist 100 Prozent minus dieser Wert. Das ist die Auszahlungsquote eines Marktes, nicht eines Anbieters und nicht eines Sports.

Bei einer Trixie wirkt die Marge mehrfach. Jede der drei Voraussagen trägt ihre eigene Marge, und die Quoten der vier Linien sind Produkte dieser Voraussagenquoten – die Marge steckt also in jeder Linie, und zwar unabhängig voneinander. Vier Linien mit je einem etwas zu tiefen Preis ergeben kein Geschäft mit einer etwas zu tiefen Marge, sondern ein Geschäft mit vier etwas zu tiefen Margen. Der Effekt ist nicht dramatisch, er ist einfach da.

Bei Jouez Sport verlangen die Multiples eine Gesamtquote von mindestens 1.10 und höchstens 100’000. Diese beiden Grenzen markieren auch, was ein Multiple typischerweise kosten kann: Die Untergrenze von 1.10 ist bei einer Dreier-Kombination aus drei Voraussagen mit je 1.05 schon erreicht – wer drei sehr sichere Tipps kombiniert, zahlt viel Einsatz für fast keinen Zugewinn. Die Obergrenze von 100’000 dagegen wird man mit drei Fussballquoten kaum erreichen, und sie ist eher ein Schutz vor irrwitzigen Kombinationen als eine praktische Grenze.

Was in Kombinationsprodukten gerne untergeht, ist die Absicherung durch die Zweier-Linien. Treffen zwei von drei Tipps, zahlt genau eine Zweier-Kombination, und ihre Quote liegt unter der der Dreier-Kombination. Das ist die Grundlogik jeder Full-Cover-Wette: Man verteilt das Risiko auf mehrere Kombinationen, und man bezahlt diesen Vorteil mit geschrumpften Einzelauszahlungen. Wer die Trixie mit einer Dreier-Kombination vergleicht, sieht nur den Preisunterschied; wer sie mit drei Einzelwetten vergleicht, sieht den doppelten Unterschied.

Ein Hinweis zum Live-Bereich: Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird, und in spielentscheidenden Situationen kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Eine Linie, die mit Quote 1.00 gewertet wird, verkleinert die Zweier- und die Dreier-Kombinationen, in denen sie steckt. Wer Live-Systemwetten spielt, sollte diese Regel kennen, bevor er den ersten Tipp abgibt.

Der Kombiboost als Beispiel dafür, was Bedingungen kosten

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Die verlangten vier Voraussagen bei mindestens 1.50 sind zweimal relevant für unser Thema. Erstens: Eine Trixie erreicht die Schwelle überhaupt nicht. Zweitens erreicht sie derjenige, der aus der Trixie einen Patent macht – aber der Patent mit drei Auswahlen hat nur drei Voraussagen und damit wiederum keine vier. Wer den Einstiegsbonus will, braucht eine andere Wettform. Das ist keine Kritik am Boost, sondern eine Klarstellung: Eine Trixie ist ein System für drei Auswahlen und nicht die Einstiegsstufe für Boni, die auf vier Voraussagen warten.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Auch hier: Der Boost gilt für Einzelwetten, nicht für die vier Linien einer Trixie.

Cash-Out in einer Systemwette: ein Werkzeug mit Preis

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

In einer Trixie ist das nur begrenzt nützlich. Ein vollständiges Cash-Out gilt für eine Wette, und wer seine vier Linien einzeln auflöst, verliert gerade die Struktur, für die er bezahlt hat. Der Betrag liegt unter dem möglichen Endgewinn – das ist der Preis der Sicherheit, und in der Regel ist er zu hoch, um ihn für eine einzelne Linie zu zahlen. Wer eine Trixie mit Cash-Out absichern will, sollte sich bewusst machen, dass er damit dem Veranstalter einen Aufschlag zahlt, um sich selbst einen Teil des Verlustrisikos abzunehmen. Bei einem Boost in der Wette verfällt dieser zudem beim Cash-Out.

Steuern: wann ein Gewinn wirklich ein Gewinn ist

Gewinne aus Schweizer Grossspielen – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag differiert, deshalb gilt «je nach Kanton», und es gibt keine einzelne kantonale Zahl, die man verallgemeinern dürfte. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Der typische Wetter erreicht diese Schwelle nie. Bei vier Linien mit Quoten zwischen 1.50 und 2.50 und einem Einsatz von CHF 1 pro Linie liegt die Rückzahlung im zweistelligen Frankenbereich, und die Frage nach der Steuer stellt sich nicht. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer; die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Eine Steuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht.

Steuerfragen dieser Art klärt man mit einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung, nicht mit einer Vergleichsseite.

Die zehn Anbieter im Vergleich: was eine Trixie je Adresse kostet

Für die folgende Einordnung sind zwei Gruppen zu unterscheiden. Zwei Anbieter dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten, acht sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, die für Schweizer Wettende sichtbar sind und hier mit denselben Kriterien beurteilt werden. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist strafbar, und die Gespa kann Domains auf die Sperrliste setzen. Die Beschreibungen sind Beschreibungen und keine Empfehlung zur Teilnahme.

Bei den acht ausländischen Marken gibt es zu Trixie-Systemwetten, Limiten, Auszahlungsgeschwindigkeit oder Schutzfunktionen keine Angaben, die eine belastbare Prüfung tragen. Was auf der Seite ihrer Bewilligung steht, hat in der Schweiz keine Kraft. Was sie an Produkten führen, ist ihre eigene Angabe. Wer dort eine Trixie spielt, spielt sie ohne Schweizer Rechtsschutz, ohne Sperrregister und ohne die Gewissheit, dass die Domain morgen noch erreichbar ist.

1. Swisslos Sporttip: die höchste Systemwetten-Grenze im Land

Swisslos (Swisslos.ch) hält eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51) und wird von der Gespa beaufsichtigt, als einer von zwei Veranstaltern, die das interkantonale Recht zulässt; Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Produkt heisst Sporttip. Ein Online-Konto erhalten nur Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet: den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dem Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein.

Für eine Trixie sind drei Zahlen prägend. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Die Verlustlimiten müssen vor der ersten Teilnahme gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für unter 21-Jährige, wobei eine Erhöhung erst nach 72 Stunden wirkt. Und der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 – die Trixie bleibt aussen vor.

Fazit zu Swisslos Sporttip: Die Systemwetten-Obergrenze von CHF 10’000 ist das eigentliche Verkaufsargument dieser Adresse, und sie gilt genau den Wettenden, die eine Trixie mit echtem Einsatz spielen statt als Fingerübung. Wer im Vertragsgebiet wohnt und den Hebel nicht an einer Einzelwettengrenze von CHF 1’000 zerschellen lassen will, findet hier die einzige bewilligte Möglichkeit dazu.

2. Loterie Romande Jouez Sport: kleines Budget, harte Deckel

Die Loterie Romande (jeux.loro.ch) hält ebenfalls eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51) unter Gespa-Aufsicht und ist der zweite Veranstalter, den das interkantonale Recht zulässt; Veranstalterin ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande, das Produkt heisst Jouez Sport. Sie veranstaltet für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Die Einsatzzahlen sind für Systemwetten eindeutig: Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2; Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen mit einer Gesamtquote zwischen 1.10 und 100’000.

Fazit zu Loterie Romande Jouez Sport: Die CHF 2 pro Multiple machen diese Adresse zur einzigen, an der eine vierlinige Trixie für unter CHF 10 Gesamteinsatz zu haben ist – und der Deckel von CHF 500 pro Kombiwette sorgt dafür, dass daraus kein grosser Verlust wird. Wer viel Einsatz bewegen will, stösst hier früher an als im Vertragsgebiet von Swisslos; wer kontrolliert spielen will, findet hier die strengere, aber passende Grenze.

3. Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung

Cloudbet (Cloudbet.com) hat keine Schweizer Bewilligung; nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Kraft, der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angebunden, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.

Zur Trixie selbst ist über diesen Anbieter nichts bekannt, was einer Schweizer Prüfung standhielte. Wer dort spielt, verliert den Anspruch auf die Schutzfunktionen, die das bewilligte System bietet.

Fazit zu Cloudbet: Der Punkt, an dem sich die Entscheidung entscheidet, ist nicht das Produkt, sondern die fehlende Anbindung an das Sperrregister – wer sich selbst sperren lassen will, kann das hier nicht mit Wirkung für die Schweiz tun.

4. Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit (Rollbit.com) hat keine Schweizer Bewilligung und fällt damit unter dieselbe Einordnung wie alle hier gelisteten ausländischen Anbieter: keine Veranstalterbewilligung für die Schweiz, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die DNS-Sperrliste.

Zu Systemwetten mit drei Auswahlen trägt diese Adresse nichts bei, was über die Angaben des Anbieters selbst hinausginge. Für die Frage, was eine Trixie in der Schweiz rechtlich ist, spielt er keine Rolle.

Fazit zu Rollbit: Wer hier spielt, wählt ein Angebot ohne die zwei Merkmale, die den Schweizer Markt ausmachen – geprüfte Identität und einspielbarer Spielerschutz.

5. Sportaza: ohne Schweizer Bewilligung

Sportaza (Sportaza.com) hat keine Schweizer Bewilligung; die Veranstaltung von Sportwetten in der Schweiz bleibt Swisslos und der Loterie Romande vorbehalten. Eine Bewilligung aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung, und der Anbieter ist an das Sperrregister nicht angebunden. Seine Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Fazit zu Sportaza: Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fehlt nicht nur die Erlaubnis, sondern auch jede Grundlage für einen Streit über eine Wette – wer keinen Schweizer Rechtsweg hat, hat bei einer strittigen Linie keinen Hebel.

6. 22Bet: ohne Schweizer Bewilligung

22Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Für Schweizer Wettende gilt: keine Schweizer Veranstalterbewilligung, keine Einsicht in das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Sperrung der Domain über die Gespa-Liste.

Angaben zu Systemwetten, Limiten oder Auszahlungswegen, die für die Schweiz belastbar wären, liegen nicht vor. Was der Anbieter selbst zu Einsätzen und Auszahlungen kommuniziert, ist seine eigene Information.

Fazit zu 22Bet: Für die Frage, ob eine Trixie zu den eigenen Limiten passt, ist dieser Anbieter keine belastbare Adresse – die Limiten, die den Schweizer Markt prägen, gelten hier nicht.

7. HornetBet: ohne Schweizer Bewilligung

HornetBet (Hornetbet.io) hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, das Sperrregister kennt den Anbieter nicht, und Schweizer Wettende haben keinen Schutzweg. Die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden und wird dann von den hiesigen Telecom-Anbietern per DNS-Sperre blockiert.

Zur Struktur von Systemwetten bei diesem Anbieter ist nichts bekannt, was über eine Selbstauskunft hinausreicht. Die Beschreibung bleibt deshalb bei den Angaben, die den Schweizer Status betreffen.

Fazit zu HornetBet: Die entscheidende Einschränkung liegt nicht im Wettangebot, sondern im Eintrag «ohne Schweizer Bewilligung» – er nimmt dem Spieler jede Möglichkeit, sich bei einer strittigen Auszahlung an eine Schweizer Stelle zu wenden.

8. BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung

BDMBet (Bdmbet.com) hat keine Schweizer Bewilligung. Die Veranstaltung von Sportwetten in der Schweiz ist damit nicht erlaubt, und für Schweizer Wettende gibt es keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg.

Fazit zu BDMBet: Im Vergleich zu den beiden bewilligten Veranstaltern fehlt hier die gesamte Aufsichtskette – von der Bewilligung über die Aufsicht bis zur Kontrolle der Auszahlung.

9. 20Bet: ohne Schweizer Bewilligung

20Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Bewilligung nach eigener Angabe hat in der Schweiz keine Kraft, der Anbieter ist nicht an das Sperrregister angebunden, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.

Angaben zu Einsätzen, Auszahlungen oder Schutzfunktionen für Schweizer Kundinnen und Kunden liegen nicht vor. Die Eingruppierung beschränkt sich deshalb auf den Bewilligungsstatus und dessen Folgen.

Fazit zu 20Bet: Wer hier eine Trixie spielt, spielt sie mit den Hausregeln des Anbieters – und die sind in einem Rechtsstreit die einzige Grundlage, weil Schweizer Recht nicht greift.

10. Betify: ohne Schweizer Bewilligung

Betify (Betify.com) hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; jede andere Bewilligung ist hier wirkungslos, das Sperrregister kennt den Anbieter nicht, und Schweizer Wettende haben keinen Rechtsweg. Die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden und wird dann blockiert.

Fazit zu Betify: Die fehlende Bewilligung ist hier nicht eine Formalie am Rand, sondern der Umstand, der alles andere bestimmt – vom fehlenden Spielerschutz bis zur Unmöglichkeit, eine Wette vor einer Schweizer Stelle durchzusetzen.

Was das für einen einzelnen Wettschein konkret bedeutet

Ein durchgerechnetes Beispiel macht den Unterschied zwischen vier Linien und einer Einzelwette deutlicher als jede Beschreibung. Nehmen wir einen Wetter, der CHF 20 für einen Samstagnachmittag veranschlagt hat und drei Fussballspiele im Programm findet, bei denen er jeweils eine Quote um 1.80 für angemessen hält. Als drei Einzelwetten zu je CHF 6,66 kostet das CHF 20 und bringt drei voneinander unabhängige Wetten mit je einer Auszahlung von CHF 12 bei einem Treffer. Als Trixie zu CHF 5 pro Linie kostet es ebenfalls CHF 20, verteilt auf vier Wetten, und die Auszahlung hängt davon ab, wie viele Tipps aufgehen.

Bei zwei Treffern zahlt die Trixie eine Zweier-Kombination mit einer Quote von 1.80 × 1.80 = 3.24 aus, bei einem Linieneinsatz von CHF 5 also CHF 16.20 – weniger als die CHF 20 Gesamteinsatz, also ein Verlust von CHF 3.80. Bei drei Treffern zahlt die Trixie drei Zweier-Kombinationen zu je CHF 16.20 plus eine Dreier-Kombination mit der Quote 5’832, also CHF 29.16, in Summe CHF 77.76 bei CHF 20 Einsatz. Die drei Einzelwetten hätten bei drei Treffern CHF 36 zurückgezahlt.

Die Trixie gewinnt diesen Vergleich also nur, wenn alle drei Tipps aufgehen, und verliert ihn, sobald genau zwei aufgehen. Das ist der Kern der Sache und die Antwort auf die Frage, warum Systemwetten attraktiver klingen, als sie sind: Der Preis für die Struktur ist der Einsatz, und der Einsatz ist immer voll bezahlt. Wer drei Tipps für so gut hält, dass alle drei aufgehen, hat mit drei Einzelwetten mehr davon. Wer die Dreier-Kombination als Lotterielos betrachtet und die Zweier-Linien als Trost, hat mit der Trixie eine Struktur, die genau das liefert – aber auch nur das.

Für die Auszahlungspraxis heisst das: Wer die drei Einzelwetten spielt, hat bei zwei Treffern zwei Auszahlungen und bleibt im Plus. Wer die Trixie spielt, hat bei zwei Treffern eine Auszahlung und bleibt im Minus. Das ist keine Feinheit, sondern der ganze Unterschied.

Häufige Fragen zur Trixie-Wette in der Schweiz

Was ist eine Trixie-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?

Eine Trixie kombiniert drei Voraussagen zu drei Zweier-Kombinationen und einer Dreier-Kombination, also vier Wetten. Sie ist damit eine Full-Cover-Wette über drei Auswahlen und enthält keine Einzelwetten. Der Gesamteinsatz ergibt sich aus dem Einsatz pro Linie mal vier, unabhängig davon, wie die Quoten liegen.

Wie funktioniert eine Trixie, wenn nur zwei der drei Tipps eintreffen?

Dann zahlt genau eine Zweier-Kombination aus, nämlich die des Paares, das richtig lag. Die beiden übrigen Zweier-Linien und die Dreier-Kombination sind verloren. Ob der Abend im Plus endet, hängt vom Quotenprodukt des Trefferpaares und vom Gesamteinsatz ab; bei einem Einsatz von CHF 1 pro Linie liegt die Rückzahlung zwischen CHF 3.00 und CHF 5.00 bei CHF 4 Gesamteinsatz.

Worin unterscheidet sich die Trixie vom Patent mit seinen sieben Wetten?

Der Patent besteht ebenfalls aus drei Tipps, umfasst aber drei Zweier-Kombinationen, eine Dreier-Kombination und drei Einzelwetten, insgesamt also sieben Wetten. Zur Trixie kommen damit drei Einzelwetten hinzu, und der Gesamteinsatz steigt von vier auf sieben Linieneinsätze. Der Patent bringt bei einem einzigen Treffer schon Geld zurück, die Trixie nicht.

Wie berechnet sich der Gesamteinsatz einer Trixie bei einem festen Einsatz pro Teilwette?

Der Gesamteinsatz ist der Einsatz pro Linie multipliziert mit der Zahl der Linien, bei der Trixie also mit vier. Bei CHF 1 pro Linie sind es CHF 4, bei CHF 5 pro Linie CHF 20, bei CHF 20 pro Linie CHF 80. Die Höhe der Quoten ändert an dieser Summe nichts, und ein Fehler in einer Voraussage ändert sie ebenfalls nicht.

Wird die Trixie bei Swisslos oder Loterie Romande angeboten, und wo ist das im Wettprogramm nachzulesen?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten veranstalten. Ob und in welcher Form eine Systemwette dort im Programm steht, ist im jeweiligen Wettprogramm nachzulesen; Swisslos führt Systemwetten mit einer eigenen Obergrenze von CHF 10’000, Jouez Sport regelt Multiples im eigenen Reglement. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus.

Wie lässt sich ein möglicher Gewinn aus den Quoten der drei Tipps rechnen, und welche Rolle spielt die Marge?

Die Quoten der Zweier-Kombinationen sind die Produkte der Einzelquoten, die der Dreier-Kombination das Produkt aller drei. Der mögliche Gewinn ist die Summe der auszahlenden Linien. Die Marge steckt in jeder Einzelquote als Abstand der Auszahlungsquote von 100 Prozent und damit in allen vier Linien gleichzeitig, weil jede Linie ein Produkt dieser Quoten ist. Sie senkt den möglichen Ertrag, nicht die Zahl der Linien.

Inhalt erstellt vom Team «quotenerklaert»