Kombiwetten in der Schweiz: Strategie heisst rechnen, nicht raten

Updated Oktober 2026
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Ein Schachbrett mit mehreren Figuren mitten in einer Partie steht auf einem Holztisch, daneben liegt ein Stift.

Was eine Kombination aus mehreren Voraussagen wirklich kostet

Wer zum ersten Mal einen Wettschein mit vier Kreuzen ausfüllt, merkt schnell: Die Quote steigt steil an, der Einsatz bleibt gleich. Genau dort setzt die Verkaufslogik an. Vier Voraussagen zu je 2.00 ergeben eine Gesamtquote von 16.00, aus CHF 10 werden rechnerisch CHF 160. Nur muss dafür jede einzelne dieser vier Voraussagen eintreffen, und jede von ihnen trägt bereits die Marge des Veranstalters in sich. Das ist der Kern dieses Leitfadens: nicht, welche Kombination gewinnt, sondern was eine Kombination den kostet, der sie spielt.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben der besprochenen Veranstalter wurden gegen die Veröffentlichungen der Gespa und gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden konzessionierten Schweizer Anbieter abgeglichen.

In der Schweiz ist das Feld klein. Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt unter dem Namen Sporttip das Angebot für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Wer ausserhalb seines Vertragsgebiets wohnt, bekommt online kein Konto. Das ist keine Formalie, sondern die erste Schranke, an der ein Schweizer Wettender steht.

Woher die Quote kommt und warum sie nie ein Geschenk ist

Zwei Zahlen stehen auf jedem Wettschein, und nur eine davon sieht der Kunde. Die Quote ist die sichtbare. Die zweite ist der Quotenschlüssel, also der Anteil aller Einsätze eines Marktes, der am Ende an die Wettenden zurückfliesst. Die Differenz zwischen beiden heisst Marge, und sie gehört dem Veranstalter, egal wie die Partie ausgeht.

Ein hölzerner Richterhammer liegt auf einer polierten Tischplatte vor einem hohen Fenster mit weichem Morgenlicht.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen.

Rechnen lässt sich das an einem beliebigen Zwei-Weg-Markt. Nehmen wir eine Beispielquote von 1.90 auf beide Seiten, ausdrücklich als Rechenbeispiel und nicht als irgendwo abgelesener Preis. Der Quotenschlüssel liegt dann bei 1 geteilt durch (1/1.90 + 1/1.90), also bei rund 0,526, das sind 52,6 %. Die Marge beträgt folglich 47,4 %. Solange beide Seiten unter 2.00 stehen, bleibt der Schlüssel unter 100 %, und die Marge bleibt positiv. Diese Beispielrechnung ist keine Aussage über einen konkreten Markt, sie zeigt nur den Mechanismus: Je tiefer die Quoten, desto grösser der Anteil, der beim Veranstalter bleibt. Ihr Ergebnis ist eine Schätzung für diesen einen fiktiven Markt unter der Annahme, dass beide Ausgänge gleich bepreist sind.

Das ist der eigentliche Gegenstand jeder Strategie, und es ist der Punkt, an dem die meisten Ratgeber verstummen. Eine Marge von 47,4 % in einem Zwei-Weg-Markt wäre für einen realen Fussballmarkt sehr hoch gegriffen, sie steht hier als Rechenbeispiel und nicht als Preis. Über die tatsächlichen Quotenschlüssel der Schweizer Veranstalter in einzelnen Ligen sagt das nichts. Was es sagt: Eine Quote ist niemals der faire Wert einer Chance. Sie ist der faire Wert minus etwas. Und dieses Etwas wächst nicht mit, wenn man Voraussagen anhängt. Es multipliziert sich.

Grundlagen: Form, Statistik und Quote in der Kombination

Eine Voraussage entsteht aus drei Zutaten, die selten sauber getrennt werden: Form, Statistik und Quote. Form ist, was in den letzten Wochen passiert ist. Statistik ist, was über einen längeren Zeitraum messbar ist. Die Quote ist, was der Markt aus beidem gemacht hat, abzüglich der Marge. Die entscheidende Frage bei jeder Kombination ist, ob das eigene Papier mehr über die Partie weiss als die Quote. Im professionellen Sport ist das fast nie der Fall, und im Breitensport kaum.

Ein leeres kariertes Heft und ein Bleistift liegen auf einem Küchentisch im warmen Licht des späten Nachmittags.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Ein Value-Bet ist die Vorstellung, dass eine Quote den wahren Wert einer Chance unterschätzt. Wenn eine Voraussage wirklich zu mehr als dem Kehrwert der Quote eintritt, ist die Wette auf lange Sicht wertvoll. Das ist die Theorie. Die Praxis hat zwei Hürden. Braucht man für diesen Nachweis doch viele Wetten und nicht wenige, weil der einzelne Ausgang zu stark schwankt. Zweitens muss die Schätzung genauer sein als der Markt, der genau dieses Spiel mit vielen Informationen bepreist, und auch nicht ganz schlecht darin ist. Eine Kombination verschärft beide Hürden, weil sich die Fehler der Einzelvoraussagen multiplizieren und nicht ausgleichen.

Wer trotzdem auf eigene Beurteilung setzen will, sollte den Einsatz nicht an die Länge der Kette koppeln. Eine Kombination mit einem kleinen Einsatz ist harmlos, dieselbe Kombination mit erhöhtem Einsatz wegen der grossen Quote braucht eine Linie, die seltener wird und den Einsatz zu einem schlechten Proportionalwert macht.

Die Marge wird mit jeder angehängten Voraussage multipliziert

Eine Kombination sieht aus wie eine Wette. Rechnerisch sind es mehrere Wetten, die aneinandergekettet werden, und die Buchhaltung dahinter arbeitet genau so. Wer den Schlüssel eines Marktes kennt, kann den Schlüssel einer Kombination abschätzen: Für zwei Positionen mit je 52,6 % liegt er bei etwa 27,7 %, für vier bei rund 7,7 %, für sechs in der Grössenordnung eines halben Prozents. Diese Zahlen folgen direkt aus dem Beispielschlüssel und nicht aus Daten eines Veranstalters.

Der Vergleich macht die Grössenordnung sichtbar, um die es geht. Die Einzelwette behält etwas mehr als die Hälfte des Einsatzes im Spiel, rein rechnerisch. Zwei verbundene Voraussagen noch etwa ein Viertel. Vier weniger als ein Zehntel. Und das sind nur die Durchschnitte über viele Wetten. Der einzelne Wettschein gewinnt entweder voll oder gar nicht; die Erwartung liegt unter dem Einsatz, unabhängig davon, wie geschickt die Voraussagen ausgesucht wurden.

Zahl der Voraussagen Geschätzter Quotenschlüssel Marge
1 52,6 % 47,4 %
2 27,7 % 72,3 %
4 7,7 % 92,3 %
6 rund 2,1 % rund 97,9 %

Das ist keine Prognose über Auszahlungsquoten Schweizer Veranstalter, sondern die Arithmetik des Beispiels. Der Punkt ist unbequem und leicht zu übersehen: Wer eine Kombination spielt, kauft sich eine höhere Quote und bezahlt sie mit einer vervielfachten Marge. Bei fünfzehn Voraussagen, wie sie der Kombiboost bei Sporttip für die höchste Stufe verlangt, kollabiert der Schlüssel des Beispiels auf einen Bruchteil eines Prozents. Nur annähernd die Hälfte des eingesetzten Geldes bleibt in einem solchen Schein überhaupt im Wertebereich der Wette. Alles andere ist der Preis der Aussicht auf eine grosse Zahl.

Doch die volle Marge ist nie in jeder Zeile desselben Marktes gleich. Sie hängt an der Sportart, an der Liga, am einzelnen Markt und am Tag der Auszeichnung.

Warum eine grössere Auswahl nicht die bessere Auswahl ist

Es gibt eine Verführungslinie, die durch jede Diskussion über Kombinationen läuft. Sie lautet: Wer mehr Spiele tippt, kennt sich besser aus, also steigt die Trefferchance. Das ist ein Fehlschluss. Die Trefferchance einer Kombination ergibt sich aus dem Produkt der Einzelchancen. Sie sinkt mit jeder angehängten Voraussage, und zwar immer. Ein Vierer, dessen vier Voraussagen je zu 50 % aufgehen, also ein Vierer auf vier Münzwürfe, schafft es in 6,25 % der Fälle. Ein Sechser auf dieselben Münzen liegt bei 1,56 %. Die Quote steigt, die Wahrscheinlichkeit fällt, und das Verhältnis zwischen beiden verändert sich nur durch die Marge und die Qualität der Erwartungen, nie durch die blosse Anzahl der Kreuze.

Daraus folgt für den Aufbau einer Kombination ein Satz, der jedem Reklameversprechen widerspricht: Jede zusätzliche Voraussage muss die Quote so stark heben, dass die gesunkene Trefferaussicht das aufwiegt. Und weil die Marge im Hintergrund mitmultipliziert wird, wiegt sie es praktisch nie in der Erwartung auf. Ein Vierer mit einer Voraussage in einem Markt, den man gar nicht beurteilen kann, ist keine Wette auf Wissen. Es ist eine Wette darauf, dass die Marge die Zufallsverteilung nicht besiegt.

Wer eine Kombination trotzdem spielt, sollte sie so bauen, dass sie nicht an einer einzigen Stelle kippt, die nichts mit den anderen Voraussagen zu tun hat. Die sportliche Nähe hilft. Zwei Voraussagen aus derselben Partie hängen voneinander ab, und bei Sporttip dürfen abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung ohnehin nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Wer sie ohne diese Funktion zusammenstellt, riskiert, dass der Veranstalter die ganze Kombination für ungültig erklärt und nur den Einsatz zurückgibt.

Die eigene Linie vor der Voraussage, nicht danach

Wettende geben am liebsten nach. Wer einen Vierer verloren hat, hängt beim nächsten Schein zwei Voraussagen mehr an, um «das wieder hereinzuholen». Das ist die eine Bewegung, die den Einsatz schneller wachsen lässt als jede Quote — und der Grund, warum die Limits in der Schweiz nicht freiwillig schön, sondern verbindlich vorgeschrieben sind. In der Schweiz ist ein vorab gesetztes persönliches Limit die Regel, nicht die Ausnahme. Die verfügbaren Quoten und die eigenen Voraussagen ändern daran nichts.

Bei der Swisslos-Seite müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die technische Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dieses 72-Stunden-Fenster ist der interessantere Teil. Es verhindert nicht, dass jemand mehr riskiert, aber es nimmt der Entscheidung die Dringlichkeit. Wer eine Erhöhung beantragt und nicht am nächsten Morgen schon wieder davon abgerückt ist, hat eine Entscheidung statt einer Laune getroffen.

Auch ohne eigenes Limit bleibt die Statistik brutal: Je länger die Kette, desto tiefer die Chance. Wer zu einem 50-Prozent-Fussballspieler zwei weitere Partien dieser Art kombiniert, steht bei rund 12,5 % und nicht bei 50 %. Und wer an dieser Stelle spürt, dass die Stimmung den Ausschlag gibt und nicht die Zahlen, findet in der Schweiz bei beiden Veranstaltern Hilfsangebote und eine Spielsperre, die ohne Aufhebung vor Fristablauf gilt.

Die Schweizer Regeln für Wetten und was sie für Kombinationen bedeuten

In der Schweiz dürfen Wetten auf Sportereignisse nur von den beiden Veranstaltern mit Bewilligung angeboten werden. Der Rechtsrahmen ist das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und sie besteht aus zwei Teilen: der Veranstalterbewilligung und der Bewilligung je Spiel. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und daraus ergibt sich die gesamte Schweizer Anbieterlandschaft.

Die Regeln für Kombinationen legt jeder Veranstalter selbst fest. Anders als bei der Bewilligung gibt es dort keine einheitliche Vorschrift, und genau das ist der Punkt, an dem sich ein Vergleich lohnt, weil die beiden Häuser unterschiedlich rechnen.

Wie Sporttip und Jouez Sport eine Kombination unterschiedlich behandeln

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen. Die Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Untergrenze und Obergrenze der Quote stehen also beide im Reglement, was für die Planung mehr bedeutet, als es zunächst aussieht: Eine sehr lange Kette mit sehr kleinen Einzelquoten fällt unter Umständen unter den Mindestwert, und eine sehr lange Kette mit sehr grossen Quoten stösst oben an. Die Länge einer Kombination ist damit nicht frei wählbar, sondern hat einen Bereich, den das Reglement absteckt.

Bei Sporttip gibt es eine solche Spannenangabe nicht, dafür eine Gewinnobergrenze, die an den Nettogewinn und an die Anzahl der Voraussagen gekoppelt ist: Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, einschliesslich Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind dabei limitiert, und ein Cash-Out lässt den Aufschlag verfallen.

Diese Mindestquote von 1.50 ist der eigentliche Filter. Vier Voraussagen müssen sie erfüllen, und eine Voraussage mit 1.45 zählt nicht, auch wenn sie in der Kette steht. Für den Leser heisst das, dass die Bonusleiter indirekt das Tippverhalten beeinflusst: Wer den Aufschlag will, sucht keine sicheren Favoriten mit kleinen Quoten, sondern Grenzfälle. Eine 5-%-Erhöhung auf einen Nettogewinn, für die die halbe Kette umgebaut werden muss, ist kein Geschenk. Sie ist eine Wette darauf, dass die erzwungenen Zusatzvoraussagen ihren Preis wert sind. Und die Marge reist, wie oben an der Beispielrechnung zu sehen war, bei jeder mit.

Einzelwette oder Kombination: die Frage nach der Rechnung, nicht nach dem Geschmack

Wer zwei Voraussagen für gut hält, kann sie trennen oder verbinden. Getrennt sind es zwei Wetten mit zwei Ausgängen, die unabhängig voneinander bezahlt werden. Verbunden ist es eine Wette mit einem Ausgang, und dieser Ausgang tritt nur ein, wenn beide eintreffen. Der Unterschied klingt wie eine Feinheit, er ist aber der Unterschied zwischen zwei völlig verschiedenen Erwartungswerten.

Die Rechnung ist die vom Anfang. Angenommen ein Wert von 1.90 auf beiden Seiten, ausdrücklich als Rechenbeispiel, nicht als abgelesener Preis. Bei getrennten Wetten liegt der geschätzte Quotenschlüssel bei rund 52,6 % und damit die Marge bei rund 47,4 % — je Wette. Beim Vierer fällt er auf rund 7,7 %, beim Sechser auf eine Grössenordnung von zwei Prozent. Diese Werte sind die Endstufe dessen, was oben als Reihenfolge stand; sie ändern sich nicht dadurch, dass man sie auf einzelne Wetten aufteilt. Die einzelne Wette trägt die Marge einmal, die Kombination trägt sie so oft wie die Voraussagen lang ist.

Wann lohnt sich das? Wenn die Kombination einen echten Aufschlag zurückholt, der den Schlüssel hebt. Genau das ist bei einem kombinierten Freiwettgewinn der Fall, denn ein Freiwettgewinn nimmt dem Kunden das Verlustrisiko des Einsatzes ab. Und dieser Aufschlag ist bei den Schweizer Veranstaltern an das Vorhandensein mehrerer Voraussagen gekoppelt. Ein Vierer mit 5 % Bonus auf den Nettogewinn steht gegen eine Marge, die bei zwei Voraussagen schon auf 72,3 % steigt. Der Bonus bewegt sich nicht in derselben Kategorie wie die Marge. Er ist eine Tropfenbewegung.

Eine Partie, die nicht gespielt wird

Eine Kombination kann nicht nur wegen falscher Voraussagen auseinanderfallen. Ein abgesagtes Ereignis tut dasselbe, und dieser Fall ist bei Scheinen mit mehreren Sportarten oder mehreren Ligen fast unvermeidlich über ein ganzes Jahr. Wie er abgerechnet wird, steht nicht in der Verfassung, sondern im Reglement des Veranstalters. Bei Sporttip jedenfalls gilt: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, so ist die Wette ungültig. Bei Einzelwetten wird der Einsatz zurückgezahlt. In Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Die Kette bleibt stehen, aber die entsprechende Position verschwindet, und damit auch ihre Verstärkung.

Der Unterschied ist wichtig. Für die eigene Buchhaltung heisst das: Kein Totalverlust, aber auch kein Bonus mehr. Die Kombination ist dann kleiner als geplant. Genau wegen dieser Regel ist jede Kombination mit vielen Voraussagen nur so viel wert wie das schwächste Glied, das noch im Rennen ist — und die eigene Quote steht in diesem Moment unabänderlich fest, ohne dass die Entscheidung noch rückgängig gemacht werden kann.

Verantwortungsvoll wetten: Wo eine Kombination teuer wird

Hier schlägt die Marge als Rechnung auf das Budget eines Menschen durch, nicht mehr als Statistik. Bei jeder Voraussage, die einer Kombination hinzugefügt wird, sinkt die Chance, und die effektive Erwartung pro CHF Einsatz fällt. Wer eine lange Kette spielt, blättert nicht nur im Ergebnis pro Schein, sondern auch beim Schlüssel. Bei sechs Voraussagen im Beispiel waren es rund 2,1 % des Einsatzes, der rechnerisch zurückfliesst.

Für die Swisslos-Seite sind deshalb Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage bei der ersten Teilnahme verpflichtend. Auch ein freiwilliges Einzahlungslimit für jeweils 30 Tage ist möglich. Ein Zugang kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage gesperrt werden, und eine unbefristete Sperre wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch Casinos einschliesslich Online-Casinos und das Fürstentum Liechtenstein erfasst. Anders als bei einem freiwilligen Kontoauszug gilt eine solche Sperre, bis sie abläuft, und sie lässt sich nicht am nächsten Tag zurücknehmen.

Bemerkenswert ist, dass die Regel hier zugunsten des Kunden gelesen werden kann: Beide Schweizer Veranstalter setzen das Zeitfenster für die Erhöhung einer Limite auf 72 Stunden, während das Geldspielgesetz nur 24 Stunden vorschreibt. Für einen Sportwettenden ist der Unterschied an einem Samstagnachmittag beträchtlich.

Kaufen und Auszahlen lassen: Wege und ihre Narben

Ein Wettkonto ist kein Bankkonto, und beide Schweizer Häuser behandeln es auch nicht so. Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder per Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Das ist eine doppelte Schranke: eine monatliche Obergrenze und eine Kontostandsgrenze, die eine kurzfristige Umgehung verhindern soll.

PostFinance Pay steht als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos zur Verfügung, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Die Auszahlung geht innerhalb von 365 Tagen zweimal kostenlos auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto überwiesen.

Zwei Dinge stehen nicht in dieser Liste, und sie gehören zur nüchternen Einordnung. Ein Zahlungskonto muss auf den Namen des Kontoinhabers lauten, anonyme oder Crypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht. Und eine Schweizer Wettwette ist kein Bankkonto mit Tagesgeld; die Auszahlung dauert Tage, nicht Stunden. Das beeinflusst, mit welchem Betrag man arbeiten kann. Wer die Auszahlungshäufigkeit klein hält, spart Kommission und Wartezeit, und deshalb ist die Auszahlungsfrequenz ein Teil der Strategie und nicht ein Nachgedanke.

Was die Zahlen bei einem bestimmten Schein bedeuten

Ein Vierer mit einer Gesamtquote von 8.00 und einem Einsatz von CHF 10 liefert eine Auszahlung von CHF 80. Das ist die nüchterne Multiplikation, und in dieser Zeile steckt keine Marge, weil sie bereits in der Quote verrechnet ist. Was am Ende auf dem Konto ankommt, ist ein anderer Betrag als die Rendite aus der eigenen Sicht, denn eine Auszahlung sagt nur, was ein gewonnener Schein zurückbringt — nicht, wie wahrscheinlich er gewinnt. Bei einer Quote von 8.00 müsste man den Ausgang deutlich häufiger als in einem von acht Fällen treffen, um dauerhaft im Plus zu bleiben. Die Marge macht diese Latte höher, und keine Strategie verändert das.

Für die Frage, was der Kombinationsvorteil wert ist, hilft eine Umrechnung. Fällt eine von vier Voraussagen auf Quote 1.00, so multipliziert sich die Auszahlung nicht mehr mit dem verlorenen Faktor, sondern nur noch mit 1.00. Der Einsatz bleibt vollständig im Spiel, aber der Nettogewinn schrumpft um genau den Faktor der ausgefallenen Voraussage. Aus einer Gesamtquote von 9.00, gebildet aus 2.00, 1.80 und 2.50, wird dann 3.60 — bei CHF 10 Einsatz also CHF 36 statt CHF 90.

Die eigene Voraussage gegen die eigene Buchhaltung

Wettende führen selten Aufzeichnungen über die Differenz zwischen dem, was eine Quote versprach, und dem, was tatsächlich zurückkam. Diese Differenz ist die Marge, und sie ist für den einzelnen Schein klein genug, um sie zu übersehen, aber gross genug, um über 50 Wetten einen Unterschied zu machen. Wer das nicht glaubt, kann es mit den Beispielzahlen nachvollziehen: Ein Vierer mit einem Schlüssel von rund 7,7 % kehrt im Mittel weniger als ein Zehntel des Einsatzes zurück.

Gegen diese Grössenordnung hilft kein Tipp. Sie hilft nur eine Reduktion der Kette. Wer Kombinationen spielt, weil sie das erwünschte Ergebnis erlauben, aber die Kette kaum länger als zwei macht, reduziert den multiplizierten Preis auf einen Bruchteil. Der Vierer mit 5 % Nettogewinnaufschlag bringt dann den Aufschlag nicht. Das ist kein Widerspruch, es ist der Tausch, den beide Häuser und alle Aufschläge anbieten: mehr Aufschlag gegen mehr Länge. Wer den Aufschlag annimmt, nimmt auch die Länge an und zahlt dafür mit der Marge.

Die Kombination bei Schweizer Veranstaltern: was sie zusammenhält

Sporttip-Wetten lassen sich online über Swisslos oder über die Sporttip App für iOS und Android abgeben. In der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden. Jouez Sport ist in der Westschweiz präsent, und die Loterie Romande zahlt auf der Grundlage ihres Veranstalterstatus keine Wetten an Personen aus, die nicht im Vertragsgebiet wohnen.

Bei den Quotenschlüsseln und der Auszahlung gehen die beiden Häuser unterschiedlich vor. Bei einem Vergleich kommt es daher auf Details an, die in der Werbung nicht vorkommen. Der Mindesteinsatz bei Sporttip für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Auch das ist ein Unterschied zu einem Schema, das sich der Wettende selbst wählt.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Für die Online-Registrierung sind mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet erforderlich; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Wie die beiden bewilligten Veranstalter und zehn ausländische Anbieter einzuordnen sind

Die Schweiz kennt nur zwei Veranstalter. Das ist keine Marktbeobachtung, es ist der Rechtsrahmen. Wer die folgende Übersicht liest, muss zwei Fragen auseinanderhalten: die nach der Bewilligung und die nach den Konditionen. Die Auslandskarten tragen in der Tabelle andere Einträge als die beiden Schweizer. Sie sind aufgeführt, weil Schweizer Spielende auf sie treffen.

Brand Bewilligungsstatus Schweiz Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Angebot Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; Angebot Jouez Sport
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Rabona ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
PowBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung Tobique (Kanada), gemeldet von Drittquellen; keine Geltung in der Schweiz
Playzilla ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung

Nur zwei Zeilen darin haben eine Schweizer Bewilligung, und die anderen acht nicht. Dass eine Website erreichbar ist, bedeutet nicht, dass sie in der Schweiz tätig sein darf. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung, und die Sperrliste der Gespa ist der praktische Ausdruck davon.

Swisslos Sporttip: das Mass aller Dinge bei den Limiten

Swisslos ist ein Genossenschaftsunternehmen mit Sitz in Basel. Es veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die seit 2020 in Kraft ist; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Für Kombinationen ist das Haus die erste Adresse in der Deutschschweiz. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, die Obergrenze pro Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Bei einer Gewinnberechnung wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein solcher Rundungsschritt ist keine Nebensache: Über viele Wetten läuft er immer in die gleiche Richtung.

Neben dem Kombiboost gibt es Quotenboosts, die nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage gelten. Profitboosts heben den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die Formulierung «nur einmal nutzbar» ist die entscheidende. Ein Aufschlag, den man beliebig oft einsetzen kann, ist eine dauerhafte Verbesserung. Einer, der einmal gilt, ist eine Marketingberührung.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und der Betrag hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Was man dabei nicht übersehen darf: Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Wer aussteigt, verkauft seine Position an den Veranstalter — und der kauft nicht zum Marktwert der Chance, sondern zu seinem.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist eine Rückversicherung des Veranstalters gegen den technischen Vorsprung des Zuschauers, und in einer Kombination wird sie besonders unangenehm: Eine Position, die auf 1.00 fällt, schleppt die ganze Kette in die Bedeutungslosigkeit.

Wer in der Deutschschweiz legal kombinieren will, hat hier die grösste Auswahl an Regeln, die man vorher lesen sollte: Der Kombiboost verlangt eine Mindestquote von 1.50 pro Position, die Abrechnung rundet gegen den Kunden, und der Cash-Out ersetzt einen Teil des Gewinns. Wer sein Budget steuern will, findet zudem ein komplettes Limitwerk mit 72-Stunden-Sperre für Erhöhungen. Wo eine Kombination aus vier bis sechs Fussballspielen aber einem einzelnen Kontrollversuch dient, ist die Stufe unterhalb des Bonus die ehrlichere Variante.

Loterie Romande Jouez Sport: das offene Spiel, das die Marge behält

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Für Kombinationen ist sie das zweite bewilligte Haus, in dem ein Supermarktgänger in der Westschweiz überhaupt kombinieren kann.

Ihr Reglement stammt in der 17. Auflage vom September 2024 und zieht die Grenzen an zwei Stellen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese 100’000 ist keine Quote im üblichen Sinn, sie markiert die Grenze, ab der ein Schein gar nicht angenommen wird. Der Mindestwert von 1.10 ist die untere Schranke: Wer eine Kombination aus lauter Voraussagen mit einer Quote nahe 1.15 baut, kann sich unterhalb dieser Grenze wiederfinden.

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Wer systematisch viele Kombinationen gleichzeitig spielt, merkt bei dieser Zahl, dass die Summe der Kombinationen von einem Deckel zusammengehalten wird: Es gibt nicht nur eine Grenze für den einzelnen Schein, sondern eine zweite für das zusammengerechnete Ergebnis. Die Zweiteilung ist eine schlichte Risikobremse, und für den Kunden heisst sie, dass die Erwartung pro Schein nicht mehr steigt, sobald der Deckel im Weg steht.

Kombinationen unterliegen hier also einer Formvorschrift, die der Veranstalter vorgibt und nicht der Kunde. In einem Haus, das die Zahl der Voraussagen zwischen zwei und zehn festhält, ist die Freiheit bei der Kettenlänge enger als bei Sporttip, und dafür sind die Gewinnobergrenzen in Zahlen ausgedrückt. Wer Freiburg oder Genf als Wohnkanton hat, wählt damit zwischen einer offenen Struktur mit Aufschlag und einer geschlossenen Struktur ohne Aufschlag.

Fazit. Das Reglement von Jouez Sport ist das berechenbarste auf dieser Liste, weil es zwei Grenzen der Gesamtquote in Zahlen explizit nennt: mindestens 1.10 und höchstens 100’000. Wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt, findet dort die einzige Alternative, über die er frei verfügen kann. Dass die Quotenrechnung weniger Auslegungsspielraum lässt als der Aufschlag, den Sporttip auf den Nettogewinn schreibt, macht die Bauweise kalkulierbarer — und die Grenze von 100’000 ist ohnehin nur für lange Ketten relevant.

Ausländische Anbieter: erreichbar ist nicht dasselbe wie bewilligt

Die acht weiteren Namen dieser Übersicht haben eines gemeinsam: eine Schweizer Bewilligung besitzen sie nicht. Sie sind für Schweizer Spielende dennoch präsent, und deshalb werden sie hier knapp beschrieben. Keinen von ihnen darf man als Schweizer Veranstalter bezeichnen, und keiner von ihnen ist Teil des Kontrollsystems, das für Swisslos und die Loterie Romande gilt.

WirWetten, Gamdom, Rabona, Boomerang Bet, PowBet, Playzilla und Jackbit sind ohne Schweizer Bewilligung tätig. Sie sind nicht an das Schweizer Spielsperrregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsschutz, und ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Ohne Schweizer Bewilligung fällt ein Anbieter aus dem Rahmen, der die Limiten, die Alterskontrolle und die Datenprüfung bei den beiden Schweizer Häusern verbindlich macht.

X3Bet steht hier in derselben Zeile, mit einer Besonderheit: Als Bewilligung wird von Drittquellen Tobique in Kanada gemeldet. Auch das ist eine ausländische Angabe, und auch sie hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer nicht in der Schweiz bewilligt ist, wird nicht durch sie bewilligt.

Was wer unter diesen acht an Zahlungsarten akzeptiert, wie hoch er Quoten ansetzt und ob er einen Kombinationsaufschlag gewährt, gehört zu seinen eigenen Bedingungen und nicht zu einem Schweizer Vergleich. Eine Aussage dazu würde einen Anbieter mit einem Massstab messen, der auf ihn nicht anwendbar ist.

Fazit. Bei diesen acht Marken lässt sich eine Reihenfolge nicht aus Schweizer Kriterien ableiten, weil die Bewilligung selbst das erste Kriterium ist und keiner sie erfüllt. Wer dort spielt, verliert den Schweizer Rechtsschutz, das Sperrregister und die verbindliche Datenprüfung — und zahlt den Preis des bequemen Zugangs mit dem Verlust der Stellung, die er gegenüber einem bewilligten Veranstalter hätte.

Wann eine Kombination überhaupt die richtige Form ist

Für drei Arten von Spielern ist die Kombination die richtige Form. Der erste Fall: Wer einen Aufschlag beansprucht, dessen Bedingungen Kombinationen verlangen, kann die Länge ausrechnen statt sie zu tippen; die Bedingungen nennen die Zahl der Voraussagen und die Mindestquote, und damit ist die Struktur vorgegeben. Der zweite Fall: Wer ohnehin mehrere Spiele verfolgt und dabei einen einzelnen Schein möchte, spart Transaktionsaufwand; das ist ein Buchhaltungsvorteil, kein Wettenvorteil. Der dritte Fall: Wer die Abwechslung sucht und dabei den Einsatz deckelt, bleibt mit dem Verlustpotenzial unter der Limite, weil er den Nettgewinn mit einer kurzen Kette und einem kleinen Einsatz kombiniert, statt die Erwartung zu steigern.

Für alle drei Fälle gilt der gleiche Vorbehalt. Die Kombination liefert keine Aussicht auf einen positiven Erwartungswert, und je länger die Kette, desto schlechter steht sie in diesem einen Vergleich. Wer das akzeptiert und trotzdem spielt — weil die Form für einen Aufschlag stimmt oder weil der Verlust gestellt ist —, hat wenigstens nicht die Illusion gekauft, es handle sich um eine Anlagestrategie.

Was bei einer Kombination an Quoten tatsächlich gerechnet wird

Wer die Gesamtquote einer Kombination nachrechnen möchte, braucht kein Zusatzprogramm. Die Rechnung ist die Multiplikation: Das Ergebnis einer Kombination ist das Produkt der einzelnen Faktorsätze, und jeder Faktor ist die Quote des Einzelwettausgangs. Für einen Vierer ist das die vierfache Multiplikation, und die kann man von Hand oder mit einer Tabelle erledigen, sobald die Einzelquoten feststehen.

Element Wert
Einzelquote der ersten Voraussage 2.00
Einzelquote der zweiten Voraussage 1.80
Einzelquote der dritten Voraussage 2.50
Gesamtquote der Kombination 9.00
Einsatz CHF 10
Mögliche Auszahlung CHF 90

Die Quoten in dieser Tabelle sind ein Rechenbeispiel und kein Angebot. Genau das ist der Punkt: Der Ausgang der Kombination hängt an allen drei Faktoren zusammen. Einer davon wird 1.00, wenn die Partie nicht gespielt wird — die Auszahlung sinkt dann von CHF 90 auf CHF 36, weil die Kombination ohne diesen Faktor mit 3.60 multipliziert wird.

Die Korrektur bei einem ausgefallenen Spiel folgt dieser Logik und nicht der eines Geschenks: Die Kombination wird nicht annulliert, sie wird kleiner. Der Einsatz bleibt unverändert im Spiel. Wer die Auszahlung einer Kombination wirklich steuern will, muss deshalb nicht nur die sportlichen Voraussagen kennen, sondern auch das Verhalten der Quote unter Abbruchbedingungen.

Wenn ein eingebauter Sicherheitsmechanismus die Kette trotzdem kippt

Auch eine Kombination mit korrekten Quoten und vorhersehbaren Regeln kann an einem Detail scheitern, das mit Sport nichts zu tun hat. Bei Swisslos etwa brauchen Wetten ein Konto, das nur bekommt, wer im Vertragsgebiet wohnt. Ein Gewinn, der nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht wird, verfällt zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief erhoben werden.

Diese Fristen sind keine Kuriosität. Sie entscheiden darüber, ob ein Gewinn überhaupt beim Kunden ankommt, und sie stehen in einem Reglement, das im Bonustext nicht vorkommt. Wer eine lange Gewinnchance plant, sollte die Fristen genauso aufschreiben wie die Voraussagen selbst.

Kombinationen, Systeme und die dritte Möglichkeit

Wer eine Kombination spielt, setzt auf ein einziges Ergebnis: Alle Voraussagen treffen ein. Daneben steht die Systemwette, bei der mehrere Kombinationen innerhalb desselben Scheins gebildet werden und nicht alle eintreffen müssen. Sie kostet mehr als eine einzelne Kombination, weil mehr Wetten im Spiel sind, und sie zahlt weniger, wenn nur wenige Voraussagen stimmen. Die Systemwette ist damit das Gegenstück zur Kombination: Sie erkauft sich Sicherheit mit zusätzlichem Einsatz und liefert in der Gewinnzone weniger als eine Kombination, die aufgeht.

Der Kombiboost bei Sporttip gilt ausdrücklich auch für Systemwetten, verlangt aber einen höheren Höchsteinsatz als eine einzelne Kombination. Wer den Systemweg nimmt, bezahlt also nicht nur mit einem zusätzlichen Einsatz, sondern auch mit einem höheren Limit je Schein. Die Entscheidung zwischen beiden Wegen hängt davon ab, wie viele Voraussagen aus derselben Partie stammen. Bei abhängigen Ereignissen ist eine Kombination ohnehin auf die Bet-Builder-Funktion angewiesen.

Was über Einzelwetten und Kombinationen noch zu sagen ist

Zwischen Einzelwette und Kombination gibt es keinen Mittelweg, nur einen Übergang. Beide Wege kosten den Einsatz voll, wenn sie verlieren, und beide kehren weniger zurück, als die Quote verspricht, weil die Marge schon eingerechnet ist. Ein einziger Unterschied hat praktische Bedeutung: Die Einzelwette bezahlt bei einem Ereignis, die Kombination nur bei allen. Wer die Wahl hat, hat damit eine Entscheidung über die Bandbreite der Ergebnisse und nicht über die Höhe des Gewinns.

Wer den Reiz der hohen Zahl spürt, findet in der Aufschlagsrechnung das ehrlichste Gegengewicht. Ein Aufschlag auf den Nettogewinn hebt die Auszahlung einer Kette; er hebt nicht die Chance, dass die Kette steht. Ob die eine Voraussage mit Quote 1.80 den höheren Betrag wert ist, den sie in der Verkaufssprache verspricht, ist keine Frage des Geschmacks. Es ist eine Rechnung, und die geht bei jedem Spiel, das nicht aufgeht, gegen den Kunden aus. Der Beitrag der Quoten selbst wird durch den Booster nicht verändert; was der Booster verändert, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wette in ihrer Gesamtheit aufgeht, nicht.

Bei einer Kombination mit drei oder mehr Ereignissen kommt ein zweiter Effekt hinzu: Die Quoten hängen an der Frist, und die Gesamtquote ist nur der Startpunkt. Die tatsächliche Auszahlung der Kombination hängt auch vom Faktor jeder einzelnen Quote ab, und dieser Faktor kann an verschiedenen Abenden unterschiedlich sein. Wer deshalb jeden Tag neu kombiniert, handelt ein anderes Renditepaket als der, der denselben Schein stehen lässt.

Wer trotzdem mit einer Kombination liebäugelt, sollte ihr einen Zweck geben: ein einzelnes Konto mit einem definierten Betrag, eine Frist und eine Obergrenze, die ohne Ausnahme eingehalten wird. Genau diese drei Dinge stehen bei Swisslos und der Loterie Romande ausdrücklich zur Verfügung. Eine Strategie, die mit einer Verlustlimite beginnt, statt mit der Suche nach der höchsten Quote, ist demnach nicht die vorsichtigere Variante. Sie ist die einzige, die sich berechnen lässt.

Ein Blick auf die Kombination als Produkt und nicht als Spiel

Aus Sicht des Anbieters ist die Kombination das Produkt mit dem attraktivsten Etikett und der zuverlässigsten Marge. Sie liefert dem Kunden eine hohe Zahl bei einem niedrigen Einsatz, und das ist für den Veranstalter kein Zugeständnis, sondern seine Grundlage. Die grosse Zahl und der kleine Einsatz zählen zum Reiz des Spiels — aber ein Reiz, der nicht mit dem Gewinn steigt, sondern nur mit der Chance darauf. Wer sich das vor Augen hält, liest jeden Aushang anders.

Was unter dem Strich bleibt

Zwei Anbieter, ein Land, eine Bewilligungspraxis — die Schweizer Landschaft ist so klein, wie sie klingen mag. Wer kombinieren will, hat die Wahl zwischen dem Deutschschweizer Haus mit der abgestuften Bonusleiter und dem Westschweizer Haus mit der offenen Reglementsformel. Und dann die acht Namen, die erreichbar sind, aber keine Schweizer Bewilligung haben.

Die Rechnung, die über allem steht, ist die aus dem ersten Abschnitt: Die Marge wird mit jeder Voraussage multipliziert, und die höchste Quote, die ein Aushang nennt, ist das Ergebnis eines Vorgangs, der sich für den Kunden wiederholt verschlechtert. Wer das verstanden hat, kann eine Kombination spielen oder es lassen; er tut es mit offenen Augen. Wer es nicht verstanden hat, kennt nur den einen Satz, den Swisslos und die Loterie Romande nicht schreiben können: dass eine Kombination eine Chance ist und kein Einkommen.

Häufige Fragen zur Kombiwette

Muss bei einer Kombiwette alles aufgehen, damit sie gewinnt?

Ja. Die Kombination zahlt nur, wenn jede einzelne Voraussage eintrifft. Eine einzige falsche Position lässt den Schein vollständig verfallen. Deshalb sinkt die Trefferchance mit jeder angehängten Voraussage, während die Gesamtquote steigt. Ein Vierer mit vier Voraussagen zu je 50 % steht bei rund 6,25 % und nicht bei der Hälfte.

Warum gibt es keine Kombinationsstrategie, die dauerhaft aufgeht?

Weil in jeder Quote eine Marge steckt und sie sich mit der Länge der Kette multipliziert. Ein Beispielmarkt mit zwei Quoten von je 1.90 lässt im Schnitt rund 52,6 % des Einsatzes pro Voraussage zurück; bei zwei verbundenen Positionen sinkt der Schlüssel bereits auf rund 27,7 %. Keine Reihenfolge von Voraussagen dreht dieses Verhältnis um. Eine einzelne Wette bleibt in der Erwartung unter dem Einsatz, und eine Kombination entfernt sich davon weiter.

Wie berechne ich die Gesamtquote aus mehreren Einzelquoten?

Man multipliziert die Einzelquoten. Aus 2.00, 1.80 und 2.50 wird eine Gesamtquote von 9.00, und ein Einsatz von CHF 10 liefert bei vollständigem Erfolg CHF 90. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Gesamtquote, wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wie viele Voraussagen erlaubt eine Kombiwette bei Jouez Sport?

Das Reglement nennt 2 bis 10 Voraussagen. Zusätzlich muss die Gesamtquote mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn liegt bei CHF 300’000 pro Wette und bei CHF 1’000’000 für das Multiple. Wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt, findet dort die einzige Alternative zu Sporttip.

Was passiert, wenn ein Spiel der Kombination abgesagt wird?

Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette bei Sporttip ungültig: Bei einer Einzelwette gibt es den Einsatz zurück, in einer Kombination erhält die Voraussage Quote 1.00. Die Kette bleibt bestehen, aber ohne die Verstärkung durch diese Position. Der Einsatz bleibt vollständig im Spiel.

Inhalt erstellt vom Team «quotenerklaert»