NHL-Wetten in der Schweiz – Quoten, Anbieter und der Preis, den jede Wette trägt

Updated Oktober 2026
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Ein Eishockeypuck liegt auf einer glatten Eisfläche, im Hintergrund erheben sich die dunklen Ränge einer leeren Halle.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Aufsicht beruhen auf dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und auf den Informationen der interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa; die Limiten und Spielregeln stammen aus den veröffentlichten Teilnahmebedingungen von Swisslos und Loterie Romande.

Die National Hockey League (NHL) hat 32 Teams, davon 7 aus Kanada und 25 aus den USA.

Ein Puck, ein Tor, eine Quote — und in jeder Quote steckt ein Preis, den kaum jemand sichtbar bezahlt. Wer in der Schweiz auf die NHL wetten will, stösst auf zwei zugelassene Veranstalter, eine geschlossene Liste erlaubter Wettarten und ein Land, in dem der Buchmacher nicht aus einer Auswahl von hundert Marken gewählt wird, sondern aus zwei. Das klingt nach einem Nachteil. Es ist einer, aber ein kleinerer, als die Werbung der ausländischen Anbieter glauben machen will: Auf der anderen Seite stehen Verlustlimiten, ein Sperrregister und eine Aufsicht, die im Zweifel nachfragt. Der Preis, den Spielende hier tragen, ist vor allem ein Preis in Wetten und in Auswahl.

Online NHL Wetten: Sprungmarken und Preise | spielplay

Die NHL hat 32 Teams, sieben davon aus Kanada und 25 aus den USA. Das ist die Grössenordnung, in der sich der ganze Spielplan abspielt: ein Kontinent, zwei Länder, über 80 Spiele pro Team und eine Nacht, in der die Resultate meist erst am Morgen auf dem Bildschirm stehen. Für Wettende in der Schweiz heisst das vor allem eines — die Spiele laufen, während hier die meisten schlafen.

Gegründet wurde die Liga am 22. November 1917 von den Montreal Canadiens, den Montreal Wanderers, den Ottawa Senators und den Quebec Bulldogs; erster Präsident war Frank Calder. Rekordgewinner des Stanley Cups sind die Canadiens de Montréal mit 24 Titeln. Wer in der Schweiz über NHL-Wetten spricht, muss über Zeitzonen sprechen, über Kaderrotation und darüber, dass ein Team im Januar und im April zwei verschiedene Mannschaften sein kann.

Was die Liga anbietet, ist rechnerisch attraktiv: 82 Spiele pro Team bedeuten eine schiere Fülle an Einzelspielen, an denen sich Märkte hängen lassen. Was fehlt, ist der günstige Zugang. Zwei Veranstalter mit Bewilligung, ein Konto nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet, und ein Wettprogramm, das sich an eine von der Aufsicht genehmigte Liste halten muss. Die Rechnung beginnt also nicht beim Spieler, sondern beim Papier.

Was das für den Blick auf den Bildschirm bedeutet

Ein Spiel, das um 01:00 Uhr Schweizer Zeit beginnt, ist kein Live-Wetterlebnis, sondern eine Entscheidung am Vorabend. Die Quoten stehen vor Spielbeginn fest; wer den Puck sehen will, wechselt zwischen zwei Zuständen — hinsetzen oder schlafen gehen. Die Preise in einem solchen Markt bewegen sich vor allem nach den Meldungen aus Nordamerika: Torhüterwechsel, Verletzungen, Reisepläne. Bis zum Anpfiff sind sie gesetzt, und was nach dem Anpfiff mit ihnen passiert, interessiert in der Schweiz nur noch die, die tatsächlich wach sind.

Die Torsummen und Handicaps, die auf solche Spiele gesetzt werden, gehören zu den Märkten, die ein Schweizer Veranstalter überhaupt anbieten darf — aber nur, wenn die Gespa-Liste sie führt. Diese Liste ist der eigentliche Engpass. Sie ist ein geschlossener Katalog erlaubter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, keine Auswahlliste. Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe gar nicht. Wer also einen Markt sucht, den er von einem ausländischen Anbieter kennt, kann nicht damit rechnen, ihn hier zu finden. Weder Eckball- noch Kartenmärkte stehen in der Liste, und eine Esport-Sektion fehlt darin ohnehin.

Das ist der erste Kostenpunkt, und er ist keiner mit einem Franken-Zeichen davor: Auswahl.

Quoten im Eishockey: was eine Quote kostet, was sie verspricht | grundlage

NHL-Wettquoten sind erst einmal Zahlen, die eine Information tragen. Wie hoch ein Favorit gehandelt wird, sagt etwas über die Erwartung des Marktes — sagt aber nichts darüber, ob diese Erwartung richtig ist. Der zweite Teil, den kaum jemand liest, ist der Quotenschlüssel.

Ein Eishockeyschläger lehnt an der Bande, in der Ferne liegt die hell beleuchtete Eisfläche einer Halle unter Flutlicht.
Die NHL-Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team bei 32 Teams.

Der Preis jeder Quote lässt sich an einem Beispiel sichtbar machen: Angenommen, ein Zwei-Weg-Markt wird auf beiden Seiten zu 1.90 geführt. Dann zahlt der Markt über beide Ausgänge gerechnet rund 94 bis 95 Prozent aller Einsätze zurück — der Quotenschlüssel liegt also bei ungefähr 94 bis 95 Prozent, und die Marge des Veranstalters beträgt entsprechend etwa 5 bis 6 Prozent. Ist einer der beiden Ausgänge billiger und der andere teurer, steigt der Quotenschlüssel deutlich, und die Marge sinkt: Diese Spanne zwischen rund 94 und knapp 98 Prozent ist keine Ungenauigkeit, sondern die Spanne, innerhalb der sich der Preis eines Marktes je nach Ausgestaltung und Wettbewerb bewegt.

Was bedeutet das konkret? Bei einer Quote von 1.90 erhält der Wettende bei einem Einsatz von CHF 100 bei einem Treffer CHF 190 zurück, der Reingewinn beträgt CHF 90. Bei einer Quote von 2.10 wären es CHF 210 beziehungsweise CHF 110. Der Unterschied zwischen diesen beiden Quoten ist der ganze Unterschied zwischen einem Markt, in dem der Veranstalter sechs Prozent behält, und einem, in dem er weniger als zwei Prozent nimmt.

Die Marge ist kein Geheimnis und kein Skandal — sie ist das Geschäftsmodell, und sie ist nirgends so klein, wie die Werbung suggeriert. Wer über ein Jahr hinweg auf NHL-Spiele setzt, zahlt diesen Preis bei jeder einzelnen Wette, unabhängig davon, ob sie gewonnen hat. Das ist die einzige verlässliche Konstante im ganzen Geschäft.

Siegwette, Handicap und Torsumme

Eine Siegwette ist die einfachste Form: ein Team muss gewinnen. Wie bei allen Sportwetten in der Schweiz zählt dabei die reguläre Spielzeit — die regulaire Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen bei Sporttip nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Diese Unterscheidung ist der häufigste Grund, warum eine Wette als verloren gilt, obwohl das gewählte Team am Ende auf der Anzeigetafel vorne stand. Der Finalentscheid kommt in der Verlängerung, die Siegwette auf die reguläre Spielzeit aber ist bereits entschieden.

Handicap-Wetten gleichen einen Favoriten aus: Ein Team startet mit einem Tore-Vorsprung oder Rückstand, und die Wette gilt über dieses angepasste Resultat. Beim Puck-Handicap wird in der Regel eine ganze oder halbe Torspanne verwendet, wodurch sich ein Remis-Ergebnis ausschliessen lässt. Die Quoten liegen dort höher, weil die Wette schwerer zu treffen ist — nicht, weil sie besser wäre.

Torsummen setzen auf die Gesamtzahl der Tore beider Teams. Eishockey hat hier eine Eigenheit: Ein Spiel, das 0:0 in die Verlängerung geht, kann die Summe nach 60 Minuten bereits erfüllt haben und trotzdem keinen einzigen Treffer in der Overtime mehr produzieren. Wer Summen wettet, wettet auf Spielweise und Aufstellung, nicht auf Teamqualität — und genau deshalb sind die Quoten auf Summen häufig näher an der Realität als die auf Sieger.

Meisterwetten und Saisonmärkte

Die Stanley-Cup-Playoffs 2026 liefen vom 18. April bis zum 14. Juni 2026; die Carolina Hurricanes gewannen das Finale 4:2 gegen die Vegas Golden Knights und holten damit ihren zweiten Stanley Cup. Als wertvollster Spieler der Playoffs wurde Jordan Staal mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet. Der Stanley Cup wird in den Playoffs nach der Hauptrunde im Modus «Best of seven» ausgespielt.

Saisonwetten auf den Meister oder auf den wertvollsten Spieler der Liga stehen dagegen über Monate im Programm, mit Quoten, die sich mit jeder Verletzung und jedem Trade bewegen. Wer im Oktober auf den späteren Sieger setzt, zahlt dafür den Preis eines langen Zeitraums: Die Quote steht fest, das Kapital liegt fest, und die Information, die den Ausgang bestimmen wird, existiert zum Zeitpunkt des Abschlusses noch nicht. Der Vorteil solcher Wetten liegt nicht in einem besseren Preis, sondern in der Zeit, die man sich mit einer Einschätzung kauft.

Der Spielplan der NHL-Saison: Hauptrunde, Playoffs, Titelvergabe | grundlag

Die NHL-Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team bei 32 Teams; ab der Saison 2026/27 sind laut Tarifvertrag 84 Spiele vorgesehen. Die Presidents‘ Trophy für die beste Hauptrundenbilanz der NHL 2025/26 ging mit 121 Punkten an die Colorado Avalanche. Danach beginnen die Playoffs, dann die Finalserie.

Für Wettende ist der Kalender der eigentliche Taktgeber. In der Hauptrunde stehen Nacht für Nacht Einzelspiele zur Verfügung — viele Spiele, viele Märkte, aber auch eine streuende Leistungsqualität. Ein Team auf einer langen Auswärtsreise in vier Städten in sechs Tagen spielt anders als dasselbe Team zu Hause nach zwei Ruhetagen. Diese Reisepläne sind öffentlich, und genau deshalb sind sie bereits in den Quoten eingepreist. Es gibt kein Geheimwissen im Spielplan, nur Aufmerksamkeit.

Mit dem Beginn der Playoffs verschiebt sich das Angebot: weniger Spiele, mehr Bedeutung pro Spiel, Serien über mehrere Begegnungen. Das verändert beide Seiten der Wette. Einerseits ist die einzelne Partie intensiver analysierbar. Andererseits wächst der Markt, und mit dem Markt die Liquidität — nicht in jedem Markt und nicht bei jedem Veranstalter.

Die Langzeitwetten auf Meister oder Titelträger laufen über Monate nebenher. Wer sich im Oktober für eine Meisterwette entscheidet, bindet den Einsatz bis zur Finalserie im Juni. Bei den Playoffs 2026 waren das bis zum 14. Juni. Das sind mehr als sieben Monate, in denen das Kapital nicht verfügbar ist. Bei Einzelwetten über Nacht ist es umgekehrt.

Der Calgary-Regel-Winkel: 82 Spiele, 32 Teams, sieben kanadische Franchises — das ist keine homogene Liga, sondern ein sehr unterschiedlich getaktetes Programm. Wer aus der Schweiz heraus mitspielen will, wird sich also entscheiden müssen, ob er die breite Hauptrunde nutzt oder die dichten Playoff-Tage, an denen es weniger zu bewerten, aber mehr zu wissen gibt.

Die zugelassenen Anbieter im Vergleich: zwei Bewilligungen und was sie unterscheidet | einordnung

In der Schweiz gibt es keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Alles andere, was Schweizer Spielende im Netz treffen, ist ein ausländisches Angebot ohne Schweizer Bewilligung.

Anbieter Bewilligung (Veranstalter/Spiel) Veranstalter oder gemeldete Zulassung
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS) Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Pribet ohne Schweizer Bewilligung keine Zulassung nachgewiesen
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung Tobique (Kanada), nach Angaben Dritter
BetPanda ohne Schweizer Bewilligung keine Zulassung nachgewiesen
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung keine Zulassung nachgewiesen
1Bet ohne Schweizer Bewilligung keine Zulassung nachgewiesen
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung keine Zulassung nachgewiesen
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung keine Zulassung nachgewiesen
Funbet ohne Schweizer Bewilligung keine Zulassung nachgewiesen

Die Tabelle zeigt das ganze Problem in einer Spalte: Bei acht der zehn Anbieter steht in der Bewilligungsspalte dasselbe Wort. Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Geltung. Das ist keine Formalie, sondern der Kern der Sache: Wo keine Schweizer Bewilligung ist, ist auch keine Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg.

Bei X3Bet ist sogar die ausländische Zulassung nur über Dritte bekannt. Auch sie hätte in der Schweiz keine Kraft. Der Punkt ist nicht, dass ein Anbieter schlecht wäre, weil Dritte eine Lizenz nennen oder nicht nennen. Der Punkt ist, dass die Angabe für die Frage, was im Streitfall passiert, keine Rolle spielt.

Warum die Zahl zwei keine Willkür ist

Zwei Veranstalter, zwei Vertragsgebiete, ein Aufsichtsrahmen — das ist eine politische Entscheidung, und sie hat einen sichtbaren Zweck: den Reinertrag. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.).

Wer eine Wette bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung abschliesst, zahlt also in ein System ein, an dem die Schweiz nicht beteiligt ist — und der Sport, den die Wette zum Anlass nimmt, ist einer der Empfänger des hiesigen Reinertrags. Das ist keine Moralpredigt, sondern eine Verteilungsfrage, die man kennen sollte, bevor man sie mit dem Argument der grösseren Auswahl wegwischt.

Die Kehrseite ist genauso konkret: zwei Anbieter heisst zwei Wettprogramme, zwei Konten, zwei Wohnsitzvoraussetzungen. Wer in Zürich wohnt, kommt bei Loterie Romande nicht zum Zug. Wer in Genf wohnt, nicht bei Swisslos.

Wer in der Schweiz Eishockeywetten abschliessen darf: Bewilligung, Gespa-Liste, Wohnsitz | rechtsla

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021) beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die allein die Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung besteht aus einer Veranstalter- und einer Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Ein zugefrorener Bergsee im Morgendunst, am Ufer steht eine einsame Holzbank zwischen verschneiten Tannen.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Die beiden Veranstalter mit Bewilligung sind Swisslos, dessen Sportwetten unter dem Namen Sporttip laufen und dessen Sitz Basel ist, sowie die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Swisslos wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Die Gespa-Liste: der geschlossene Katalog

Was überhaupt gewettet werden darf, steht nicht im Ermessen des Veranstalters, sondern in einem Katalog: der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Nur Sportwetten sind erlaubt — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen nicht. Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Eckball- und Kartenmärkte führt die Liste nicht, eine Esport-Sektion ebenso wenig. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Wer prüfen will, ob ein NHL-Spiel oder eine bestimmte Wettart verfügbar ist, geht von der Liste aus — nicht vom Wettprogramm her. Sie ist öffentlich und wird von der Gespa geführt; die jeweils gültige Version trägt ein Datum, und dieses Datum ist der Stand, auf den man sich beruft. Ein Blick in das Wettprogramm des Veranstalters zeigt dann, was aus diesem Katalog tatsächlich angeboten wird.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Beim Cash-Out handelt es sich dagegen nicht um eine gesetzlich geregelte Einrichtung, sondern um eine Funktion des jeweiligen Veranstalters.

Ausländische Anbieter: was fehlt, kostet

Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Bestraft wird der Spieler nicht. Aber: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle.

Dazu kommt die Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — ein Vorgang, den die Gespa Domain-Hopping nennt und für den sie Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele anführt; auch bet365 nennt sie als auf der Liste geführt.

Ehrlich gerechnet: Ein ausländisches Angebot bedeutet kein Schweizer Bewilligungsverfahren, keinen Anschluss an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und — je nach Kanton — eine andere steuerliche Behandlung. Das bewilligte Angebot bedeutet vollen Schweizer Schutz, aber auch nur zwei Veranstalter, einen geschlossenen Katalog, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Keines von beiden ist per se die sichere Wahl.

Bei dieser Wahl sollte man ein Detail nicht übersehen: Es gibt in der Schweiz kein Instrument, mit dem Banken oder Kartenherausgeber Zahlungen an unbewilligte Wettseiten blockieren. Wer dort einzahlt, tut das mit einer Überweisung, die niemand anhält.

Verlustlimiten, Spielsperre und der Schutz der Spielenden | rechtslage

Die Schweiz kennt keine gesetzliche feste Einzahlungslimite. Was sie kennt, ist eine Pflicht des Veranstalters: Er muss von den Spielenden einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen (Art. 87 VGS). Die Limite kommt also nicht vom Staat, sondern wird von der Person selbst gesetzt — und das ist der entscheidende Unterschied zu einem Deckel, den eine Behörde verhängt.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Gesetzlich wäre eine Erhöhung bereits nach 24 Stunden möglich; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.

Diese 72 Stunden sind der wirkungsvollste Teil des ganzen Systems. Sie sind keine Schikane für den, der gewinnen will, sondern eine Bremse für den, der in einer Nacht nach einem verlorenen Spiel schnell nachlegen möchte. Wer nach dem dritten verlorenen Tipp auf sein Konto schaut und die Limite anheben will, sitzt sie aus. Das ist der Sinn.

Hinzu kommt die Spielsperre (Art. 80–82 BGS): die Sperrung überschuldeter oder suchtgefährdeter Personen sowie die Selbstsperre, festgehalten in einem gemeinsamen Register gesperrter Personen. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).

Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Das ist die schärfste Kante im ganzen Regelwerk und der Grund, warum die Altersprüfung nicht als Formalie abgetan werden sollte.

Was die Aufsicht tatsächlich findet

Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl gehört auf den Tisch, weil sie zeigt, wo Schutz in der Praxis reisst. Am Schalter ist die Prüfung offenbar schwächer als am Bildschirm. Wer seine Kinder in diesem Umfeld sieht, sollte sich auf die Regel nicht verlassen, sondern auf die Aufsicht am eigenen Gerät. Bei Wetten mit vielen Wendungen — und Eishockey liefert davon reichlich — ist der Weg von einem Einsatz zum nächsten kurz.

Wie eine NHL-Prognose entsteht und warum sie eine Schätzung bleibt | grundlag2

Eine Prognose im Eishockey stützt sich auf Form, Torhüter und Spielstatistik. Das ist keine Geheimformel. Die Frage ist, was aus diesen drei Grössen folgt: eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten — und die lässt sich gegen die Quote stellen.

Form heisst nicht die letzten fünf Resultate, sondern die Art, wie sie zustande kamen. Ein Team, das viermal knapp gewonnen und dabei deutlich mehr Schüsse zugelassen hat als abgegeben, ist nicht in Form; es hatte Glück. Ein Team, das zweimal verloren und dabei dominiert hat, ist besser als sein Tabellenplatz. Die Rohbilanz sagt darüber nichts.

Der Torhüter ist im Eishockey die grösste Einzelvariable, weil er die einzige Position ist, die ein Spiel fast allein entscheiden kann. Eine Formkrise des Stammtorhüters verändert die Erwartung an eine Partie stärker als jede Reihenumstellung. Und wer die Starter ankündigt, ist öffentlich — die Quote kennt ihn längst.

Die Spielstatistik schliesslich liefert die Grundlage: Schussverhältnis, Über- und Unterzahlsituationen, Heimstärke, Ergebnisse in engen Partien. Was sie nicht liefert, ist die Gewissheit. Statistik beschreibt den Durchschnitt, die Partie ist ein Einzelfall.

Value Bets: die Rechnung, die man selbst macht

Ein Value Bet liegt vor, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit höher ist als die Wahrscheinlichkeit, die in der Quote steckt. Klingt einfach und ist es in einem Punkt tatsächlich: Der Vergleich ist eine Rechenaufgabe. Schwierig wird er, weil die eigene Einschätzung falsch sein kann, und nichts an der Quote verrät, ob der Markt besser informiert ist.

Ein Beispiel, das nur der Illustration dient: Wer einem Team mit Hockey-Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent eine Quote von 1.90 gegenüberstellt, rechnet mit einem Erwartungswert von 0,55 × 1.90 = 1’045 pro eingesetztem Franken — rund 4,5 Prozent über dem Einsatz. Diese Zahl ist ein Durchschnitt über viele Wetten derselben Güte, kein Versprechen für diese eine. Sie kann bei der nächsten Wette vollständig verschwinden, und der Veranstalter behält in jedem Fall seine Marge ein.

Genau hier scheitert der meiste Wert: Nicht an der Formel, sondern an der Überschätzung der eigenen Information. Wer die Quotenbewegung nach einem Torhüterwechsel für ein Signal hält, hat meist den Markt gefunden — nur nicht die Seite, die er sucht. Der Markt hat früher reagiert, weil er aus mehr Leuten mit derselben öffentlichen Information besteht, nur schneller.

Ein Tipp ist keine Garantie, und Wetten sind kein Einkommen. Das ist keine Floskel am Rand, sondern die einzige Aussage über den Ausgang, die immer stimmt.

Die Rechnung mit der Marge als stiller Gebühr

Wer im Eishockey über ein Jahr hinweg Nachrichten liest, Statistiken prüft und dann setzt, zahlt bei jedem Vorgang die Marge des Marktes mit. Bei einem Markt mit etwa sechs Prozent Marge müssen aus hundert Wetten rund sechs mehr gewonnen werden, als die reine Wahrscheinlichkeit hergibt, um diesen Preis auszugleichen. Das ist die stille Gebühr, und sie erklärt, warum langfristig so wenige Spielende vorne liegen.

Was also bleibt? Genauigkeit bei der Auswahl ist besser als Menge, und die Fähigkeit, nicht zu setzen, ist Teil der Strategie. Die Verlustlimiten aus dem Abschnitt zu Verlustlimiten und Spielsperren setzen dafür den Rahmen. Wer mit CHF 1’000 Limite arbeitet oder unter 21 Jahren mit CHF 1’000 als Obergrenze startet, hat ohnehin eine Grenze, die nicht verhandelbar ist.

Die geprüften Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge der zehn Anbieter folgt dem Muster, in dem Schweizer Spielende sie tatsächlich antreffen: erst die beiden Veranstalter mit Bewilligung, dann die ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung.

Swisslos Sporttip: Bewilligung mit Systemgrenze

Swisslos mit dem Produkt Sporttip ist eine der beiden Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht für Sportwetten zulässt. Rechtliche Grundlage ist die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); der Sitz ist Basel, Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Swisslos-Vertragsgebiet zu bekommen — die Deutschschweizer Kantone, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das Systemwetten-Limit ist die einzige Zahl in diesem Vergleich, die einer Kombination von mehreren Prognosen ein grösseres Gewicht einräumt — und es ist gleichzeitig die Stelle, an der sich die Verluste am schnellsten summieren.

Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; eine Garantie, dass Cash-Out für einen bestimmten Markt angeboten wird, besteht nicht.

Zu den Bonusmechaniken: Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Was hier günstig ist: Der Kombiboost ist gestaffelt und an eine harte Schwelle gebunden, die jeder selbst nachprüfen kann. Was hier teuer ist: Wer einen Boost in eine Kombination legt und dann vorzeitig auszahlt, verliert die Erhöhung ganz. Der Cash-Out-Knopf ist damit nicht nur weniger wert als der offene Wettschein, er kann zusätzlich eine Gutschrift vernichten, die man schon hatte.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist eine kleine Krone auf die Marge: Der Veranstalter verliert auf der letzten Rappenposition, und er sichert sich die Abrundung.

Im Übrigen sind mehrere Eigenheiten von Sporttip praktisch relevant. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei einer Livewette auf ein Nachttor in der NHL ist das keine Nebenbemerkung, sondern die Regel, an der eine Wette scheitern kann.

Der entscheidende Punkt bei Sporttip ist die Reichweite: ein Bewilligungsrahmen, ein geschlossener Katalog, ein Vertragsgebiet — und auf der anderen Seite ein tatsächliches Wettsortiment mit Kombi- und Systemwetten, Livewetten und Cash-Out.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, anderes Gebiet

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Rechtlich ist die Lage identisch: Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel, Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, Beaufsichtigung durch die Gespa, ein Online-Konto nur für Personen mit Wohnsitz im eigenen Vertragsgebiet. Wer in Freiburg oder Genf wohnt, hat hier sein Konto, nicht bei Swisslos.

Der Unterschied liegt nicht im Recht, sondern im Zugang. 2’350 Verkaufsstellen sind eine Verteilungsdichte, die Swisslos in dieser Form nicht beschreibt, und sie sind der Grund, warum Wetten in der Westschweiz auch ohne Online-Konto möglich sind. Für Spielende, die lieber am Schalter einen Wettschein abgeben als am Bildschirm, ist das der massgebliche Punkt — und für alle anderen ist es der Grund, warum die Wohnsitzfrage über die Anbieterwahl entscheidet, noch bevor eine einzige Quote betrachtet wurde.

Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, kommt bei Jouez Sport nicht zum Zug. Wer in der Westschweiz wohnt, kommt bei Sporttip nicht zum Zug. Das ist die unromantischste Erkenntnis dieses Vergleichs: Die Wahl des Veranstalters ist in der Schweiz zuerst eine Frage des Wohnsitzes und erst danach eine Frage des Angebots.

Pribet: ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung

Pribet hat keine Schweizer Bewilligung. Das ist bei diesem Anbieter die zentrale Feststellung, und sie wiegt schwerer als jedes Detail des Wettprogramms: Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine Zulassung ist für Pribet nicht nachgewiesen, und eine solche hätte in der Schweiz ohnehin keine Geltung (Art. 4 BGS).

Daraus folgt eine Kette, die man einmal sauber durchrechnen sollte: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht. Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS gesperrt werden. Wer dort spielt, spielt nach Hausregeln eines Anbieters, dessen Regeln die Schweizer Behörde nicht prüft.

Was das im Streitfall heisst: Wer sich über eine falsch abgerechnete Wette oder eine nicht ausgezahlte Gutschrift beschwert, hat keine hiesige Stelle, an die er sich wenden kann. Die Verlustlimiten, die bei einem bewilligten Anbieter Pflicht sind, existieren dort nicht als geschützte Einrichtung. Wer trotzdem über einen solchen Anbieter nachdenkt, sollte zumindest seine eigenen Grenzen vorher schriftlich festhalten — nicht als Misstrauen gegen den Anbieter, sondern weil sie das Einzige sind, was bleibt.

X3Bet: die unklare Zulassung

X3Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Als Zulassung wird von dritter Seite Tobique in Kanada genannt; diese Angabe hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Anders als bei den übrigen ausländischen Marken ist es hier sogar die ausländische Zulassung selbst, die nur über Dritte bekannt ist.

Für die Entscheidung ändert das nichts an der Grundlage: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrung über die Gespa-Liste möglich. Der Unterschied liegt darin, wie viel man über den Anbieter überhaupt in Erfahrung bringen kann — und das ist keine Eigenschaft, die für die Seite spricht, auf der man sein Geld ablegt.

Wer einen Anbieter nicht einordnen kann, weil die Angaben zu seiner Zulassung von Dritten stammen und sich nicht überprüfen lassen, hat bereits eine Information über ihn: Es gibt keine klare Adresse für eine Beschwerde.

BetPanda: Freizeitangebot ohne Schweizer Aufsicht

BetPanda besitzt keine Schweizer Bewilligung. Da keine Zulassung nachgewiesen ist, findet das Geldspielgesetz (Art. 4 BGS) hier keine Anwendung. Das bedeutet: Weder untersteht der Anbieter einer Schweizer Aufsicht, noch besteht für Spielende ein Schweizer Rechtsweg oder Schutz durch das Sperrregister; der Zugriff kann per DNS-Sperre unterbunden werden.

Mehr lässt sich über diesen Anbieter im Rahmen dieser Prüfung nicht sagen, und das ist bereits die Bewertung: Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine Schweizer Stelle, die seine Bedingungen je geprüft hätte. Wer dort ein Konto eröffnet, verhandelt nicht mit einer Aufsichtsbehörde im Rücken, sondern allein. Die Beschreibung seines Wettprogramms mag reich sein; sie ist nicht überprüfbar, und das ist der Kern.

GG.BET: breite Marke, keine Schweizer Grundlage

GG.BET operiert ohne Schweizer Bewilligung. Da eine behördliche Zulassung fehlt, hätte diese in der Schweiz gemäss Art. 4 BGS keine Rechtskraft. Für Spielende bedeutet das die Abwesenheit von Schweizer Aufsicht und Rechtsschutz; das Sperrregister greift hier nicht, und die Seite kann jederzeit auf die Sperrliste der Gespa gelangen.

Der Name ist im Netz präsent, und Präsenz wird leicht mit Zulässigkeit verwechselt. Die Gespa veröffentlicht die Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren — erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025. Eine Marke kann dort stehen und trotzdem unter anderer Domain wenige Stunden später wieder erreichbar sein; die Gespa nennt diesen Vorgang Domain-Hopping. Wer eine Seite findet, hat damit keinen Nachweis, dass sie erlaubt ist.

1Bet: keine Bewilligung, keine Schweizer Anlaufstelle

1Bet verfügt nicht über eine Schweizer Bewilligung. Eine Zulassung ist nicht belegt, und eine ausländische Erlaubnis hätte hier keine Gültigkeit (Art. 4 BGS). Konkret bedeutet das für Spielende: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schutz durch die Gespa und kein Schweizer Rechtsweg bei Konflikten.

Bei gleichförmigen Bewilligungslagen lohnt es sich, die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was tatsächlich variiert — und das ist bei diesen Marken nicht die Zulassung, sondern die Auffindbarkeit. Dass ein Anbieter nach einer Sperrung unter neuer Adresse auftaucht, ist ein Vorgang, den die Aufsicht ausdrücklich kennt und benennt. Für Spielende bedeutet das eine praktische Konsequenz: Aus der Erreichbarkeit einer Seite lässt sich nichts ableiten, weder über ihre Zulässigkeit noch über die Sicherheit des Geldes, das man dort liegen lässt.

Bruce Bet: Marke ohne Schweizer Zulassung

Bruce Bet ist in der Schweiz nicht bewilligt. Da keine nachweisbare Zulassung vorliegt, findet Art. 4 BGS Anwendung, wonach ausländische Lizenzen hier keine Geltung haben. Ohne Schweizer Aufsicht fehlen Spielenden Schutzmechanismen wie das Sperrregister oder ein Rechtsweg in der Schweiz; eine Sperrung durch die Gespa ist jederzeit möglich.

Bei einer Marke, über deren Zulassung nichts bekannt ist, trägt der Spielende das volle Gegenparteirisiko, und zwar ohne Instrument dazwischen. Es gibt in der Schweiz keinen Mechanismus, der Zahlungen an unzulässige Wettseiten blockiert — weder bei Banken noch bei Kartenherausgebern. Die Überweisung geht durch, und was danach passiert, hängt allein von der Gegenseite ab.

Sportuna: sportlich positioniert, ohne Bewilligung

Sportuna besitzt keine Schweizer Bewilligung für Sportwetten. Da keine Zulassung nachgewiesen werden kann und ausländische Konzessionen gemäss Art. 4 BGS in der Schweiz nicht anerkannt werden, unterliegt das Angebot keiner inländischen Aufsicht. Es besteht kein Zugang zum Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg; der Zugang kann gesperrt werden.

Ein sportlich auftretender Name ist kein Argument für Zulässigkeit, und im Fall der Schweiz ist die Zulässigkeitsfrage besonders einfach zu beantworten: Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und beide sind bekannt. Jede weitere Marke, die ein Schweizer Publikum anspricht, tut das ausserhalb dieses Rahmens. Das ist eine Tatsache über die Marke und nicht über ihr Angebot — aber es ist die Tatsache, die den Unterschied macht, wenn etwas schiefgeht.

Funbet: Unterhaltung ohne Schweizer Rahmen

Funbet operiert ohne die notwendige Schweizer Bewilligung. Eine Zulassung ist nicht nachgewiesen, und ausländische Lizenzen haben in der Schweiz gemäss Art. 4 BGS keine Rechtskraft. Spielende profitieren daher weder von der Schweizer Aufsicht noch vom Sperrregister oder einem hiesigen Rechtsweg; die Seite kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Die Werbung solcher Marken zielt regelmässig auf die Auswahl, die das Schweizer System nicht bieten kann. Die Rechnung, die dabei nicht gezeigt wird, ist eine andere: Wer bei einem bewilligten Veranstalter setzt, hat eine Limite, ein Sperrregister und eine Aufsicht im Hintergrund, die Stichproben durchführt. Wer ausserhalb setzt, hat keines davon. Der Preis der grösseren Auswahl ist ein Preis in Schutz.

Was NHL-Wetten in der Schweiz kosten: die Summe

Die Quoten, die Margen und die Limiten zusammengenommen ergeben ein Bild, das sich in drei Zahlen festhalten lässt. Rund 94 bis 95 Prozent Rückzahlung in einem ausgeglichenen Zwei-Weg-Markt, das ist die Marge, die bei jedem Einsatz mitläuft. CHF 1 Mindesteinsatz und CHF 1’000 Höchsteinsatz für eine Einzelwette bei Sporttip, das ist der Rahmen, in dem die meisten Spielenden sich bewegen. Und 72 Stunden Wartezeit für eine Limitienerhöhung, das ist die Zeitspanne, die zwischen einem Impuls und einer Entscheidung liegt.

Wer ein Spiel betrachtet, sollte den Preis in der Quote mitdenken. Ein Favorit zu 1.40 und ein Aussenseiter zu 3.00 sind keine Aussagen über die Zukunft, sondern über die Erwartung des Marktes und über seinen Anteil. Wer den Markt schlagen will, muss in dieser Sprache rechnen, nicht in der Sprache des Bauchgefühls.

Die zweite Summe ist eine Frage der Zeit. Ein NHL-Spiel um 01:00 Uhr Schweizer Zeit, eine Meisterwette, die bis in den Juni gebunden ist, eine Limite, die 72 Stunden braucht, um sich zu bewegen — alles drei sind Kosten in Zeit, die sich nicht in Franken ausdrücken lassen, aber in der Rechnung trotzdem vorkommen.

Die dritte Summe betrifft die Auswahl. Zwei bewilligte Veranstalter mit zwei Vertragsgebieten bedeuten in der Schweiz: Wer hier wohnt, hat das eine, wer dort wohnt, das andere. Die ausländischen Anbieter lösen diese Grenze nicht auf, sie verlegen sie nur — in ein System ohne Schweizer Aufsicht, ohne Sperrregister und ohne hiesigen Rechtsweg.

Häufige Fragen zu NHL-Wetten in der Schweiz

Darf ich in der Schweiz auf NHL-Spiele und den Stanley Cup wetten?

Ja, aber nur bei Swisslos (Sporttip) oder Loterie Romande (Jouez Sport), und nur wenn das Ereignis und die Wettart auf der Gespa-Liste stehen. Ein Online-Konto braucht Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet. Ausländische Anbieter sind in der Schweiz nicht bewilligt und unterliegen keiner hiesigen Aufsicht.

Woran erkenne ich, ob ein Eishockey-Ereignis auf der Gespa-Liste steht?

Die Liste nennt die bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten und wird von der Gespa geführt. Wer sie prüft, schaut auf die Versionsangabe und vergleicht anschliessend mit dem Wettprogramm des Veranstalters, weil die Liste den Rahmen vorgibt und nicht das konkrete Angebot. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur erfasst, wenn sie genannt sind.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Bei CHF 100 Einsatz und Quote 1.90 ergibt das CHF 190 zurück, davon CHF 90 Reingewinn. Sporttip rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen ab.

Was ist die Marge, und wie hoch ist sie?

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem Einsatz behält. Sie ergibt sich aus dem Quotenschlüssel, der Rückzahlung über alle Ausgänge eines Marktes. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten liegt die Rückzahlung bei rund 94 bis 95 Prozent und die Marge bei etwa 5 bis 6 Prozent; bei günstigeren Quoten sinkt sie auf unter zwei Prozent.

Was ist ein Value Bet, und warum bleibt jede Prognose eine Schätzung?

Ein Value Bet liegt vor, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit über der in der Quote steckt. Der Vergleich ist rechnerisch einfach, aber die eigene Einschätzung kann falsch sein, und nichts verrät, ob der Markt besser informiert ist. Ein positives Erwartungswert-Ergebnis gilt über viele Wetten, nicht für eine einzelne. Kein Tipp ist sicher.

Was gilt bei Eishockeywetten als reguläre Spielzeit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die regulaire Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Darum kann eine Siegwette auf ein Team verloren gehen, das die Partie in der Verlängerung entschieden hat.

Welche Verlustlimiten gelten, und wann lässt sich eine Spielsperre aufheben?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Eine freiwillige Spielsperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, unter Beteiligung einer Fachstelle.

Inhalt erstellt vom Team «quotenerklaert»