Quotenrechner Sportwetten 2026 — rechnen, was am Ende übrig bleibt

Updated Oktober 2026
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Ein Bleistift liegt quer auf einem karierten Papierblock mit handgezeichneten Kreisen und Pfeilen, daneben ein Radiergummi im Seitenlicht.

Oktober 29, 2026 · Bewilligungen und Limiten geprüft gegen die Angaben von Swisslos, der Loterie Romande und die Bewilligungsliste der Gespa.

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1).

Ein Rechner ist ein ehrliches Gerät. Er tut genau das, was man ihm sagt, und wenn man ihm eine Quote gibt, gibt er einen Betrag zurück. Das ist seine Stärke und zugleich der Punkt, an dem die meisten Betrachtungen über Quotenrechner aufhören — bei der Multiplikation. Die interessante Frage kommt danach: was von diesem Betrag tatsächlich übrig bleibt, wenn die Marge des Veranstalters, die Limite auf dem Wettschein, die Steuerfreibeträge des Wohnkantons und die Regel zur Auszahlung eines Cash-Out mitgerechnet werden. Genau darum geht es hier.

Wer in der Schweiz auf ein Sportereignis setzen will, hat zwei Wege zur Auswahl und keinen dritten. Der eine führt zu einem Veranstalter mit eidgenössisch-interkantonaler Bewilligung — Swisslos mit dem Produkt Sporttip, Loterie Romande mit Jouez Sport. Der andere führt zu einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, den ein Betrachter problemlos im Browser findet und dessen Quoten oft höher aussehen. Der Unterschied zwischen beiden Wegen ist kein Geschmacksunterschied, sondern eine Rechnung, und diese Rechnung ist der Kern dieser Seite.

Eine Quote von 2.10 auf einen Aussenseiter und eine Quote von 1.40 auf einen Favoriten sind zwei Zahlen mit völlig verschiedene Konsequenzen für den Erwartungswert. Der Rechner zeigt beide Wege. Er zeigt nicht, welcher davon eintritt. Diese Grenze wird hier nirgends überschritten: kein Tipp, keine Voraussage, kein System, das gewinnt. Nur Arithmetik, Regeln und der Preis, den sie kosten.

Die zehn Anlaufstellen für Quoten, Wetten und Auszahlung

Zehn Namen stehen unten. Zwei davon dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten. Die anderen acht dürfen es nicht. Das ist keine Einteilung nach Qualität, sondern eine Feststellung des Rechts, und sie bestimmt, welche Rechte ein Wettender gegenüber wem hat — ob der Sperrregister-Eintrag zieht, ob eine Beschwerdestelle existiert, ob ein Auszahlungsbetrag überhaupt einklagbar ist.

Ein Abakus mit bunten Holzperlen steht auf einem hellen Schreibtisch vor einem unscharfen Fenster.
Ein Wettrechner berechnet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit 1 bis 20 Auswahlen.

Für die Reihenfolge der Bewertung haben alle zehn dieselbe Messlatte bekommen: ob sie Einzel-, Kombi- und Systemwetten abdecken, ob die Quotenformate umgerechnet werden, ob nachvollziehbar ist, wie ein Ergebnis zustande kommt, ob ein Quotenrechner überhaupt etwas über die Marge sagt. Was haben wir gefunden?

Anlaufstelle Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Sporttip (Swisslos) Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, Aufsicht Gespa
Jouez Sport (Loterie Romande) Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel Société de la Loterie de la Suisse Romande, Aufsicht Gespa
22Bet ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz massgebliche Bewilligung bekannt
MyStake ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz massgebliche Bewilligung bekannt
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz massgebliche Bewilligung bekannt
IviBet ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz massgebliche Bewilligung bekannt
bet365 ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz massgebliche Bewilligung bekannt
BC Game ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz massgebliche Bewilligung bekannt
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz massgebliche Bewilligung bekannt
GG Bet ohne Schweizer Bewilligung keine für die Schweiz massgebliche Bewilligung bekannt

Die Spalte mit der Bewilligung liest sich monoton, und das ist die eigentliche Information. Wer erwartet, unter den ausländischen Namen einen zweiten Schweizer Veranstalter zu finden, der wartet vergeblich: die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur eine Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren — und auf dieser Liste steht ausdrücklich auch bet365.

Was kostet diese Monotonie den Leser? Einen ganzen Teil seiner Wahlfreiheit. Ein Wettender, der in Genf wohnt und mit einer Quote von 2.10 auf einen Favoriten liebäugelt, muss sich entscheiden zwischen einem Anbieter, bei dem sein Konto den Schweizer Spielerschutz kennt, und einem Anbieter mit schönerem Preis, bei dem dieser Schutz nicht existiert. Ein Rechner kann diese Entscheidung nicht für ihn treffen. Er kann nur die Höhe des Unterschieds sichtbar machen.

Was ein Quotenrechner leistet und wo seine Grenze liegt

Die Grundrechnung, auf die sich alle Varianten zurückführen lassen

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz mal (Quote minus eins). Das ist der ganze Kern — ein Satz, der auf einem Bierdeckel Platz hat und trotzdem die Basis jeder Kombi-, System- und Livewette ist. Bei einer Dezimalquote von 5.50 und einem Einsatz von einem Franken liegt die Auszahlung bei 5.50, der Reingewinn bei 4.50. Der Einsatz selbst kommt zurück; er ist kein Gewinn, auch wenn die Werbung ihn gern als solchen inszeniert.

Warum das Ergebnis eines Rechners nie besser ist als die eingegebene Zahl

Ein Rechner prüft nicht, ob die Quote gut ist. Er prüft nicht, ob der Markt korrekt bepreist ist. Er weiss nicht, ob der Veranstalter die spielentscheidende Situation noch auswertet. Man gibt ihm eine Zahl, er gibt einen Betrag. Eine Quote von 1.90 in einen Rechner zu tippen und die Auszahlung zu bewundern, ist ein bisschen wie einen Reifendruck zu messen, ohne je zu fahren.

Daraus folgt die praktische Reihenfolge: erst den Markt verstehen, dann die Quote beurteilen, erst danach den Betrag ausrechnen. Wer umgekehrt vorgeht, hat am Ende einen exakten Betrag für eine Wette, die er nicht hätte platzieren sollen.

Rundung: der Franken, der auf der Strecke bleibt

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf fünf Rappen genau abgerundet. Wer eine Reihe kleiner Kombiwetten mit krummen Quoten spielt, verliert über die Serie betrachtet Beträge, die einzeln nach nichts aussehen. Auf einem einzelnen Wettschein ist das irrelevant. Als Gewohnheit über hunderte Wetten ist es ein Kostenfaktor, den kaum jemand in einem Rechner abbildet.

Wie die drei Wettformen gerechnet werden

Einzelwette: eine Quote, ein Ergebnis

Die Einzelwette ist die einzige Form, in der Quote und Einsatz vollständig das Ergebnis bestimmen. Es gibt keine zweite Variable, nichts, was eine andere Voraussage kaputt machen kann. Ein Wettschein, eine Zahl, aus. Für die Auszahlung gilt hier unmittelbar die Grundformel; die Limite des Veranstalters ist der einzige Faktor von aussen, der den Betrag nach oben deckelt.

Kombiwette: multiplizierte Quoten und eine Trefferwahrscheinlichkeit, die fällt

Bei einer Kombinationswette werden die Einzelquoten multipliziert, der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. Diese drei Regeln in einem Satz sind der Grund, weshalb die Kombiwette so verlockend und so teuer ist.

Rechnen wir es an einem Beispiel durch, das nichts verspricht und nur zeigt, wie die Mechanik läuft. Zwei Voraussagen zu je Quote 2.10 ergeben eine Gesamtquote von 4.41. Aus einem Einsatz von CHF 10 werden im Erfolgsfall CHF 44.10. Nun der unangenehme Teil: bei einer Einzelwette müssten beide Ereignisse eintreten, damit die Kombi hält — die Chance, dass beides zugleich passiert, ist kleiner als die Chance auf jedes einzelne davon. Der Rechner zeigt den grossen Betrag, er zeigt die kleinere Chance nicht. Wer die Kombi spielt, kauft sich also nicht mehr Sicherheit, sondern mehr Hebel.

Die Gesamtquote darf bei Jouez Sport nicht über 100’000 liegen, und eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen. Beides sind Obergrenzen, die in der Praxis selten greifen — aber sie markieren den Bereich, in dem ein Anbieter anfängt, sich zu schützen.

Systemwette: mehrere Kombis in einem Wettschein

Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben; jede dabei entstehende Kombination heisst Wettreihe. Wer «3 aus 5» spielt, hat es mit zehn Wettreihen zu tun — jede davon eine eigene Kombination aus den fünf Voraussagen. Der Einsatz steht auf dem ganzen System, nicht auf der einzelnen Reihe, und deshalb steigt der Gesamteinsatz mit jeder zusätzlichen Voraussage deutlich schneller als bei einer einfachen Kombi.

Das ist der Punkt, an dem Systemwetten für das Budget gefährlich werden. Eine Systemwette ist kein Instrument, um Verluste abzufedern; sie ist ein Instrument, um mehrere Ausgänge gleichzeitig zu bespielen, und man bezahlt jede dieser Varianten. Die Sporttip-Regeln sehen für Systemwetten einen Höchsteinsatz von CHF 10’000 vor, zehnmal so viel wie bei einer Einzel- oder Kombinationswette — nicht, weil Systemwetten ertragreicher wären, sondern weil dort viel mehr Geld in einem einzigen Vorgang steckt.

Warum Systemwetten in einen Rechner gehören und was ein Rechner dort falsch machen kann

Eine Trixie, also «3 aus 3», besteht aus vier Wettreihen: drei Zweierkombinationen und einer Dreierkombination. Wer das im Kopf rechnet, hat schon aufgehört hinzuschauen. Genau hier zahlt sich ein Rechner aus — und genau hier wird er gefährlich, wenn er die Zahl der Wettreihen stillschweigend als sichere Einnahmequelle präsentiert. Jede Reihe wird einzeln gewertet. Ein falscher Tipp reduziert die Auszahlung, er löscht sie nicht immer, und trotzdem nicht so, wie es die Gesamtquote suggeriert.

Quotenformate lesen: Dezimal, Bruch, US

Eine Zahl, drei Schreibweisen

Dieselbe Quote hat drei Gesichter, und wer sie nicht auseinanderhält, rechnet gegen sich selbst. Eine Dezimalquote von 5.50 entspricht bei 1 € Einsatz einer Auszahlung von 5.50 € und einem Reingewinn von 4.50 €; dieselbe Quote lautet als Bruchquote 9/2 und als US-Quote +450. Schweizer Veranstalter arbeiten mit Dezimalquoten, mit einem Punkt statt eines Kommas — 2.10, nicht 2,10. Wer auf einer ausländischen Seite ein Format sieht, das er nicht kennt, sollte es erst übersetzen und dann setzen.

Das Minuszeichen, das Anfänger irritiert

Eine Dezimalquote von 1.40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250. Bei einer US-Quote bedeutet −250, dass 250 $ gesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen. Das Minus kennzeichnet also nicht einen Verlust, sondern den Favoriten: es sagt, wie viel man riskieren muss, um den Standardgewinn zu holen. Wer das verwechselt, meint, −250 sei ein Verlustgeschäft, und sucht danach die +450 — die aber ist der Aussenseiter.

Übersetzen ist nicht rechnen

Ein Formatumrechner und ein Quotenrechner sind verschiedene Werkzeuge, und ein guter Rechner beherrscht beides. Wer eine Bruchquote 9/2 eingibt und einen Betrag in Franken zurückbekommt, hat zwei Operationen ausgelöst und sollte beide prüfen können. Bei einer Kombi, die aus drei verschiedenen Formaten zusammengestückelt wurde, wird es unübersichtlich: die Gesamtquote ist nur dann eindeutig, wenn alle Einzelquoten in derselben Schreibweise verstanden wurden.

Die Marge: der Posten, den kein Rechner freiwillig zeigt

Was in einer Quote steckt, bevor der Wettende sie sieht

Ein Buchmacher setzt keine Quote, er setzt ein Verhältnis. Die Auszahlungsquote eines Marktes ergibt sich als eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten dieses einen Marktes; die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote. Diese Zahl steht auf keinem Wettschein und in keinem Werbebanner. Sie ist der Preis des Produkts.

Nehmen wir einen illustrativen Zweiwegemarkt mit 1.90 auf beiden Seiten — das ist ein Beispiel, keine abgefragte Quote eines bestimmten Anbieters, und es dient nur dazu, die Mechanik zu zeigen. Ein Kehrwert von 1.90 ist rund 0.5263. Zweimal genommen ergibt das 1.0526. Die Auszahlungsquote liegt also bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 %. Anders gesagt: über viele Wetten in einem Markt mit dieser Struktur fliessen von jedem gesetzten Franken ungefähr 95 Rappen zurück.

Die Formulierung «rund 5 %» ist eine Bandbreite, keine Konstante. Die Marge hängt von der Struktur des Marktes ab — wie viele Ausgänge er hat, wie gut sie sich absichern lassen, wie viel Unsicherheit das Ereignis trägt. Ein Zweiwegemarkt mit zwei gleich bepreisten Seiten ist der freundlichste Fall, den man finden kann; ein Markt mit mehreren Ausgängen und ungleichen Quoten trägt typischerweise mehr. Wer die Marge eines konkreten Marktes bei einem konkreten Anbieter wissen will, muss sie aus dessen Quoten ausrechnen — mit allen Ausgängen desselben Marktes, nicht mit zwei beliebigen Zahlen.

Warum zwei Franken aus 1.90 Mathematik sind und kein Versprechen

Die Marge ist genau deshalb der wichtigste Posten auf dieser Seite, weil sie den Erwartungswert auf lange Sicht bestimmt. Die Rechnung oben ist ein statistischer Mittelwert über viele Wetten unter der genannten Annahme — sie sagt nichts darüber, ob ein einzelner Wettschein gewinnt. Sie sagt nur, was im Durchschnitt vom Einsatz zurückkommt.

Für einen Wettenden mit kleinem Budget ist das die entscheidende Zahl überhaupt. Bei einer durchschnittlichen Rückzahlung von 95 % kostet jeder gesetzte Franken im Mittel fünf Rappen, unabhängig davon, wie gut die Voraussagen sind. Über hundert Wetten zu CHF 10 sind das hundert Franken, die unabhängig vom Ausgang verschwinden. Kein Rechner wird das anzeigen, wenn man ihm nicht sagt, dass er es soll.

Der Vergleich, den die Quotenanzeige verschweigt

Eine Quote von 2.10 liest sich besser als eine von 1.90. Eine Auszahlungsquote von 92 % aber ist schlechter als eine von 95 %, und beide können nebeneinander auftreten — hohe Nettogewinne in einem Markt mit dicker Marge, niedrige Nettogewinne in einem mit dünner. Wer nur die erste Zahl ansieht, vergleicht Äpfel mit Birnen. Wer beide ansieht, weiss, was er kauft.

Wo der Rechenweg an das Recht stösst

Zwei Veranstalter, und danach ist die Liste zu

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt — der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport.

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Sporttip läuft im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Wer ausserhalb seines Vertragsgebiets wohnt, bekommt kein Online-Konto. Ein Wettender aus Zürich kann nicht bei Jouez Sport anmelden, einer aus Genf nicht bei Swisslos. Das ist kein technisches Detail, sondern der Grund, weshalb in der Schweiz überhaupt jemand auf einen ausländischen Anbieter ausweicht: die legale Option ist geografisch zugeschnitten.

Was der Rechner durchrechnet, was ein Schweizer Veranstalter aber nicht anbieten darf

Ein Rechner prüft keine Bewilligung. Er rechnet jede Wette durch, die man ihm eingibt — auch eine auf eine Wetterlage, auf eine Wahl oder auf eine Fernsehsendung. In der Schweiz sind das keine erlaubten Sportwetten: erlaubt sind nur Sportereignisse, und der zulässige Rahmen ist eine geschlossene Liste, die Gespa-Liste der autorisierten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet — Wetten auf Trainingsläufe nie. Die Liste zeigt keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Darin liegt eine eigentliche Falle für Nutzer von Rechnern: man gibt eine Quote ein, bekommt einen sauberen Betrag, und merkt nicht, dass die Wette bei einem Schweizer Veranstalter gar nicht platzierbar wäre. Ein Rechner ist keine Zulassungsprüfung. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das Gesetz kennt keine feste Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Ausland ohne Schweizer Bewilligung: was der Rechner nicht mitrechnet

Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht weder Schutz noch eine Fair-Play-Kontrolle.

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, verliert drei Dinge auf einmal: den Anschluss an das Schweizer Sperrregister, den Schweizer Rechtsschutz und jede Aufsicht über die Auszahlung. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die erste Liste stammte vom 3. September 2019, am Ende von 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Domain-Hopping und führt unter anderem Interwetten und Bet-at-Home an; bet365 steht auf der Liste.

Was das für die Rechnung oben bedeutet: die fünf Prozent Marge, die im legale Markt ein fairer Preis für ein überwachtes Produkt sind, kommen im Ausland ohne jede Gegenleistung obendrauf. Es gibt keine Beschwerdestelle, keine Auszahlungsgarantie, keinen Zugriff auf das Sperrregister. Ein Rechner, der in beiden Welten identische Beträge ausgibt, verschweigt genau diesen Unterschied.

Auch die Steuer folgt der Herkunft des Anbieters

Gewinne aus einem in der Schweiz erlaubten Grossspiel — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert; der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), und der kantonale Freibetrag weicht davon ab, weshalb hier «je nach Kanton» gilt und keine einzelne Kantonszahl. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen gewöhnlichen Wettenden mit Wetten im zweistelligen oder dreistelligen Bereich spielt das keine Rolle: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, können aber kantonale Steuerfolgen haben: die kantonale Steuerpraxis des Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen. Eine Wettsteuer auf Einsätze kennt die Schweiz dagegen nicht — wer eine solche in einem Vergleich mit dem Ausland liest, liest über ein anderes Land. Für den eigenen Fall gilt der Hinweis, den jede seriöse Beratung gibt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Was Limiten und Spielerschutz für die Rechnung bedeuten

Der Einsatz, den man setzen darf, und der Einsatz, den man setzen sollte

Ein Rechner kennt nur den Einsatz, den man eingibt, und rechnet mit jeder Zahl — auch mit einer, die der Veranstalter gar nicht annimmt und die das Budget nicht trägt.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Nimmt man die Höchstgewinne hinzu — bei Jouez Sport CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen —, dann wird sichtbar, wo die Grenzen eines Systems liegen, das einen Einsatz beliebig hochskalieren will. Zusätzlich muss die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi bei Jouez Sport mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Wer das nachrechnet, findet eine unangenehme Konsequenz: die Obergrenze der Auszahlung setzt der Höhe des Einsatzes eine faktische Decke, auch wenn die Limite auf dem Wettschein höher liegt. Der Rechner kennt diese Decke nicht.

Verlustlimiten, die vor dem ersten Wettschein gesetzt werden

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 beziehungsweise CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Der gesetzliche Rahmen verlangt, dass der Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangt; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung nach dem Gesetz erst nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Einen gesetzlich festgelegten Einzahlungsdeckel kennt die Schweiz nicht. Die Limite wird vom Spielenden selbst gesetzt, nicht vom Staat.

Das ist die einzige Zahl auf dieser Seite, die ein Rechner nicht ausrechnen kann und die trotzdem über den Ausgang entscheidet. Eine Verlustlimite von CHF 200 im Monat bei einem Kontostand, der 2’000 zulässt, ist keine Beschränkung, sondern eine Formalie. Wer sie zum ersten Mal setzt und die Oberlimite ausfüllt, weil sie eben erscheint, hat den wirksamsten Teil des Schweizer Spielerschutzes nicht benutzt.

Die Spielsperre wirkt unabhängig von jeder Berechnung

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Dieses Register erfasst überschuldete oder suchtgefährdete Personen sowie Selbstsperren; eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, unter Beteiligung einer Fachstelle. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Ein Rechner, der ein schönes Ergebnis liefert, und ein Sperrregister-Eintrag sind keine Gegensätze. Der eine sagt, was passieren könnte; der andere sagt, dass es nicht passieren wird. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Ein Punkt, der in keiner Marketingbroschüre steht: die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt und dabei an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Schutz am Schalter ist nicht streng, auch wenn er es sein sollte. Wer glaubt, das Alter werde ohnehin geprüft, sollte diese Zahl kennen.

Auszahlung nur auf das eigene Konto

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettenmarkt nicht, und Kredit an Spielende wird nicht gewährt. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Ein Werkzeug gegen Zahlungen an unerlaubte Wettanbieter kennt die Schweiz nicht.

So rechnet man eine Wette selbst nach

Die Reihenfolge, in der man vorgeht

Zuerst den Markt lesen und die Zahl der Ausgänge feststellen. Dann prüfen, ob das Ereignis und die Wettart auf der Gespa-Liste stehen — wenn nicht, ist die Frage nach der Quote akademisch. Danach die Marge des Marktes überschlagen, um zu wissen, was die Quote überhaupt wert ist. Erst dann den Einsatz und die Limite prüfen. Und zuletzt die Wette durchrechnen, mit allen Ausgängen desselben Marktes und nicht mit einer Auswahl.

Wo der Rechenweg abbricht, wenn eine Zahl fehlt

Nicht jede Wette lässt sich sauber durchrechnen. Ein abgesagtes Ereignis ist der klarste Fall: bei Sporttip ist eine Wette ungültig, wenn das Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt wird; Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Ein Rechner, der eine Kombi mit einer abgesagten Voraussage weiterrechnet, liefert einen Betrag, der so nie entsteht.

Ähnlich bei Livewetten: die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird, und Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Eine Quote von 2.10, die zu 1.00 wird, erscheint in keinem Rechner, weil sie erst zustande kommt, wenn die Wette schon platziert ist.

Und die reguläre Spielzeit ist enger definiert, als man denkt: sie umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Fussballspiel mit Verlängerung setzt, ohne das zu prüfen, rechnet gegen eine Definition, die er nicht gelesen hat.

Der Rechner als Prüfstein, nicht als Entscheidungshelfer

Ein Quotenrechner ist am nützlichsten, wenn man ihn gegen die eigene Begeisterung einsetzt. Der Betrag, den er ausgibt, ist eine Zahl der Möglichkeitsform. Wer sie als Zahl liest, die auf dem Konto landet, hat die Funktion des Werkzeugs missverstanden. Wer sie als Preis liest, den man für eine Chance bezahlt, benutzt es richtig.

Was die Wetten selbst teurer macht als das Ergebnis aussieht

Cash-Out: eine Auszahlung, die unter dem möglichen Gewinn liegt

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Das ist kein Nebenaspekt, sondern eine Preisfrage. Wer einen Cash-Out annimmt, verkauft seinen möglichen Gewinn an einen Anbieter, der diesen Gewinn bewertet. Der Preis liegt per Konstruktion unter dem vollen Auszahlungsbetrag, sonst gäbe es das Produkt nicht. Ein Rechner, der den Cash-Out-Betrag als zusätzliche Option zum Gewinn addiert, hat die Richtung der Zahl verkehrt.

Boosts, die an Bedingungen hängen

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

«Bonus» heisst hier also: eine Erhöhung, die an eine Mindestquote, eine Mindestzahl von Voraussagen, eine Online-Platzierung und den Verzicht auf den Cash-Out gekoppelt ist. Ein Prozentsatz, der nur unter vier gleichzeitigen Bedingungen gilt, ist keine Zugabe; er ist ein Anreiz mit Fahrplan. Wer den Boost in einen Rechner eingibt, ohne die Voraussetzung einzugeben, bekommt eine Zahl, die er so nie sieht.

Voneinander abhängige Ereignisse

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Zwei Voraussagen zu demselben Spiel — «Sieg für X» und «mehr als zwei Tore» — sind abhängig, und ihre Multiplikation ergibt nicht dieselbe Wahrscheinlichkeit wie die Multiplikation unabhängiger Ereignisse. Ein Rechner multipliziert trotzdem munter. Die Bewertung dieser Kombination ist Sache des Anbieters und nicht des Werkzeugs.

Wie die zehn Anlaufstellen abschneiden

Sporttip: das Werkzeug und seine Grenzen in derselben Hand

Swisslos betreibt Sporttip auf der Grundlage einer Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, nach dem BGS (SR 935.51) und unter Aufsicht der Gespa; Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sporttip läuft im Swisslos-Vertragsgebiet, einem Verbund deutschschweizerischer Kantone plus Tessin und Liechtenstein. Ein Online-Konto steht nur Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet offen.

Faktisch ist Sporttip das Produkt mit dem vollständigsten Regelwerk unter den zehn Namen: Cash-Out für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, Kombiboost, Quoten- und Profitboosts, Bet-Builder, Livewetten, Systemwetten bis CHF 10’000 Einsatz. Und es ist gleichzeitig das Produkt mit der engsten Palette bei den Wettmärkten, weil die Gespa-Liste vorschreibt, was überhaupt angeboten werden darf. Wer Corner-Märkte oder Esport sucht, wird bei Sporttip nicht fündig — und das ist kein Mangel des Anbieters, sondern die Folge der Bewilligung.

Rechtlich ist Sporttip das einzige der zehn Angebote, das aus Sicht eines Wettenden aus Genf eine echte Alternative mit Schweizer Schutz darstellt; aber wer dort wohnt, ist nicht im Vertragsgebiet. Die Bewilligung und das Wohnsitzerfordernis sitzen im gleichen Paragraphen.

Jouez Sport: billiger Einstieg, tiefere Decke

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, auf derselben Bewilligungsgrundlage wie Sporttip; sie nennt die Avenue de Provence 14 in Lausanne als Kontaktadresse, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Der Mindesteinsatz für Multiples liegt bei CHF 2, der Mindesteinsatz online bei CHF 2.

Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten von CHF 500 liegt bei Jouez Sport halb so hoch wie der Höchstbetrag einer Systemwette bei Sporttip und bei einem Fünftel von Sporttips Höchsteinsatz für Einzelwetten. Dass die Gesamtquote einer Kombi mindestens 1.10 betragen muss, schliesst sehr kurze Kombinationen praktisch aus. Der Höchstgewinn von CHF 1’000’000 über alle Reihen eines Multiples zeigt, wie gross der Verbund werden kann — aber wer dorthin will, braucht ein Budget, für das die Limite von CHF 7’500 pro Wettschein schnell zur Hauptzahl wird. Die Verfügung über ein grösseres Budget liegt bei Jouez Sport nicht bei den Nutzern, sondern im Regelwerk.

22Bet: viele Formate, keine Schweizer Bewilligung

22Bet wird hier ohne Schweizer Bewilligung geführt. Es gibt keine Veranstalterbewilligung und keine Spielbewilligung nach BGS, keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Eine gemeldete ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS); die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Für einen Wettenden, der die Quotenformate mehrerer Länder nebeneinander ausprobieren will, ist die Plattform technisch attraktiv. Was sie nicht mitbringt, ist jede Schweizer Aufsicht — und damit die Grundlage dafür, dass ein Auszahlungsbetrag durchsetzbar wäre. Wer den Rechner dort benutzt, tut das auf eigene Rechnung im wörtlichen Sinn.

MyStake: Auswahl ohne Rückweg

MyStake steht hier ohne Schweizer Bewilligung. Keine Veranstalterbewilligung, keine Spielbewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz. Die Domain ist auf der Sperrliste der Gespa blockierbar.

Der entscheidende Punkt bei diesem Namen wie bei allen folgenden ist nicht der Funktionsumfang, sondern die Rückfrage: an wen wendet sich jemand, wenn ein Gewinn nicht ankommt? Bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter gibt es diese Adresse. Hier gibt es sie nicht, und keine Quote der Welt rechnet diesen Verlust ein.

Interwetten: eine bekannte Marke mit einem Block-Eintrag in der Schweiz

Interwetten wird ohne Schweizer Bewilligung geführt. Keine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz. Die Gespa nennt Interwetten im Zusammenhang mit Domain-Hopping und der Sperrliste.

Eine Marke, die international bekannt ist, wird dadurch nicht zu einem Schweizer Anbieter. Die Bekanntheit ist ein Marketingfaktor; die Bewilligung ist eine Rechtsfrage. Wer hier setzt, tut es ohne die Aufsicht, die den Unterschied zwischen den beiden Gruppen ausmacht — und die Werbung für nicht in der Schweiz erlaubtes Glücksspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und nach Art. 131 BGS mit einer Busse bis CHF 500’000 bedroht.

IviBet: Konto ja, Schweizer Schutz nein

IviBet steht ohne Schweizer Bewilligung in der Liste. Keine Bewilligung nach BGS, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain über die Sperrliste blockierbar.

Ein Konto lässt sich bei solchen Anbietern in der Regel schnell eröffnen; die Schweizer Prüfung von Ausweis und Adresse gibt es nicht. Das ist für den einen bequem und für den anderen der ganze Verlust — bei einem Schweizer Veranstalter ist die Identitätsprüfung Teil der Lizenzauflagen, und dasselbe Regelwerk, das die Prüfung verlangt, schreibt auch die Verlustlimitierung und das Sperrregister vor.

bet365: eine der blockierten Domains

bet365 wird ohne Schweizer Bewilligung geführt; die Gespa nennt den Anbieter ausdrücklich als auf der Sperrliste stehend. Keine Bewilligung nach BGS, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz. Blockierte Domains werden über DNS innert Stunden ersetzt, was die Sperre technisch löchrig macht — die rechtliche Lage ändert das nicht.

Für Schweizer Wettende ist das die praktischste Lehre aus der ganzen Sperrliste: ein Anbieter kann hier blockiert sein und trotzdem erreichbar bleiben. Erreichbarkeit ist nicht dasselbe wie Zulässigkeit, und kein Rechner unterscheidet die beiden.

BC Game: Krypto-Nähe, kein Konto in der Schweiz

BC Game erscheint hier ohne Schweizer Bewilligung. Es gibt keine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa kann die Domain per DNS blockieren.

Anonyme Auszahlungen spielen bei solchen Plattformen eine Rolle. Im bewilligten Schweizer Markt existiert davon nichts: Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers. Diese Regel ist kein Nebensatz, sie ist die Rückseite des Spielerschutzes, und wer sie verliert, verliert mehr als ein Zahlungsmittel.

Bruce Bet: schmale Marke, gleiche Rechtslage

Bruce Bet steht ohne Schweizer Bewilligung in dieser Übersicht. Keine Bewilligung nach BGS, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, Domain auf der Sperrliste blockierbar. Eine schmale Marke fällt in solchen Listen kaum auf, die Rechtslage macht keinen Unterschied zwischen prominent und unbekannt.

Eine steinerne Treppe führt zu einem Portal mit Säulen im Morgenlicht, der Platz davor ist leer.
Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250.

Kommt ein solcher Anbieter mit einem einladenden Quotenrechner daher, sollte die Frage nicht lauten, ob das Werkzeug gut ist. Sie sollte lauten, ob der Anbieter in der Schweiz überhaupt veranstalten darf.

GG Bet: derselbe Rahmen, dieselben offenen Punkte

GG Bet wird ohne Schweizer Bewilligung in der Übersicht geführt. Keine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, die Domain über die Sperrliste blockierbar.

Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind die allgemeinen Geschäftsbedingungen das einzige Regelwerk. Bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter stehen daneben die Gespa-Aufsicht, die Limitenpflicht, das Sperrregister und das Einzugsverbot für Einsätze bei gesperrten Providern. Das Bündel ist der eigentliche Unterschied — nicht der Höchstbetrag auf dem Wettschein.

Was ein Rechner nie mitteilt

Ein Quotenrechner ist ein Werkzeug zur Ermittlung möglicher Beträge. Er ist kein Berater. Wer ihn oft genug bedient, bekommt ein Gefühl dafür, wie sich Quoten aufschaukeln, und dieses Gefühl ist trügerisch: es wächst mit der Übung und nicht mit der Fähigkeit, Ereignisse vorherzusagen. Meistens steigt es sogar dann, wenn die Marge des Anbieters besonders deutlich im Preis steckt. Fähigkeit zeigt sich in der Auswahl der Wetten und nicht in der Sorgfalt des Eintippens, und selbst diese Fähigkeit verrät nichts über das Ergebnis der nächsten Wette.

Was auf lange Sicht bleibt, lässt sich mit den Zahlen dieser Seite durchrechnen. Bei einem Markt mit der Struktur unseres Beispiels fliessen rund 95 Rappen pro Franken zurück; die Differenz ist der Preis der Unterhaltung. Bei einem fremden Anbieter ohne Schweizer Bewilligung kommen die fehlende Aufsicht, der fehlende Rechtsweg und die Unsicherheit über die Steuerfolge hinzu, ohne dass irgendeine Quote das anzeigt. Bei einem Schweizer Veranstalter ist umgekehrt die Palette der Wetten geschlossen, und wer Corner-Märkte oder Esport sucht, findet sie dort nicht.

Bleibt der Betrag, der nie in einem Rechner steht: die Verlustlimite, die vor der ersten Wette gesetzt wird. Sie ist die einzige Zahl, die der Wettende selbst bestimmt, und die einzige, die den Ausgang mit Sicherheit beeinflusst. Alles andere auf dem Wettschein ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage. Wer diese Unterscheidung einmal begriffen hat, benutzt jeden Quotenrechner richtig — als Taschenlampe und nicht als Wegweiser.

Häufige Fragen zum Quotenrechner

Wie wird der Reingewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Reingewinn ergibt sich als Einsatz mal (Quote minus eins); eine Quote von 5.50 zahlt bei einem Franken Einsatz 5.50 aus, davon 4.50 Gewinn. Der Einsatz selbst ist Rückzahlung und nicht Ertrag. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen abgerundet.

Wie rechnet man Dezimal-, Bruch- und US-Quoten ineinander um?

Dezimal 5.50 entspricht der Bruchquote 9/2 und der US-Quote +450; Dezimal 1.40 entspricht 2/5 und −250. Die US-Quote −250 bedeutet, dass 250 $ gesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen; ein Minus kennzeichnet also den Favoriten und nicht einen Verlust. Schweizer Anbieter schreiben Dezimalquoten mit einem Punkt.

Wie entsteht die Gesamtquote einer Kombiwette und warum fällt die Trefferchance?

Die Einzelquoten werden multipliziert, der Einsatz gilt für die ganze Wette, und sie ist nur gewonnen, wenn jedes Ereignis richtig getippt ist. Zwei Voraussagen zu je 2.10 ergeben 4.41. Weil kumulativ alle Ereignisse eintreten müssen, sinkt die Wahrscheinlichkeit mit jeder zusätzlichen Voraussage — der Rechner zeigt den höheren Betrag, nicht die kleinere Chance.

Was ist eine Systemwette und wie viele Reihen stecken in einer Trixie?

Eine Systemwette bündelt mehrere Kombinationswetten derselben Auswahl und wird als «X aus Y» bezeichnet; jede entstehende Kombination heisst Wettreihe. Eine Trixie aus drei Voraussagen umfasst vier Wettreihen: drei Zweierkombinationen und eine Dreierkombination. Der Einsatz gilt für alle Reihen, die Ausschüttung schwankt mit der Zahl der richtigen Tipps.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten in der Schweiz?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz bei CHF 1 und der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombiwetten sowie CHF 10’000 für Systemwetten. Bei Jouez Sport kostet der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500.

Zeigt ein Quotenrechner die Marge, und was heisst sie langfristig?

Ein Rechner zeigt sie nur, wenn er danach gefragt wird. Bei einem illustrativen Zweiwegemarkt mit 1.90 auf beiden Seiten beträgt die Auszahlungsquote rund 95 %, die Marge also rund 5 % — eine Bandbreite, die von der Struktur des Marktes abhängt. Über viele Wetten bestimmt diese Zahl den Erwartungswert, nicht die Höhe der Einzelquote.

Inhalt erstellt vom Team «quotenerklaert»