Online Copa América Wetten in der Schweiz 2026: zwei bewilligte Veranstalter, acht Anbieter ohne Bewilligung

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball auf einem staubigen Rasenstück in der Abendsonne, im Hintergrund eine hohe Bergkette

Wer heute in der Schweiz eine Quote auf die Copa América sucht, wird fündig — nur nicht auf das nächste Turnier. Die letzte Ausgabe lief vom 20. Juni bis 14. Juli 2024 in den USA mit 16 Nationen, zehn aus der CONMEBOL und sechs aus der CONCACAF, die sich über die Nations League 2023/24 qualifiziert hatten. Argentinien gewann das Finale am 14. Juli 2024 in Miami Gardens mit 1:0 nach Verlängerung gegen Kolumbien und holte den 16. Titel; Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez mit fünf Treffern. Die nächste Ausgabe ist für Juni und Juli 2028 mit wiederum 16 Nationen geplant, der Austragungsort steht noch nicht fest, und alle zehn CONMEBOL-Verbände sind automatisch qualifiziert. Wer im laufenden Jahr auf ein Copa-América-Spiel setzen will, hat also kein Spiel. Was er findet, sind Langzeitmärkte — Turniersieger, Finalteilnahme, Gruppensieger — auf ein Ereignis, das zwei Jahre entfernt liegt.

Die Copa América 2024 fand vom 20. Juni bis 14. Juli 2024 in den USA mit 16 Nationen statt.

Datenstand: Oktober 29, 2026, abgeglichen mit den Bewilligungsangaben der interkantonalen Geldspielaufsicht und den Teilnahmebedingungen der beiden bewilligten Veranstalter.

Damit steht die eigentliche Frage. Die Schweiz kennt für Sportwetten zwei Wege, und sie führen nicht zum selben Ort. Der eine verlangt eine Wohnadresse im richtigen Kanton, ein verifiziertes Konto auf den eigenen Namen und den Verzicht auf jede Sportart und Wettart, die nicht auf der behördlichen Liste steht. Der andere verlangt nichts davon und gibt dafür nichts davon zurück: keinen Eintrag im Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Gerichtsstand, keine Schweizer Auszahlungsregel. Beide Wege haben einen Preis, und dieser Text beziffert beide, statt zwischen ihnen zu schlichten.

Grundlagen: wie eine Quote auf ein Länderturnier entsteht

Ein Turnier mit 16 Nationen, das in zwei Jahren beginnt, trägt keine ausgereifte Preisstellung. Die Anbieter schätzen aus Kaderstärke, Ergebnishistorie und Qualifikationspfad eine Wahrscheinlichkeit und rechnen ihre Marge darauf. Diese Marge ist der Betrag, den jeder Wettende mitbezahlt, ohne dass sie je auf dem Wettschein auftaucht. Die Copa América wird von der CONMEBOL ausgerichtet und wurde erstmals 1916 ausgetragen; Argentinien ist mit 16 Titeln alleiniger Rekordsieger. Ein solches Turnier ist für ein Modell schwer zu greifen, weil zwischen zwei Ausgaben ganze Jahrgänge wechseln.

Der Turniersiegermarkt zeigt das am deutlichsten. Rechnet man ihn mit 16 Ausgängen zu je 1,90 durch, liegt die Auszahlungsquote bei rund 94,6 % und die Marge bei rund 5,4 %. Diesen Markt gibt es nicht — ein Favorit steht nie bei 1,90. Nimmt man dieselbe Rechnung mit je 2,10, sinkt die Auszahlungsquote auf rund 76 % und die Marge steigt auf rund 24 %. Die Spanne ist deshalb so weit, weil sie an der Höhe der Quoten hängt und nicht am Turnier. Bei einem Markt mit 16 Ausgängen ziehen die Aussenseiter die Auszahlungsquote nach unten, und kein Anbieter kann einen Favoriten so kurz stellen, dass es wieder aufginge.

Was heisst das konkret für jemanden mit kleinem Budget? Eine Wette von CHF 20 auf den Turniersieger trägt bei einer Marge von rund 24 % im Erwartungswert knapp CHF 5, die nicht dem Wettenden gehören. Dasselbe Geld auf einen Zwei-Wege-Markt mit je 1,90 kostet im Schnitt rund CHF 1. Der Markt, nicht der Einsatz, entscheidet über den Preis. Wer zwei Anbieter nebeneinanderlegt, darf deshalb nicht die Quoten eines einzelnen Favoriten vergleichen — zwei Rappen Unterschied bei einem Ausgang sagen nichts über den ganzen Markt. Er muss alle Ausgänge desselben Markts beim selben Veranstalter zusammennehmen, sonst vergleicht er zwei Ausschnitte aus zwei verschiedenen Rechnungen.

Die Abrechnungsregeln entscheiden über mehr als den Preis. Bei der Copa América 2024 spielten die 16 Teams in vier Gruppen A bis D; in der Finalrunde gab es bei einem Unentschieden nach 90 Minuten direkt Elfmeterschiessen, nur im Finale wurde zuvor noch verlängert. Eine Wette auf den Sieger einer K.o.-Runde kann also nach 90 Minuten entschieden sein, obwohl der Sieger erst eine halbe Stunde später feststeht. Wer darauf setzt, muss wissen, ob sein Wettschein die reguläre Spielzeit meint oder das Weiterkommen. Diese Unterscheidung steht im Vertrag, nicht im Kleingedruckten.

Quotenschlüssel und Marge

Der Quotenschlüssel, in der Marktsprache auch Auszahlungsquote, ist der Anteil aller Einsätze eines Markts, der an die Wettenden zurückfliesst. Er ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten desselben Markts. Die Marge ist 100 % minus diesen Wert. Ein Markt mit fünf Ausgängen, deren Kehrwerte sich zu 1,08 addieren, zahlt rund 93 % aus und behält rund 7 %. Je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto schwerer bleibt die Zahl klein, weil jeder Ausgang einen kleinen Anteil an der Summe trägt und der Anbieter die Favoriten kürzt, um sich abzusichern.

Für den Vergleich heisst das: Nur Gleiches lässt sich mit Gleichem vergleichen. Die Marge eines Zwei-Wege-Markts ist nicht die Marge eines Turniersiegermarkts, und die eines Fussballturniers ist nicht die eines anderen Sports.

Rechtslage: Bewilligung, Sperrliste und die ausländische Lizenz

In der Schweiz sind Sportwetten ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Zuständig ist die Gespa in Bern, die Interkantonale Geldspielaufsicht, die seit dem 1. Januar 2021 auch das Geldspielkonkordat führt; die eidgenössische Spielbankenkommission ist nicht die zuständige Stelle, sie beaufsichtigt nur die Casinos. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Veranstalter existiert nicht, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Eine Topfpflanze auf einem Fensterbrett mit weitem Blick über einen stillen See am Morgen
Die Copa América 2028 ist für Juni und Juli 2028 mit 16 Nationen geplant, der Austragungsort ist noch nicht entschieden.

Die beiden teilen sich das Land auf, und dieser Schnitt ist die erste Einschränkung, die einen Wettenden trifft. Swisslos trägt Sporttip im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz bei 221 Mitarbeitenden. Wer in Basel wohnt, ist bei Jouez Sport ausgeschlossen, wer in Genf wohnt, bei Sporttip. Das ist keine Empfehlung, das ist die Landkarte.

Für ein Onlinekonto braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren, die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis gelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten, und Minderjährige sind von der Online-Teilnahme ausgeschlossen. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.

Was überhaupt gesetzt werden darf, steht auf einer geschlossenen Liste. Erlaubt sind nur Sportereignisse — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind es nicht. Die Gespa führt die Liste der autorisierten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026; Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich gelistet sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe stehen grundsätzlich nicht zur Verfügung. Die Liste enthält keine Corner- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt; das Gesetz beschränkt Livewetten nicht auf bestimmte Märkte.

Was bei einer ausländischen Lizenz in der Schweiz fehlt

Manche Anbieter werben mit einer Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land. In der Schweiz hat eine solche Lizenz keine Kraft — zuständig ist allein die Gespa-Bewilligung. Der Unterschied zwischen einem bewilligten Veranstalter und einem nicht bewilligten liegt tiefer als die Frage, ob die Seite lädt. Die drei Punkte, die dabei zusammenfallen:

Der dritte Punkt ist der aufschlussreichste, weil er zeigt, wie eng die Schweizer Regeln gebaut sind. Es gibt kein Konto ohne Namen, es gibt keine Kreditgewährung an Spielende, und es gibt keinen Auszahlungsweg an einer Identität vorbei. Wer im Ausland spielt, fällt aus diesem Mechanismus heraus — nicht weil das Ausland ihn verbietet, sondern weil die prüfende Stelle fehlt.

Dass eine ausländische Lizenz wirkungslos ist, heisst nicht, dass die Sache für den Anbieter folgenlos bleibt. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nach der Praxis des Bundesamts für Justiz nicht bestraft. Die Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und Schutz oder Fair-Play-Kontrolle bestehen nicht.

Die Gespa führt die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home, und bet365 steht auf der Liste. Der DNS-Block ist deshalb kein Tor, das dicht bleibt, sondern ein Hinweis darauf, wie schnell die Behörde nachführt und wie wenig das den Zugang dauerhaft schliesst.

Ein Wort zur Steuer, weil sie in beiden Welten unterschiedlich läuft. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert; der eidgenössische Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die mit der Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender gewinnt weit unterhalb dieser Grenze und zahlt auf den Gewinn weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, doch die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles Einkommen. Für die eigene Situation bleibt nur der Gang zur Steuerberaterin oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Werbung schliesslich ist reguliert: Sie darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen. Für Spiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist Werbung verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Deshalb steht auf dieser Seite kein Aufruf, irgendwo ein Konto zu eröffnen, und deshalb beschreibt sie die acht Anbieter ohne Bewilligung, statt für sie zu werben. Gratisspielguthaben brauchen vorab die Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonusbedingungen stehen allein in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Tageszeit, zu der Werbung verboten wäre, gibt es nicht.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Pausen und Spielsperre

Bevor jemand zum ersten Mal bei Sporttip teilnimmt, setzt er Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, wer unter 21 Jahre alt ist, setzt höchstens CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Der Mechanismus beginnt also, bevor der erste Einsatz platziert ist — und genau darin liegt sein Wert.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Einträgen und eine Tasse Tee stehen auf einem Tisch neben einer Stehlampe
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Der praktische Ablauf für ein neues Konto sieht so aus: Registrierung mit Ausweisprüfung, dann die Angabe der Limiten pro Zeitfenster, und erst danach der erste Wettschein. Wer später mehr spielen will, wartet drei Tage. Diese Wartezeit ist kein Formfehler, den man nachreicht; sie sitzt zwischen dem Entschluss und dem Spielraum. Das Gesetz verlangt vom Veranstalter, Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste zu fordern; die Limiten setzt der Spielende selbst und nicht der Staat. Eine staatlich fixierte Einzahlungsgrenze kennt die Schweiz für Sportwetten nicht. Das ist der Punkt, an dem die Eigenverantwortung nicht bloss ein Wort ist: Die Zahl, die bindet, hat der Wettende selbst geschrieben.

Wichtiger Unterschied: Das Gesetz spricht von 24 Stunden, Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer eine Erhöhung plant und mit einem Tag rechnet, wird eines Besseren belehrt.

Dazu kommen die Sperren. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann nur nach drei Monaten aufgehoben werden, und ein Fachgremium ist daran beteiligt; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Der unbefristete Eintrag ist die schärfste Klinge im Werkzeugkasten — und für einen Teil der Wettenden die einzige, die hält.

Zu den Einsatzgrenzen als Vertragsbedingungen: Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese Grenzen gelten unabhängig von einer laufenden Limite und unabhängig von einem allfälligen Bonus.

Auf ein Detail, das in keiner Marketingbroschüre steht: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Alterskontrolle am Kiosk für streng hält, sollte diese Zahl kennen.

Warum anonymes Spielen in der Schweiz nicht vorgesehen ist

Die Grenzen des Schweizer Modells sind keine Nebensache, sondern die Begründung dafür, wie es gebaut ist. Das Schweizer Geldspielrecht verfolgt gemeinnützige Zwecke: Die Nettoerträge gehen an öffentliche Aufgaben in den Kantonen. Es verbietet Kredit an Spielende und verlangt ein Konto pro Person mit verifizierter Identität. Wer die Limiten als Einschränkung empfindet, sollte den Gegenwert benennen. Die Limite ist der Preis dafür, dass eine Auszahlung auf einen Namen festgeschrieben ist und eine Sperre im ganzen Land zieht. Ein anonymer Anbieter nimmt beides nicht — und gibt beides nicht.

Panorama: die bewilligten Veranstalter und die ausländischen Anbieter

Die zehn Anbieter, die in der Schweiz auf Sportwetten treffen, lassen sich nicht in eine Reihe ordnen. Zwei von ihnen dürfen hier Wetten veranstalten, acht sind ausländische Plattformen ohne Schweizer Bewilligung. Die zweite Gruppe steht in derselben Übersicht, weil ein Wettender ihr im Netz begegnet und wissen soll, wen er vor sich hat — bewertet an denselben Kriterien und für jeden sichtbar als «ohne Schweizer Bewilligung» gekennzeichnet.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Lizenz Mindest- und Höchsteinsatz Auszahlung auf das eigene Konto Wie der Zugang begrenzt wird
Swisslos Sporttip Bewilligung nach BGS, Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel CHF 1 bis CHF 1’000, Systemwette bis CHF 10’000 Auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers Wohnsitz im Vertragsgebiet, ein Konto pro Person
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung nach BGS, Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande Keine Einsätze dieser Art ausgewiesen Auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers Wohnsitz in einem der sechs Westschweizer Kantone
Wettigo Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz — Nicht nach Schweizer Regel Domain kann per DNS gesperrt werden
Betwinner Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz — Nicht nach Schweizer Regel Domain kann per DNS gesperrt werden
BetOnRed Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz — Nicht nach Schweizer Regel Domain kann per DNS gesperrt werden
BC.Game Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz — Nicht nach Schweizer Regel Domain kann per DNS gesperrt werden
Betscore Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz — Nicht nach Schweizer Regel Domain kann per DNS gesperrt werden
FortuneJack Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz — Nicht nach Schweizer Regel Domain kann per DNS gesperrt werden
Rabona Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz — Nicht nach Schweizer Regel Domain kann per DNS gesperrt werden
Jackbit Keine Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz — Nicht nach Schweizer Regel Domain kann per DNS gesperrt werden

Was die Tabelle nicht zeigen kann, ist der eigentliche Abstand. Zwischen den beiden ersten Zeilen und den acht folgenden liegt keine Abstufung, sondern eine Grenze mit Folgen. Die beiden oberen sind der Gegenstand, den Gespa, Geldspielgesetz und Geldspielkonkordat überhaupt vorsehen; die acht unteren sind rechtlich nicht Teil dieses Systems, und deshalb fehlt bei ihnen, was das System ausmacht. Ob ein ausländisches Haus zuverlässig auszahlt, ändert daran nichts: Im Streitfall steht kein Schweizer Weg offen. Der fehlende Sperrregister-Eintrag klingt harmlos, bis jemand genau diesen Eintrag braucht.

Die zwei bewilligten Veranstalter

Swisslos Sporttip: Quoten und Kontrolle im ganzen Vertragsgebiet

Swisslos ist die erste der beiden Veranstalterinnen, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen. Sie sitzt in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligungsgrundlage ist die des Veranstalters und die des einzelnen Spiels nach dem Geldspielgesetz, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Daraus folgt der volle Schweizer Rahmen: Wohnsitzprüfung, Konto auf den eigenen Namen, Auszahlung auf ein Zahlungskonto des Kontoinhabers, Anbindung an das Sperrregister. Wer in den zurückliegenden Abschnitten wissen wollte, was eine Bewilligung praktisch einbringt — hier ist die Antwort in einem Satz versammelt.

Der Vertrieb folgt dem Vertragsgebiet: 19 Deutschschweizer Kantone plus Tessin plus Liechtenstein. Wer ausserhalb wohnt, kann kein Onlinekonto eröffnen, und daran ändert auch ein Verwandter mit Adresse im Gebiet nichts, weil die Daten gegen Adressdatenbanken geprüft werden und jede Person sich nur einmal registrieren darf.

Das Angebot selbst reicht von der Einzelwette über die Kombinations- und Systemwette bis zur Livewette, mit Cash-Out, Kombiboost sowie Quoten- und Profitboosts. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten; er wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer das einmal gesehen hat, weiss, warum ein Kombinationsgewinn auf dem Wettschein selten genau der Zahl entspricht, die man selbst ausgerechnet hat.

Die Nebenregeln sind das, was diese Wette wirklich ausmacht. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn steigt von 5 % bei vier über 20 % bei sieben und 40 % bei zehn auf 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung begrenzt sind. Quoten- und Profitboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung begrenzt; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. «Boost» heisst hier also nicht mehr Geld umsonst, sondern mehr Geld solange, wie drei Bedingungen gleichzeitig halten. Bei voneinander abhängigen Wettereignissen derselben Sportveranstaltung gibt es die Bet-Builder-Funktion; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Cash-Out ist bei Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten möglich, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der ausgezahlte Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; angeboten werden muss Cash-Out nicht für jede Wette, und ein ausgeführter Vorgang lässt sich nicht rückgängig machen. Wer den Cash-Out als Sicherheitsnetz versteht, sollte diese Zeile zweimal lesen: Ein Netz, das der Veranstalter jederzeit einziehen darf, ist eine Option und keine Garantie.

Bei der Abrechnung zählt die reguläre Spielzeit — die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für eine Turnierwette heisst das konkret: Wer auf den Sieger eines Halbfinals setzt, muss prüfen, ob sein Schein 90 Minuten meint oder das Weiterkommen — bei der Copa América 2024 wurde in der Finalrunde nach 90 Minuten direkt vom Punkt entschieden, sodass die Unterscheidung über Gewinn und Verlust entscheiden kann.

Zwei Fristen gehören dazu. Ein Wettereignis, das abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt wird, macht die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Diese Einsprachefrist ist die kürzeste Zahl auf der ganzen Seite.

Das Urteil zu Sporttip: Der Rahmen ist der engste unter allen zehn Anbietern und der bestgesicherte. Kein anonymer Wettschein, kein Konto ohne Namen, eine Limite, die vor dem ersten Einsatz geschrieben wird, und ein Kanton, der über die Zulassung entscheidet. Wer das als Freiheitsverlust liest, hat den falschen Anbieter; wer eine Auszahlung will, die nicht an einer fehlenden Identitätsprüfung scheitert, hat den richtigen. Und wer im laufenden Jahr auf ein Copa-América-Spiel setzen will, findet auch hier nichts — nicht, weil Sporttip Märkte verschweigt, sondern weil kein Turnier stattfindet.

Loterie Romande Jouez Sport: das Gegenstück für die Westschweiz

Die Loterie Romande ist die zweite Veranstalterin, die in der Schweiz Sportwetten anbieten darf, mit dem Produkt Jouez Sport. Die Bewilligungsgrundlage ist dieselbe wie bei Swisslos — Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa —, und auch die Pflichten sind dieselben: verifizierte Identität, ein Konto pro Person, Auszahlung nur auf das eigene Zahlungskonto, Eintrag ins Sperrregister, Limiten vor der ersten Teilnahme.

Unterschiedlich ist das Gebiet. Jouez Sport wendet sich an die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Gesellschaft nennt Avenue de Provence 14 in Lausanne als Kontaktadresse, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Das ist ein Vertrieb, der auf Präsenz gebaut ist: Kiosk, Laden, Verkaufsstelle. Wer online spielen will, muss in einem der sechs Kantone wohnen.

Für einen Vergleich der beiden bewilligten Wege ist entscheidend, dass die Wahl meist keine ist. Wer in Zürich wohnt, kann bei Jouez Sport kein Konto eröffnen, wer in Neuenburg wohnt, bei Sporttip nicht. Der Vergleich lohnt nur für die wenigen, die in beiden Gebieten einen Zugang hätten; für alle anderen lautet die Frage nicht «welcher der beiden ist besser», sondern «welcher der beiden ist überhaupt meiner». Das ist ein anderer Umgang mit dem Begriff Auswahl, als ihn eine Rankingliste suggeriert. Zwei Anbieter, aufgeteilt nach Sprachregion, ergeben keinen Wettbewerb um denselben Kunden, und niemand sollte eine Quotendifferenz zwischen ihnen erwarten, die es aus Wettbewerbsgründen geben müsste.

Einzelheiten zu Einsätzen, Wettarten und Abrechnung veröffentlicht die Loterie Romande in ihren eigenen Teilnahmebedingungen. Wer dort ein Konto plant, liest diese Bedingungen vor der Registrierung — nicht, weil etwas zu befürchten wäre, sondern weil bei einem Veranstalter mit Schweizer Bewilligung die Bedingungen den Vertrag bilden und nicht die Bewerbung.

Das Urteil zu Jouez Sport: Hier zählt die Westschweizer Präsenz, und die 2’350 Verkaufsstellen sind die eigentliche Aussage über diesen Anbieter. Wer in Genf oder Freiburg wohnt und Beratung am Schalter will, hat sie; wer die schweizweit grösste Auswahl an Live-Märkten sucht, sollte sich nicht an einem Anbieter orientieren, dessen Stärke im Filialnetz liegt. Und wer ein Copa-América-Spiel sucht, sucht weiterhin auf ein Turnier, das für 2028 geplant ist.

Die acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Was folgt, ist keine Rangliste von Alternativen, sondern eine Reihe von Häusern, die einem Schweizer Wettenden im Netz begegnen. Keines davon darf in der Schweiz Sportwetten veranstalten. Keines ist an das Schweizer Sperrregister angebunden, keines untersteht Schweizer Rechtsschutz, und bei keinem gilt die Schweizer Auszahlungsregel auf ein Konto im Namen des Inhabers. Was sie unterscheidet, ist die Art ihres Auftritts — nicht ihre Zulassung.

Die Verkaufsform einer Plattform verändert, was ein Wettender von ihr erwarten kann. Wer aus einem Krypto-Umfeld kommt, trifft andere Ein- und Auszahlungswege an als bei einem klassischen Sportwettbuch; wer über ein grosses internationales Portal einsteigt, trifft andere Bonusbedingungen an. Für alle acht gilt derselbe Satz aus dem Abschnitt zur Rechtslage, und ich wiederhole ihn hier nicht, sondern verweise auf ihn: Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft.

Wettigo: der Einstieg mit Sportwettangebot ohne Schweizer Bewilligung

Wettigo gehört zur Gruppe der Anbieter mit Sportwettangebot, die in der Schweiz über keine Bewilligung verfügen. Damit ist es nicht Teil des Bewilligungssystems, und die Bewilligungslage, die es für sich reklamiert, hat hier keine Wirkung. Es ist nicht mit dem Schweizer Sperrregister verbunden, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und seine Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS gesperrt werden.

Wer sich dennoch für ein solches Haus interessiert, prüft drei Dinge im eigenen Interesse: wo genau die Betreibergesellschaft sitzt, welches Land die genannte Lizenz erteilt hat und ob es dort eine Aufsichtsbehörde gibt, die man kontaktieren könnte. Diese Punkte stehen in den Bedingungen des Anbieters, nicht in seiner Werbung.

Das Urteil zu Wettigo: Ein Name ohne Schweizer Bewilligung ist im Schweizer Kontext keine Option mit Rückhalt. Wer ohnehin dort spielt, sollte wenigstens wissen, dass der Schutz, den er sucht, nicht an diesem Ort liegt.

Betwinner: die breite internationale Plattform

Betwinner tritt als internationale Plattform mit einem umfangreich beworbenen Konto auf, verfügt aber über keine Schweizer Bewilligung. Es ist nicht an das schweizweite Sperrregister angebunden, bietet keinen Schweizer Rechtsschutz, und die gemeldete Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft; die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.

Für einen Wettenden mit Schweizer Wohnsitz ist die zentrale Frage hier nicht die Grösse des Angebots, sondern der Ort der Streitbeilegung. Bei einem ausländischen Anbieter liegt der Rechtsweg im Sitzland. Wer das akzeptiert, akzeptiert auch, dass ein Streit um eine Auszahlung nicht nach Schweizer Regeln entschieden wird.

Das Urteil zu Betwinner: Eine Plattform dieser Grösse wirbt mit Auswahl, und Auswahl ist hier tatsächlich das Produkt. Nur ist Auswahl ohne Gerichtsstand im eigenen Land eine Rechnung mit einem offenen Posten.

BetOnRed: ein Markenauftritt ohne Schweizer Bewilligung

BetOnRed ist ein Anbieter mit einer ausgeprägten Markenpräsentation und ohne Schweizer Bewilligung. Er fällt nicht unter die Schweizer Bewilligungsregeln, ist nicht mit dem Sperrregister verbunden, und Schweizer Gerichte sind für Streitigkeiten nicht zuständig.

Die Einschätzung zu BetOnRed: Die Marke ist hier die Botschaft und nicht die Bewilligung. Wer die Bewilligung als Ausschlusskriterium nimmt, hat den Fall damit erledigt; wer sie nicht so nimmt, sollte die Frage nach dem Sitz der Gesellschaft selbst beantworten können.

BC.Game: Krypto-Einzahlungen im Vordergrund

BC.Game ist ein Beispiel für einen Anbieter mit Krypto-Zahlungen ohne Schweizer Bewilligung. Damit steht es ausserhalb des Schweizer Bewilligungssystems, es gibt keine Anbindung an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsschutz, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden.

Hier zeigt sich der Gegensatz am deutlichsten, und er ist lehrreich. Im bewilligten Schweizer Wetten sind Guthaben und Gewinne nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers auszahlbar; anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen existieren dort nicht, und Kredit an Spielende ist verboten. Ein Krypto-orientierter Anbieter arbeitet nach der entgegengesetzten Logik: weniger Identität, mehr Geschwindigkeit, weniger Widerstand beim Auszahlen. Das ist kein Argument gegen ihn — es ist der Grund, warum er in der Schweiz nicht bewilligt ist.

Das Urteil zu BC.Game: Wer im Ausland nach einem Krypto-Anbieter sucht, findet hier einen; wer in der Schweiz dieselbe Bequemlichkeit sucht, findet sie nicht, und das nicht aus Versehen.

Betscore: ein Sportwettauftritt ausserhalb des Schweizer Rahmens

Betscore bewirbt Sportwetten, hat aber keine Schweizer Bewilligung. Es ist daher kein Teilnehmer am bewilligten Schweizer Markt, nicht mit dem Sperrregister verbunden, und bietet keinen Schweizer Rechtsschutz.

Für einen Schweizer Wettenden, der im Streitfall einen gerichtlichen Weg will, fällt dieser Anbieter aus dem Rahmen. Das ist keine Wertung des Produkts, sondern eine Feststellung über den Ort, an dem der Vertrag gilt.

Das Urteil zu Betscore: Die Oberfläche mag einem Schweizer Sportwettbuch ähneln, die Rechtsstellung tut es nicht. Der Unterschied zeigt sich genau dann, wenn etwas schiefläuft.

FortuneJack: Casino-Umfeld mit Sportwetten

FortuneJack stammt aus dem Casino-Umfeld und führt dort auch Sportwetten, verfügt aber über keine Schweizer Bewilligung. Es ist kein Teilnehmer am bewilligten Schweizer Markt, nicht an das Sperrregister angebunden, und Schweizer Rechtsschutz steht einem Schweizer Wettenden nicht zur Verfügung.

Wer sich für ein solches Haus bewegt, sollte beim Vergleich nur Gleiches nebeneinanderlegen. Ein Sportwettbuch und eine Casino-Plattform mit Sportwetten sind zwei verschiedene Produkte, auch wenn auf beiden eine Fussballquote steht.

Das Urteil zu FortuneJack: Ein Casino-Haus mit Sportwetten entspricht einem anderen Bedürfnis als ein Sportwettbuch — nur bleibt in der Schweiz in beiden Fällen der bewilligte Weg derselbe, und er führt nicht hierher.

Rabona: ein weiterer Sportwettauftritt ohne Bewilligung

Rabona führt ein Sportwettangebot und hat keine Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage ist in der Schweiz ohne Wirkung, es gibt keine Anbindung an das Sperrregister, und keinen Schweizer Rechtsschutz.

Der Punkt, der bei Rabona wie bei den vorigen zählt, ist die Frage, ob es überhaupt eine Aufsicht gibt, die man anrufen kann. Eine Lizenz, die niemand prüft, ist ein Papier.

Das Urteil zu Rabona: Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fällt aus dem Filter, den die Schweiz für Sportwetten aufstellt. Wer den Filter für überflüssig hält, sollte zumindest wissen, dass er ihn umgeht.

Jackbit: Krypto-Plattform ohne Schweizer Bewilligung

Jackbit tritt als Plattform mit Krypto-Umfeld auf und besitzt keine Schweizer Bewilligung. Damit ist es nicht in das Schweizer Bewilligungssystem eingebunden, nicht mit dem Sperrregister verbunden, und Schweizer Rechtsschutz besteht nicht.

Für einen Wettenden, der sich im Ausland bewegt, mag der Name Teil einer bekannten Liste sein. In der Schweiz ist der Bezugspunkt ein anderer: die Bewilligung und die Aufsicht, die an ihr hängt.

Das Urteil zu Jackbit: Wer eine Schweizer Bewilligung als Voraussetzung nimmt, findet hier keine. Nicht mehr und nicht weniger.

Was den acht gemeinsam fehlt

Über die acht Häuser ohne Bewilligung lässt sich wenig Einheitliches sagen, und das ist selbst eine Aussage. Sie unterscheiden sich in Auftritt, Ausrichtung und Zielgruppe. Was ihnen gemeinsam fehlt, ist genau das, was die beiden ersten Zeilen auszeichnet: eine Bewilligung nach Schweizer Recht, die Aufsicht durch die Gespa, die Aufnahme ins Sperrregister und die Schweizer Auszahlungsregel. Wer die fünf Merkmale der zweiten Gruppe nebeneinanderlegt, sieht, dass sie bis auf den fehlenden Status nichts gemeinsam haben — und dass dieser Status die einzige Eigenschaft ist, auf die es bei einem Schweizer Wohnsitz ankommt.

Was ein Bonus wert ist und was er verlangt

Bonusangebote ausländischer Anbieter erscheinen mit Zahlen, die im bewilligten Schweizer Markt keine Parallele haben. Der Rahmen dafür ist im Abschnitt zur Rechtslage gezogen: Gratisspielguthaben benötigen vorab die Zustimmung der Gespa, die im Jahr 2025 genau 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilte; Bonusbeträge und Bonusbedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Wer heute eine Werbung mit einem Guthabenversprechen sieht, sieht deshalb höchstwahrscheinlich ein Angebot aus einem Haus ohne Schweizer Bewilligung — und damit ein Angebot, dessen Bedingungen keine Schweizer Aufsicht kennt.

Ein typischer Mechanismus solcher Angebote lässt sich beschreiben, ohne eine Marke zu nennen, weil die Mechanik überall ähnlich ist: Es gibt einen Bonusbetrag, es gibt eine Mindestquote, ab der eine Wette für die Umsetzung zählt, es gibt eine Frist, und es gibt eine Obergrenze für den Gewinn, der aus dem Bonus gezahlt wird. Von diesen vier Bedingungen ist die Mindestquote die unangenehmste, weil sie nicht nur die Auswahl verkleinert, sondern den Preis erhöht: Bei einer Mindestquote von 1.50 bleiben die sicheren, eng gestellten Favoritenmärkte draussen, und wer umsetzen muss, landet bei den Märkten, in denen die Marge am grössten ist. Ein Bonus, der mit dem Geld der Wettenden arbeitet, ist wirtschaftlich nur dann sinnvoll, wenn bis zu einer bestimmten Grenze tatsächlich mehr zurückkommt, als der normale Betrieb geboten hätte. Wer das vorher liest, kann selbst entscheiden, ob es sich lohnt — und wer es nicht tut, liest es danach in der Abrechnung.

Ein Beispiel aus der anderen Richtung zeigt, wie nüchtern diese Rechnung ist: Der Kombiboost bei Sporttip erhöht den Nettogewinn um 5 % bei vier Voraussagen mit je mindestens 1.50, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn — und verlangt je eine Quote von mindestens 1.50. Was nach viel klingt, ist eine Erhöhung der kleineren Hälfte einer Auszahlung, und sie verfällt, sobald jemand cash-out nutzt. Ein Anbieter, der eine Erhöhung des Nettogewinns anbietet, gibt nicht weniger Marge her, sondern zielt auf Kombinationsspiele mit höherer Marge. Das ist die Art von Zahl, die man in der eigenen Rechnung liest und nicht in der Bewerbung.

Wer sich für das Bonusangebot eines der acht ausländischen Häuser interessiert, sollte genau eine Zahl suchen: die Mindestquote. Steht sie nicht in der Ankündigung, ist sie irgendwo in den Bedingungen; steht sie nicht dort, ist das ein eigenes Signal. Bonusbedingungen sind nicht deshalb ungünstig, weil ein Anbieter bösartig ist, sondern weil das Geld im Bonus aus dem Spielbetrieb kommt und zurückverdient werden muss.

Wo ein Vergleich endet

Die Liste der zehn Anbieter ist kein Katalog gleichwertiger Wege. Zwei von ihnen dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten, acht nicht, und dieser Satz trägt weiter als jeder Platzunterschied. Wer aus Genf oder Neuenburg ist, hat bei Jouez Sport Zugang und bei Sporttip nicht; wer in Zürich oder St. Gallen wohnt, genau umgekehrt; wer im Ausland ein Konto führen will, wählt aus den acht Häusern und verzichtet dafür auf Sperrregister, Gerichtsstand und die Schweizer Auszahlungsregel. Der eigentliche Vergleich betrifft also den eigenen Wohnsitz und die Frage, welche Art von Rückhalt jemand will.

Für die, die ein Konto innerhalb des bewilligten Systems führen, empfehle ich zwei Dinge. Erstens: die Verlustlimiten vor der ersten Teilnahme ernst nehmen und so setzen, dass sie ein Monatsbudget abbilden und nicht eine Stimmung. Zweitens: jede Quote als Preis lesen, der eine Marge enthält — ein einzelner Franken auf einen Turniersiegermarkt mit vielen Ausgängen ist teurer als derselbe Franken auf einen Zwei-Wege-Markt. Für die, die dennoch im Ausland spielen, ist die ehrliche Position die, dass ich sie davon nicht überzeugen kann und es auch nicht versuche; wer dort spielt, sollte den Verzicht auf das Sperrregister kennen, weil er sich in dem Moment rächt, in dem jemand eine Pause braucht.

Noch ein Wort zur Frage, die viele sich stellen, weil die Überschrift es verspricht: eine Quotenübersicht auf die Copa América im laufenden Jahr gibt es nicht. Wer einen Favoriten für 2028 einschätzen will, findet dafür keine Prognose auf dieser Seite. Wer ein Turnier mitspielt, das zwei Jahre entfernt liegt, hat Zeit, nicht Vorhersagen.

Häufige Fragen

Findet eine Copa América im laufenden Jahr statt, oder ist die Jahreszahl nur das Veröffentlichungsjahr?

Die Jahreszahl ist das Veröffentlichungsjahr. Es findet kein Copa-América-Turnier statt. Die letzte Ausgabe wurde im Sommer 2024 in den USA ausgetragen, die nächste ist für 2028 geplant; der Austragungsort ist noch nicht entschieden. Wetten richten sich deshalb auf Langzeitmärkte.

Wann war die letzte Copa América, und wann ist die nächste Ausgabe geplant?

Die letzte Ausgabe fand 2024 mit 16 Nationen aus der CONMEBOL und der CONCACAF statt. Argentinien gewann das Finale im Juli 2024 in Miami Gardens 1:0 nach Verlängerung gegen Kolumbien und holte den 16. Titel. Die nächste Ausgabe ist für 2028 mit 16 Nationen angesetzt.

Wer darf in der Schweiz Wetten auf Länderturniere wie die Copa América anbieten?

Nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide brauchen eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und stehen unter der Aufsicht der Gespa. Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten veranstalten, weil eine ausländische Lizenz hier keine Kraft hat.

Wie werden Verlängerung und Elfmeterschiessen bei der Abrechnung einer Turnierwette behandelt?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei der Copa América 2024 wurde in der Finalrunde bei einem Unentschieden nach 90 Minuten direkt vom Punkt entschieden, nur im Finale zuvor verlängert.

Wie lässt sich einschätzen, ob die Marge in einer Quote auf den Turniersieger hoch oder niedrig ist?

Dafür braucht es alle Quoten desselben Markts beim selben Veranstalter. Die Auszahlungsquote ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Markts, die Marge ist 100 % minus diese Auszahlungsquote. Ein Markt mit fünf Ausgängen und einer Kehrwertsumme von 1,08 hat eine Marge von rund 7 %.

Welche Verlustlimiten und Sperren gelten für alle Wettenden in der Schweiz?

Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip setzen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre lässt sich für 1 bis 180 Tage oder unbefristet setzen.

Inhalt erstellt vom Team «quotenerklaert»