Wetten mit System in der Schweiz: jeder Treffer zahlt, jeder Fehler auch

Updated Oktober 2026
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Ein Rangierbahnhof mit mehreren sich verzweigenden Gleisen und Weichen im Morgenlicht, in der Ferne steht ein Güterwagen.

Unter dem Lead: Datenstand und Prüfgrundlage.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1 und der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die Veranstalterbewilligungen nach dem Geldspielgesetz und die Aufsicht durch die Gespa geprüft.

Eine Systemwette ist die einzige Wettform, bei der ein falscher Tipp nicht automatisch alles kostet. Das ist ihr ganzer Ruf, und er stimmt. Was der Ruf verschweigt, sitzt im Einsatzfeld: Wer vier Voraussagen zu elf Kombinationen bündelt und jede Linie mit CHF 1 bestückt, hat nicht CHF 4 auf dem Wettschein, sondern CHF 11. Die Wahrscheinlichkeit, mit null dazustehen, sinkt. Der Preis dafür steigt im gleichen Zug, und wie stark, entscheidet allein die Zahl der Linien — nicht die Qualität der Tipps.

Diese Seite nimmt das System auseinander, wie es in der Schweiz tatsächlich auf dem Wettschein landet: zwei Veranstalter, ein geschlossener Katalog erlaubter Wetten, Einsatzgrenzen von CHF 1 bis CHF 10’000 und eine Marge, die auch die elfte Linie noch mitbezahlt. Wer nach dem Rechner sucht, findet hier die Zahlen, die der Rechner voraussetzt.

Wie aus einer Auswahl von Tipps ein System wird

Der Ausgangspunkt jeder Systemwette ist eine Auswahl von Voraussagen — bei Sporttip sind es Einzelwetten, die zu Kombinationen verknüpft werden. Der Unterschied zur klassischen Kombiwette liegt nicht in der Auswahl, sondern in der Behandlung der Fehler. Eine Kombiwette verlangt, dass alles aufgeht. Eine Systemwette zerlegt dieselbe Auswahl in mehrere Teilstücke und zahlt jedes Teilstück aus, das für sich genommen vollständig richtig ist.

Ein hoher Gerichtssaal mit leeren Holzbänken und einem erhöhten Pult, Licht fällt durch ein Bogenfenster.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Mechanik dahinter ist unspektakulär und genau deshalb oft missverstanden: Aus n Voraussagen werden alle Kombinationen einer festgelegten Länge gebildet, und jede dieser Kombinationen ist eine eigene Wette mit eigener Quote. Bei vier Voraussagen etwa sind es die Paare, die Dreier und die Viererkombination. Der Gesamteinsatz des Systems ist die Summe der Einsätze aller Teilwetten, und nur wenn jede einzelne Teilwette in derselben Höhe gesetzt wird, spricht man von einem Einsatz pro Linie.

Sporttip rechnet den Gewinnbetrag einer Wette aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen tritt an die Stelle der Einzelquote das Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem System passiert das für jede Linie getrennt — eine Aufrundung, die auf dem Papier harmlos aussieht und über zwanzig Linien hinweg ein paar Rappen frisst, die niemand zurückbekommt.

Für die Einordnung zählt etwas anderes: Eine Systemwette ist kein anderes Produkt als eine Kombiwette, sondern eine Aufteilung derselben Voraussagen auf mehrere Kombiwetten. Alles, was für eine Kombiwette gilt, gilt innerhalb des Systems weiter. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist. Diese Regel interessiert beim System mehr als bei der Einzelwette, weil sie in mehreren Linien gleichzeitig greift.

Die Arten und was jede aus der Auswahl macht

Die verbreiteten Systemarten unterscheiden sich in genau zwei Dingen: wie viele Voraussagen sie aufnehmen und wie vollständig sie die möglichen Kombinationen ausschöpfen. Ein System, das aus sechs Voraussagen nur die Viererkombinationen bildet, ist etwas anderes als eines, das alle Paare, Dreier und Vierer nimmt — und beide sind etwas anderes als ein Yankee, bei dem zusätzlich die Dreier und die Gesamtkombination mitlaufen.

Wer die Anzahl der Linien nicht im Kopf hat, sollte sie vor dem Absenden zählen. Der Wettschein selbst verrät sie: Die Summe der Einsätze geteilt durch den Einsatz pro Linie ergibt die Zahl der Teilwetten. Diese Division ist die einzige Kontrolle, die ein Wettender ohne Rechner in einer Sekunde hinbekommt, und sie deckt jeden Vertipper im Einsatzfeld auf, bevor er Geld kostet.

Was eine Systemwette nicht kann: Sie kann die Gesamtquote nicht verbessern. Eine Linie aus zwei Voraussagen zu je Quote 2.00 zahlt 4.00, gleichgültig ob sie allein auf dem Wettschein steht oder als fünfte von zehn Linien. Der Vorteil gegenüber der Kombi ist ausschliesslich der, dass ein einzelner Fehler nicht alle Linien tötet, und dieser Vorteil wird mit zusätzlichem Einsatz bezahlt. Riskant bleibt das Ganze trotzdem: Ein System ist eine Verteilung des Risikos, keine Verkleinerung.

Wo die Kosten eines Systems wirklich sitzen

Drei Posten entscheiden über den Ausgang, und nur einer davon ist offensichtlich.

Der erste ist der Einsatz, der mit der Zahl der Linien multipliziert wird. Das ist der sichtbare Teil, und der Rechner zeigt ihn an.

Der zweite ist die Marge im Quotenschlüssel: Die Auszahlungsquote eines Marktes ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Marktes, die Marge ist der Rest auf 100 Prozent. Diese Marge steckt in jeder Quote — auch in der einer Systemlinie. Eine Systemwette mit zwanzig Linien zahlt die Marge zwanzigmal, was sie bei gleichem Gesamteinsatz nicht schlechter macht als zwanzig Kombiwetten, aber eben auch nicht besser. Es gibt keinen Mengenrabatt auf die Buchmachermarge. Wer glaubt, mit mehr Linien gegen die Marge anzukommen, verwechselt mehr Chancen mit besseren Chancen.

Der dritte Posten wird fast nie erwähnt: Die Abwicklung selbst. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Bei einer Einzelwette fliesst der Einsatz zurück; in einer Kombination erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. In einem System heisst das: Aus der Linie mit der abgesagten Voraussage wird eine kürzere Linie zu Quote 1.00, und diese Linie zahlt deutlich weniger als die Quote, mit der gerechnet wurde. Mehr Voraussagen bedeuten mehr Ereignisse, an denen so etwas passieren kann.

Der Systemrechner und die eine Zahl, die er verschweigt

Ein Systemwetten-Rechner nimmt die Einsatzhöhe pro Linie, die Quoten der Voraussagen und das gewählte System und gibt zurück, was auf dem Wettschein steht und was jede Linie bringt. Rechnen lässt sich das mit der Formel, die für jede Kombination gilt: Einsatz mal Gesamtquote für den Rückzahlungsbetrag, Einsatz mal Gesamtquote minus 1 für den Nettogewinn. Für einen Kombinationsteil sind die Einzelquoten zu multiplizieren.

Der Rechner verschweigt die Einsatzhöhe der Linien selbst nicht, aber er erklärt sie nicht. Und er verrät nichts über die Grenzen des Veranstalters, in die ein System schnell läuft.

Ein durchgerechnetes Beispiel mit einem Einsatz von CHF 1 pro Linie, und zwar mit drei Voraussagen zu den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50. Die Paarkombinationen ergeben 3.00, 3.75 und 5.00; die Dreierkombination ergibt 7.50. Das sind die Rückzahlungen pro Linie: Eine Linie aus den ersten beiden zahlt CHF 3.00, eine aus der ersten und der dritten CHF 3.75, eine aus der zweiten und der dritten CHF 5.00, und nur die volle Dreierkombination zahlt CHF 7.50. Der Gesamteinsatz steht bei CHF 4, weil vier Linien je CHF 1 gesetzt sind, und die Summe aller vier Rückzahlungen beträgt CHF 19.25. Dieser Betrag ist keine Prognose und kein Erwartungswert — er ist die Auszahlung in dem einen Fall, in dem alle drei Voraussagen aufgehen.

Wer nur zwei Treffer erzielt, bekommt genau eine Linie und damit zwischen CHF 3.00 und CHF 5.00 zurück, je nachdem, welche der drei Voraussagen fehlt — bei CHF 4 Einsatz also ein Verlust, ausser die dritte Kombination ist die, die sitzt. Ein Treffer lässt alles verfallen. Das ist die schmale Spanne, in der sich ein System bewegt: Bei drei Voraussagen verzeiht es einen Fehler, nicht zwei. Die Bandbreite der Rückzahlung reicht von null bis CHF 19.25 und hängt vollständig davon ab, welche Voraussagen zutreffen — nicht davon, wie gut sie aussahen.

Was diese Zahlen nicht sagen: wie wahrscheinlich es ist, dass zwei der drei Voraussagen zutreffen. Diese Frage hängt ausschliesslich von den Spielen ab, und keine Quote beantwortet sie. Die Auszahlung ist, was ein gewinnendes System zurückgibt — nicht, was es einbringt.

Die Systemtabelle: Teilwetten, Einsatz und benötigte Treffer

Die folgende Übersicht stellt die verbreiteten Systemarten für die Auswahlgrössen gegenüber, die ein Wettschein typischerweise trägt. Der Gesamteinsatz ist der Einsatz pro Linie multipliziert mit der Zahl der Teilwetten — bei CHF 1 pro Linie entspricht die Zahl der Linien dem Gesamteinsatz in Franken.

System Voraussagen Teilwetten Gesamteinsatz bei CHF 1 pro Linie Nötige Treffer für einen Gewinn
2 aus 3 3 3 CHF 3 2
2 aus 4 4 6 CHF 6 2
2 aus 5 5 10 CHF 10 2
2 aus 6 6 15 CHF 15 2
3 aus 4 4 4 CHF 4 3
3 aus 5 5 10 CHF 10 3
3 aus 6 6 20 CHF 20 3
4 aus 5 5 5 CHF 5 4
4 aus 6 6 15 CHF 15 4
5 aus 6 6 6 CHF 6 5

Die Spanne für die Rückzahlung einer Linie hängt an den Quoten der Voraussagen, die jeweils in eine Kombination geraten, und lässt sich vorab nicht auf eine Zahl bringen. Deshalb steht hier nur, für was die Systeme stehen — die Details zu den Quoten liefert der Rechner, dem man die eigenen Voraussagen einspeist.

Was die Tabelle in ihrer Nüchternheit zeigt, ist die entscheidende Verschiebung: Ein System mit sechs Voraussagen, das die Zweierkombinationen bildet, verlangt bei CHF 1 pro Linie CHF 15 Einsatz und verzeiht vier Fehler. Ein System mit derselben Auswahl, das die Dreierkombinationen bildet, verlangt CHF 20 und verlangt drei Treffer. Der Sprung von Zweiern auf Dreier kostet einen Drittel mehr Einsatz und kauft eine deutlich härtere Bedingung — derselbe Fehler, der im Zweiersystem noch Geld zurückbringt, ist im Dreiersystem ein Totalverlust gleich vier oder acht Linien aufs Mal.

Vergleichspunkt ist die Einzelwette, die für jede falsche Voraussage genau einen entsprechenden Verlust verursacht und nie eine zweite Chance bietet. Die Systemwette tauscht diesen klaren Verlust gegen eine höhere Rechnung bei gleichem Pro-Tipps-Einsatz. Wer vier Voraussagen mit insgesamt CHF 4 belegen will, setzt sie als vier Einzelwetten. Wer sie als 3-aus-4 spielt, hat dieselben vier Tipps auf dem Zettel und CHF 4 auf der Rechnung, aber nur eine einzige Chance auf Auszahlung. Die Designfreiheit des Systems liegt darin, wie viel man für diese Chance zu zahlen bereit ist.

Wie viele Linien der eigene Kopf noch trägt

Drei Voraussagen sind überschaubar, jedes zusätzliche macht die Rechnung deutlich grösser — und irgendwo auf dem Weg hört die Vorstellungskraft auf, dem Wettschein zu folgen. Wer die Anzahl der Linien nicht im Kopf hat, sollte sie vor dem Absenden zählen. Der Wettschein selbst verrät sie: Die Summe der Einsätze geteilt durch den Einsatz pro Linie ergibt die Zahl der Teilwetten. Diese Division ist die einzige Kontrolle, die ein Wettender ohne Rechner in einer Sekunde hinbekommt, und sie deckt jeden Vertipper im Einsatzfeld auf, bevor er Geld kostet.

Eine praktische Reihenfolge, die Frust spart: erst die Auswahl festlegen, dann das System wählen, dann den Einsatz pro Linie so klein wählen, dass der Gesamteinsatz der Summe entspricht, die man zu verlieren bereit ist. Wer in dieser Reihenfolge arbeitet, merkt früh, dass ein System mit zehn Voraussagen und CHF 1 pro Linie schnell dreistellige Beträge verlangt. Wer sie umdreht und zuerst einen runden Gesamtbetrag festlegt, kommt entweder zu einem anderen System oder zu einem Einsatz pro Linie, der mit den Mindesteinsätzen der Veranstalter kollidiert.

Die Grundlagen der Berechnung bei Sporttip und bei Jouez Sport

Die Schweiz kennt keinen freien Wettmarkt, in dem zehn Anbieter um Quoten konkurrieren. Die Kantone haben die Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Das ist die Ausgangslage, aus der jede Rechnung über Systemwetten in diesem Land folgt.

Ein offenes Uhrwerk in Nahaufnahme, kleine Messingzahnräder greifen ineinander, der Fokus liegt auf der Mitte.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Der Weg von der Voraussage zur Auszahlung läuft über die Gesamtquote des Systems. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Die Berechnung ist damit für eine Systemlinie dieselbe wie für eine gewöhnliche Kombination. Das ist die technische Grundlage, auf der jede weitere Überlegung steht.

Wichtig für die Einordnung: Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet wird per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Diese Grenze ist praktisch, nicht theoretisch: Ein System mit zwanzig Linien zu CHF 1 pro Linie ist davon weit entfernt, eines mit deutlich höherem Linieneinsatz nicht.

Die Limiten der Veranstalter sind das, was das System im Alltag wirklich einschränkt. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Das ist die grosse Zahl, um die sich die Fragen drehen: Ein System ist der einzige Wettschein, auf dem Sporttip fünfstellig werden lässt. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen — sie wird nicht gekürzt, sie fällt weg.

Wie unterschiedlich die beiden Veranstalter mit der Limite umgehen, zeigt der Vergleich. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Statt einer grosszügigen Systemlimite setzt die Loterie Romande eine Decke über den ganzen Wettschein. Für Systemwetten ist die Decke die relevanteste Zahl, weil sie unabhängig davon greift, wie der Einsatz auf die Linien verteilt ist.

Eine Kombiwette umfasst bei Jouez Sport 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Diese Gewinndecke ist die Grenze, die niemand sieht, bis sie erreicht ist — und sie ist der Punkt, an dem ein grosses System mit hohen Quoten plötzlich weniger bringt als seine Gesamtquote verspricht.

Was die Marge über den Ausgang sagt

Jede Quote trägt die Marge des Veranstalters. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten aller Ergebnisse dieses Marktes; die Marge ist, was auf 100 Prozent fehlt. Die Systemwette vervielfacht diese Marge nicht, sie wiederholt sie nur — pro Linie, pro Auszahlung. Wer sich für ein System entscheidet, entscheidet sich dafür, viele kleine Quotenabzüge zu akzeptieren statt eines grossen.

Was in der Systemrechnung noch fehlt: Die Berechnung des Gewinns ist die eine Hälfte, und die zweite Hälfte ist das, was nach einem Treffer übrig bleibt. Bei Swisslos werden Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 gehen bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Bei einem System mit vielen Linien entstehen viele einzelne Auszahlungen. Wer das unter einen Hut bringen will, sollte die Limite kennen.

Fällt Geld an, das nicht abgeholt wird, verschiebt sich die Rechnung endgültig: Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief erhoben werden. Bei einem System mit einer zweistelligen Zahl von Linien und mehreren Auszahlungen ist der Zeitrahmen, die Kontoauszüge zu prüfen, keine Formalität.

Die Bewilligung entscheidet, was überhaupt gespielt werden darf

Online-Sportwetten in der Schweiz gelten als Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist, und die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Es ist dieselbe Behörde, die auch die Sperrliste führt, nicht die ESBK, die ausschliesslich für Casinos zuständig ist.

Zwei Bewilligungen sind nötig: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel. Eine Bewilligung nach schweizerischem Recht gilt nur in der Schweiz. Diese beiden Sätze sind der Rahmen für jeden Wettschein. Sie erklären, warum der Ausdruck «Lizenz» in rechtlichen Texten nicht vorkommt — die Schweizer Terminologie spricht von Bewilligungen, und der Unterschied ist keine Haarspalterei.

Die Erweiterung des Systems durch weitere Voraussagen scheitert in der Schweiz weniger an der Mathematik als am Katalog. Der Gespakatalog genehmigter Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten zeigt keine Corner- und Kartenmärkte und keine Esport-Abteilung. Ein System, das auf Eckbällen aufgebaut ist, lässt sich nicht zusammenstellen — aus diesem Grund, und nicht aus einem technischen. Auch die Bedingungen sind Checklisten: Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind für Wetten gesperrt.

Livewetten sind erlaubt, sowohl vor dem Spiel als auch während des Spiels, wenn die Veranstalterin über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Das Geldspielgesetz kennt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für ein System ist die Quote 1.00 kein Nullgewinn: Die Linie bleibt im Spiel, zahlt aber nur den Einsatz zurück.

Was das mit dem Zugang zu tun hat: Ein Online-Konto braucht einen Wohnsitz in der Schweiz, in der Praxis sogar im Vertragsgebiet des Veranstalters. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste gesperrter ausländischer Domänen.

Wo Verantwortung aufhört, ein Schlagwort zu sein

Ein System verändert die Art des Verlusts, nicht seine Grössenordnung. Es ist ein Aufteilen, und wer aufteilt, hat am Ende des Abends mehr gezahlt als derjenige, der alles auf eine Karte gesetzt hat. Das ist keine Warnung, es ist eine Eigenschaft.

Die Sicherungen bleiben davon unberührt, und auch ein System spielt im Rahmen derselben Regeln wie eine Einzelwette. Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und von CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Was die Statuten anordnen, sind 24 Stunden für die Erhöhung; die Veranstalter wenden in ihren eigenen Bedingungen die 72 Stunden an — die strengere Grenze zieht.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer denkt, Systemwetten mit ihrer höheren Rechnung seien «kein Glücksspiel» und damit von Spielerschutzmassnahmen nicht erfasst, irrt: Der Schutz greift beim Zugang, nicht bei der Wettart.

Bei der Regulierung ist der Anforderungsdruck erhöht: Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch, und an Verkaufsstellen wurde ein Sportwettangebot in 47,5 Prozent von 200 Fällen an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl beschreibt die Verkaufsstelle, nicht den Bildschirm eines Online-Kontos, aber sie relativiert jede Darstellung, Sportwettenschutz sei an der Front strikt.

Was ein System in der Praxis noch schwieriger macht: Wer seinen Einsatz über viele Linien verteilt, ermöglicht es sich selbst, den Verlust zu rationalisieren. Einzelne Treffer fühlen sich wie ein Erfolg an, auch wenn das System insgesamt weniger zurückgezahlt hat, als es gekostet hat. Wer vorab eine Limite setzt, wird in dieser Wahrnehmung nicht geschützt, aber in der Entscheidung, ob er mit dem Geld weitermacht.

Ob hinter Systemtipps mehr steckt als hinter jedem anderen Tipp

Um Systemtipps rankt sich eine Vorstellung, die den Kern des Systems übersieht: dass die geschickte Zahl von Treffern gleichbleibend hochgehalten werden kann. Jede Systemstrategie ruht auf Annahmen über Trefferquoten, und diese Annahmen sind in der Beweislage nicht besser als bei jeder anderen Wette. Wer eine Strategie verkauft, verkauft Annahmen mit dem Anschein eines Plans.

Die Konsequenz für die Geldbörse betrifft die Genauigkeit des Einsatzes: Wenn die Trefferarten nicht überzufällig vorhersehbar sind, dann ist der Erwartungswert jeder Linie negativ, weil die Marge einberechnet ist. Ein System mit zwanzig Linien hat dann nicht 20-mal denselben kleinen Vorteil, sondern 20-mal denselben kleinen Nachteil. Die Verteilung der Ergebnisse wird breiter, der Mittelwert nicht besser.

Was tatsächlich beeinflussbar ist, sind drei Dinge. Erstens die Sportart und der Markt: Ein Markt mit wenigen, klar abgegrenzten Ergebnissen verhält sich anders als ein Markt mit vielen. Zweitens die Quotenhöhe der gewählten Voraussagen: Sie bestimmt, wie stark ein einzelner Fehler im System durchschlägt. Drittens der Anteil des Einsatzes, der im Fall eines einzelnen Fehlers noch zurückkommt. Wer diese drei Punkte ernst nimmt, hat bereits mehr getan als die meisten, die nach Strategien suchen.

Ein weiterer Kostenpunkt, der in solchen Überlegungen oft fehlt: Der Kombiboost von Sporttip gilt nur online und ausdrücklich auch für Systemwetten, verlangt aber mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Die Struktur des Bonus erklärt seine Grenzen. Ein System, das viele kleine Quoten bündelt, fällt schnell unter die Schwelle von 1.50 pro Voraussage, und ein System, das auf wenigen hohen Quoten ruht, erreicht die vier Voraussagen nicht. Der Bonus belohnt einen Mittelweg, der nicht jedermanns System ist, und er erhöht nur den Nettogewinn, nicht die Einsatzseite. Der 100-Prozent-Sprung bei fünfzehn Voraussagen ist beeindruckend und gleichzeitig bei den wenigsten Systemen erreichbar, ohne den Gesamteinsatz in eine Höhe zu ziehen, die mit der Limite von CHF 10’000 kollidiert. Genau hier zeigt sich, dass die Bonusstaffel und die Einsatzlimite eine gemeinsame Zahl berühren: Die fünfzehn Voraussagen kosten bei CHF 1 pro Linie schon in einem kleinen System zweistellige Summen, und ob dieses System überhaupt noch ein System oder längst ein Vollsortiment ist, entscheidet die Auswahl.

Die ehrliche Antwort auf die Frage, ob mit Systemwetten dauerhaft Geld zu verdienen ist: Nein, nicht durch die Struktur des Systems. Es verschiebt, wie oft man verliert, und es verschiebt, wie viel man verliert, aber es verschiebt nicht die Richtung des Erwartungswerts.

Ein Vergleich der zehn Anbieter, bei denen Systemwetten in der Schweiz auf dem Radar erscheinen

Diese Übersicht nennt die beiden Veranstalter mit Bewilligung zuerst, danach acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Liste dessen, was dem Schweizer Publikum begegnet. Jedes Haus wurde an denselben Punkten gemessen; die Bewilligungssituation wird für jede Marke einzeln benannt, weil sie für den Spieler das Wichtigste ist. Für Systemwetten sind zwei Fragen entscheidend: der Höchsteinsatz pro Wettschein und die Frage, ob und in welchem Umfang die Limite überhaupt Systemwetten einschliesst. Bei den beiden Veranstaltern mit Bewilligung sind diese Zahlen in den veröffentlichten Regeln ausgewiesen; die ausländischen Marken haben ihre eigenen Regeln und sind in dieser Liste entsprechend gekennzeichnet.

Die Bewilligung ist keine Nebensache. Wer sein Konto bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung führt, spielt ohne Schweizer Schlichtung und ohne Registeranschluss — Sicherungen, die nur an einen Schweizer Sitz gebunden sind.

Systemwetten bei den zehn Anbietern in der Schweizer Übersicht

Die Reihenfolge von Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport über MyStake, Betscore und Duelbits bis Sportaza, Bruce Bet, AmunRa, Boomerang Bet und DirectionBet ist nicht alphabetisch, sondern folgt der Logik der Zahlenlage: Zuerst, wer über die für einen Schweizer Spieler relevanten Limiten Auskunft gibt, dann die Marken, bei denen die Frage der Bewilligung alles andere überlagert.

Swisslos Sporttip: die höchste Systemwettlimite der Schweiz, an ein Vertragsgebiet gebunden

Swisslos ist die interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten auf der Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Ein Wettschein bei Sporttip ist ein Schweizer Produkt, kein Angebot eines ausländischen Gastgewerbes.

Die Bewilligungslage ist klar: Die beiden Veranstalterbewilligungen nach dem Geldspielgesetz und die Spielbewilligung unterstehen der Aufsicht der Gespa, und Sporttip ist eines der beiden Produkte, die die Kantone zulassen. Der Zugang ist geografisch definiert: Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt, zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Online-Konto setzt einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus und mindestens 18 Jahre; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Die Zahl, die für Systemwetten zählt, steht in den Spielregeln: Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Ein System darf also, was eine Einzelwette nicht darf — ein Zehnfaches des Höchsteinsatzes einer gewöhnlichen Wette. Das ist die praktisch relevanteste Zahl der Seite: Wer ein System mit hohen Linienzahlen und höherem Linieneinsatz spielen will, findet nur hier den Spielraum. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer sich auf die Zahl verlässt, muss deshalb auf der Hut sein: Sie ist eine Angabe im Moment, nicht eine Zusage.

Bei Cash-Out gibt es die Einschränkung, die für ein System am meisten Gewicht hat: Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Bei einem System mit Teilauszahlung gäbe es einen Ausweg für einzelne Linien; gerade den gibt es nicht. Und wer einen Quoten- oder Profitboost genutzt hat, verliert ihn mit dem Cash-Out. Diese Kombination ist unangenehm: volle Aufgabe der Position oder gar nichts.

Zur Verrechnung: PostFinance Pay wird zum Aufladen des Spielkontos angeboten, mit Bestätigung direkt in der App. Spielguthaben wird innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto ausgezahlt; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Wer ein System mit vielen Linien und mehreren Auszahlungen spielt, sollte die erste Gutschrift, den Timer und die Auszahlungsmodalitäten im Blick behalten.

Das Urteil: Sporttip ist der einzige Anbieter der Liste, dessen Regeln eine Systemwette konsequent als eigenes Produkt behandeln. CHF 10’000 Höchsteinsatz und ein Kombiboost, der ausdrücklich Systemwetten einschliesst, entscheiden die Frage der nutzbaren Systemgrössen, bevor sie gestellt wird.

Loterie Romande Jouez Sport: die Decke liegt am Wettschein, nicht an der Linie

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Auch hier steht die Bewilligung durch die Gespa, das Vertragsgebiet ist der frankophone Teil des Landes.

Systemwetten versteht Jouez Sport als Multiple, und die entscheidenden Zahlen stehen im Reglement. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Die Decke von CHF 7’500 pro Wettschein ist der Angelpunkt. Sie liegt nominell unter der Systemlimite von Sporttip, aber sie ist die relevantere Grenze, weil sie unabhängig von der Aufteilung gilt: Ob die CHF 7’500 auf vier Linien oder auf vierzig sitzen, spielt keine Rolle. Wer in der Westschweiz ein System mit einem Gesamteinsatz plant, das sich dieser Zahl nähert, wird sie auf dem Wettschein nicht überschreiten können.

Der zweite Angelpunkt ist der Höchstgewinn. Bei Jouez Sport beträgt er CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Diese zweite Zahl ist bei einem System mit zehn Voraussagen und hohen Quoten keine theoretische Grenze: Die Gesamtquote multipliziert sich aus den Einzelquoten, und ein System, das viele hohe Quoten bündelt, erreicht die Million schneller, als die Einsatzhöhe vermuten lässt. Wer ein System auf vielen hohen Quoten aufbaut, sollte die Gewinndecke kennen, weil sie den maximalen Ausgang festlegt — unabhängig davon, wie viele Linien des Systems getroffen haben.

Das Urteil: Jouez Sport rechnet den Mindesteinsatz auf CHF 2 statt auf CHF 1, hat den Höchsteinsatz bei CHF 500 und eine Gesamtdecke pro Wettschein. Das ist der Anbieter für Systeme, die klein und breit angelegt sind — viele Linien, kleiner Linieneinsatz, gedämpfte Erwartung an den maximalen Ausgang.

MyStake: ohne Schweizer Bewilligung, und was das für eine Systemwette heisst

MyStake hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung, über die berichtet wird, hat keine Geltung in der Schweiz. Die Marke ist nicht mit dem Schweizer Sperrregister verbunden, und es gibt keine Schweizer Schlichtung. Die Domänen solcher Anbieter können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekommunikationsanbieter über DNS sperren.

Für Systemwetten heisst das: Ob MyStake Systemwetten anbietet und welche Limiten dafür gelten, steht in den eigenen Bedingungen der Marke, die nicht Teil des Schweizer Regimes sind. Ein Schweizer spielt hier nach Hausregeln eines Anbieters, der nicht den Schweizer Schutzmassnahmen unterliegt, und Auszahlung, Streitbeilegung und Registeranschluss liegen ausserhalb des schweizerischen Rahmens.

Das Urteil: Wer eine Systemwette mit Schweizer Verbraucheraussichten sucht, findet bei einer Marke ohne Bewilligung keine.

Betscore: die Kosten fallen erst bei einem Streit an

Betscore hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung, über die berichtet wird, hat keine Geltung in der Schweiz. Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Schlichtung, und die Domäne kann über die Sperrliste der Gespa blockiert werden.

Wie sich die Systemwetten bei dieser Marke verhalten, steht in ihren eigenen Bedingungen, die nicht die Schweizer sind. Das ist für die meisten Spieler lange Zeit irrelevant, denn der Unterschied wird erst dann sichtbar, wenn es zu einem Problem kommt.

Das Urteil: Der Preis der fehlenden Bewilligung liegt nicht im Angebot, sondern im Rückgriff, den man nicht hat.

Duelbits: was eine Systemwette in einem Vertragsbereich ohne Vertragsgebiet bedeutet

Duelbits hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung, über die berichtet wird, hat keine Geltung in der Schweiz. Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Schlichtung, und die Domäne kann über die Sperrliste der Gespa blockiert werden.

Die Bedingungen für Systemwetten sind die eigenen dieser Marke. Wer sich dort anmelden würde, würde sich an die Hausregeln des Anbieters binden, die mit dem Schweizer Schutzsystem nichts zu tun haben.

Das Urteil: Eine Marke ohne Bewilligung mag verlockend aussehen, wenn die eigenen Bedingungen mehr Spielraum bieten — nur ist dieser Spielraum nicht durchsetzbar.

Sportaza: der Unterschied, den der Schweizer Rahmen macht

Sportaza hat keine Schweizer Bewilligung. Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Schlichtung, und die Domäne kann über die Sperrliste der Gespa blockiert werden.

Systemwetten müssten nach den eigenen Regeln dieser Marke gespielt werden. Die Schweizer Bewilligung ist der Rahmen, der einem Spieler im Streitfall eine Adresse gibt; ohne sie bleibt nur das Binnenrecht des Anbieters.

Das Urteil: Wo keine Bewilligung besteht, gibt es keine Schweizer Beschwerdestelle, und das ist bei einem Produkt mit vielen Einzelabrechnungen wie dem System kein theoretischer Nachteil.

Bruce Bet: die Zahl der Linien und die Zahl der Ansprechpartner

Bruce Bet hat keine Schweizer Bewilligung.

Welche Systemarten bei dieser Marke spielbar sind, regeln ihre eigenen Bedingungen. Bei einem System mit vielen Linien stellt sich die Frage der Abwicklung besonders scharf, denn jede Linie ist eine eigene Auszahlung und potenziell ein eigener Streitfall.

Das Urteil: Die eigene Regel der Marke ist die einzige Regel, die hier gilt, und wer sie nicht liest, hat keine zweite Instanz.

AmunRa: ohne Registeranschluss

AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung.

Auch hier gilt für Systemwetten nur die eigene Bedingungslage der Marke. Das Schweizer Sperrregister ist für einen Spieler mit einem Sperreintrag die einzige Sperre, die über alle Anbieter hinweg wirkt.

Das Urteil: Wer eine Spielsperre ernst nimmt, braucht einen Anbieter, der am Register hängt.

Boomerang Bet: ein Produkt ohne Schweizer Rückhalt

Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung.

Die Systemwetten dieser Marke folgen deren eigenen Bedingungen. Wer Systemwetten wettet, sollte besonders auf die Regeln zur Ungültigkeit bei abgesagten Ereignissen schauen; je mehr Voraussagen in einem System stecken, desto häufiger trifft es eine davon.

Das Urteil: Die Zahl der Voraussagen ist bei einem System immer auch die Zahl der Gelegenheiten, bei denen eine Regel zum Nachteil des Spielers greift.

DirectionBet: das Sperrschicksal als Kostenrisiko

DirectionBet hat keine Schweizer Bewilligung.

Bei einem gesperrten Zugang ist die Domäne gegebenenfalls nicht erreichbar. Das ist der Punkt, an dem die fehlende Bewilligung am direktesten wirkt: Ein System mit langen Laufzeiten oder ein Guthaben, das man noch abholen wollte, kann mit dem Zugang selbst verschwinden.

Das Urteil: Die Kosten einer Marke ohne Bewilligung sind nicht ihre Quoten, sondern die Möglichkeit, dass ein Kontostand gemeinsam mit der Erreichbarkeit verschwindet.

Was eine Systemwette bei diesen Anbietern zusammengenommen bedeutet

Bei den beiden Veranstaltern mit Bewilligung sind die Zahlen für Systemwetten in den veröffentlichten Spielregeln nachlesbar, und es gibt zwei gegensätzliche Profile: Sporttip lässt den Gesamteinsatz bis CHF 10’000 je Systemwette zu und begrenzt die Einzelwette auf CHF 1’000, Jouez Sport begrenzt den Wettschein mit Multiples auf CHF 7’500, dafür liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500 und der Höchstgewinn bei CHF 300’000 beziehungsweise CHF 1’000’000. Wer ein System mit kleinem Linieneinsatz über viele Linien plant, stösst bei Sporttip auf die 48-Stunden-Regel abgesagter Ereignisse und bei Jouez Sport auf die Decke pro Wettschein — beides betrifft den Auszahlungsbetrag stärker als die Quote.

Für die acht ausländischen Marken gilt die Bewilligungssituation als Rahmen, der alle anderen Punkte überlagert. Wer dort spielt, verlässt sich auf die eigenen Bedingungen des Anbieters und hat keine Schweizer Schlichtung und keinen Anschluss an das Sperrregister.

Eine Checkliste für die nächste Systemwette

Ein System ist eine Rechnung, und wie jede Rechnung prüft man sie besser vor dem Absenden. Die Reihenfolge der Schritte entscheidet dabei mehr über das Ergebnis als die Wahl des Systems.

Am Anfang steht die Frage, was der Wettschein insgesamt kosten darf. Wer diese Zahl vor allem anderen festlegt, kann sie in jeder folgenden Entscheidung einhalten.

Danach folgt die Auswahl der Voraussagen. Erst wenn die Zahl der Voraussagen feststeht, lässt sich das System überhaupt wählen, und damit steht auch die Zahl der Linien fest — und mit ihr der Einsatz bei einem gewählten Linieneinsatz. Die Division Gesamteinsatz geteilt durch Einsatz pro Linie ergibt die Zahl der Teilwetten: Diese eine Zeile auf dem Wettschein deckt die meisten Fehler auf.

Der dritte Schritt ist die Prüfung der Randbedingungen. Der Mindesteinsatz, der Höchsteinsatz und die Gewinndecke des jeweiligen Veranstalters gehören genauso dazu wie die Frage, welche Voraussagen laut Reglement überhaupt in eine Kombination dürfen. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. In einem System kann eine solche Annullierung mehrere Linien gleichzeitig treffen.

Der vierte Schritt betrifft die Frist: Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos, und eine Einsprache ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Bei einem System mit vielen Linien und mehreren Auszahlungen ist die Prüfung des Kontos kein einmaliger Vorgang.

Der letzte Schritt ist die Limite im Konto, nicht auf dem Wettschein. Bei Swisslos sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und von CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Erhöhung wirkt erst nach 72 Stunden. Diese Verzögerung ist die einzige, die einen Spieler vor sich selbst schützt, und sie ist der Grund, warum sie existiert.

Häufige Fragen zu Wetten mit System

Wie funktioniert eine Systemwette, und worin liegt der Unterschied zur Kombiwette?

Eine Systemwette zerlegt dieselben Voraussagen in mehrere Kombinationen und setzt jede davon als eigene Wette. Die Kombiwette kennt nur ein Teilstück und verlangt, dass jede Voraussage aufgeht. Im System gewinnt jede Kombination separat, sobald ihre Voraussagen alle zutreffen. Der Preis dieser Toleranz ist ein höherer Gesamteinsatz: Die Zahl der Teilwetten bestimmt die Rechnung.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz, Quoten und Trefferzahl?

Jede Teilwette wird einzeln abgerechnet: Einsatz mal Gesamtquote der Kombination. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal dem Produkt der Einzelquoten, aufgerundet auf zwei Nachkommastellen und auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Zahl der Treffer bestimmt, wie viele dieser Teilwetten überhaupt Abrechnung finden; die übrigen verfallen.

Welches System passt zu welcher Zahl von Voraussagen, und was kostet es?

Die Zahl der Voraussagen bestimmt die möglichen Systeme und die Linienzahl. Bei CHF 1 pro Linie kostet 2 aus 5 CHF 10 und verzeiht drei Fehler; 3 aus 5 kostet ebenfalls CHF 10, verlangt aber drei Treffer statt zwei. Die Kosten eines Systems sind immer die Linienzahl multipliziert mit dem Einsatz pro Linie, und die Trefferanforderung steigt mit der Kombinationslänge.

Wie hoch ist der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei Sporttip?

Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, während eine Einzel- oder Kombinationswette auf CHF 1’000 begrenzt ist; der Mindesteinsatz beträgt CHF 1. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Lässt sich mit Systemwetten dauerhaft Geld verdienen, oder bleibt die Marge bestehen?

Die Marge bleibt in jeder Quote stecken, und das System wiederholt die Abzüge nur über viele Linien. Die Auszahlungsquote eines Marktes ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten, und die Differenz auf 100 Prozent verbleibt beim Veranstalter. Ein dauerhaftes Einkommen folgt daraus nicht; das System verändert die Verteilung der Ergebnisse, nicht ihren Mittelwert.

Gilt der Kombiboost von Sporttip auch für Systemwetten?

Der Kombiboost gilt nur online, ausdrücklich auch für Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Inhalt erstellt vom Team «quotenerklaert»